Chef der Weltbank Kim signalisiert bevorstehende Veränderungen

von sage am 05. Oktober 2012 auf  http://the2012scenario.com
Übersetzung: Océane

sage:  Der neue Chef der Weltbank wurde von Präsident Obama, einem bekannten Lichtarbeiter, nominiert. Seit Übernahme seines Amtes im Juli hat Jim Yong Kim zahlreiche weltweite Reformen vorgeschlagen und eingeführt.

Könnte Mr Kim ein Lichtarbeiter sein (nun, er wurde von Präsident Obama nominiert), der sein Amt erhalten hat, um bei der Einführung von NESARA und anderer Wohlstandsprogramme zu assistieren?

Von Lesley Wroughton, Reuters – 4. Oktober 2012

(Reuters) – Der Leiter der Weltbank sagte am Donnerstag, er bereite weitläufige Reformen im Bereich der Entwicklungskredite vor, um die globale Armut effektiver bekämpfen zu können, und würde die Veränderungen mit den Mitgliedsländern während der Treffen in Tokio nächste Woche diskutieren.

Die jährlichen Treffen des Internationalen Währungsfonds bei der Weltbank vom 11.-14. Oktober in Japan sind für Jim Yong Kim seit seiner Amtsübernahme im Juli die erste Gelegenheit, in dieser Institution seine Zeichen zu setzen.

“Wir sind noch nicht bereit für spezifische Veränderungen … aber wenn es uns wirklich ernst damit ist, die Armut früher als derzeit vorgesehen zu beenden … werden einige Veränderungen der Art und Weise nötig sein, wie wir diese Institution führen“, sagte Kim vor Reportern.

Er wünsche, dass sich die Institution, welche sich dem Kampf gegen die Armut verschrieben hat, weniger auf die schnelle Vergabe von Entwicklungskrediten fokussiert, sondern mehr auf Veränderungen an der Basis.

“Im Speziellen werde ich die Vorstände bitten, mit uns zusammenzuarbeiten, damit die Organisation zu einem schnelleren Modell überwechseln kann, mit dem wir mittelfristige Korrekturen einfacher durchführen können, und in dem unser Ausschuss und unsere Vorstände sich mehr darauf fokussieren, uns für die Ergebnisse an der Basis der Länder verantwortlich machen anstatt auf die Bewilligung von Großkrediten“, fügte er hinzu.

Kim sagte, er würde die Reformen beim nächsten Treffen der Mitgliedsländer im April näher spezifizieren.

„Der Bedarf an diesen Veränderungen ist schon seit langem eine klare Sache“, fügte er hinzu.

Mit den Vereinigten Staaten und den europäischen Ländern, die mit schwachem Wachstum und hoher Schuldenlast kämpfen, wäre jetzt nicht die Zeit, große Geldgeber darum zu bitten, Geld an die Weltbank zu zahlen, sagte Kim.

“Zu diesem Zeitpunkt kann ich wirklich keinen Appetit erkennen … es ist nicht die Zeit, um über eine Kapitalerhöhung zu sprechen. Dazu sind die Geberländer meiner Meinung nach nicht bereit“, fügte er hinzu.

Kim, ein an der Harvard-Universität ausgebildeter Doktor der Medizin und Anthropologe, sagte, die Treffen in Tokio würden auch die wachsende Besorgnis über die Nahrungsmittelpreise beleuchten und den Einfluss, den der Klimawandel auf die Bauern rund um den Globus hat.

Die schlimmste Dürre seit einem halben Jahrhundert in den USA und geringe Ernten in der Kornkammer des Schwarzen Meers haben die Weltpreise von Grundnahrungsmitteln wie Mais, Weizen und Sojabohnen erhöht. Während die Preise noch nicht das Rekordniveau von 2008 erreicht haben, gibt die Instabilität der steigenden Nahrungsmittelpreise Anlass zu großer Sorge.

Als erster Wissenschaftler in der Führung der Weltbank sagte Kim, die Anstiege hätten seine Sorge über den Einfluss des Klimawandels auf arme Länder erhöht.

“Dies ist die erste Dürre, welche Wissenschaftler eindeutig dem vom Menschen verursachten Klimawandel zuschreiben”, sagte Kim. „Der Klimawandel ist real, die Gemeinschaft der Wissenschaftler ist sich völlig einig über das vom Menschen verursachte Ausmaß, und mit diesem müssen wir uns einfach konfrontieren.“

Bisher war die Weltbank sehr zurückhaltend damit, laut über den globalen Klimawandel zu sprechen aus Angst, in die Politik des Kampfes gegen die globale Erwärmung mit hineingezogen zu werden.

Die Entwicklungsländer haben die EU, die USA und andere reiche Staaten beschuldigt, stärkere Emissionsbeschränkungen zu umgehen und ansteigende finanzielle Überschüsse zu hinterziehen, die den ärmeren Nationen helfen sollten, mit dem Klimawandel umgehen zu können.

VERLANGSAMUNG  DES  GLOBALEN  WACHSTUMS

Kim sagte, die Krise in der Eurozone und ihre weltweiten Auswirkungen würden bei den Treffen in Tokio ebenfalls zur Sprache kommen.

Entwicklungsnationen, welche die globale Krise bisher gut überstanden haben, sehen nun klare Zeichen einer verlangsamten wirtschaftlichen Aktivität, da die zweijährige Krise in der Eurozone weiterhin die Nachfrage drosselt und die Finanzmärkte durch Unsicherheit bezüglich der Notverkaufsaussichten für Griechenland und Spanien getrübt sind.

Trotz der Verlangsamung wird die Wirtschaft in Afrika, Asien und Lateinamerika vermutlich noch um 5% weiter anwachsen – dank eines Jahrzehnts solider Programme und des wachsenden Investoreninteresses, die sogenannten Grenzmärkte zu erschließen.

“Wir alle drücken den Europäern die Daumen, dass sie bald einen Weg zur Solidarität finden, um ihre Probleme zu lösen”, sagte Kim und fügte hinzu, die Weltbank stehe bereit, ihre Erfahrung jedem Land inklusive jener der Eurozone zur Verfügung zu stellen.

Die Bank hatte jahrzehntelange Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Regierungen in Entwicklungsländern, um bei der Verbesserung der Funktion ihrer Ökonomien durch strukturelle Veränderungen zu assistieren. Einige Experten glauben, dass diese Erfahrung dabei helfen kann, Ländern wie Griechenland und Portugal zu helfen.

Da Kim Verbesserungen fokussiert, welche die Weltbank flexibler machen sollen, sagte er, sie solle sich darauf konzentrieren, den Regierungen dabei zu helfen, eine Umwelt zu schaffen, wo Unternehmen florieren können und Arbeitsplätze geschaffen werden – eines der für viele Länder dringlichsten Themen.

“Eines der Dinge, die wir wirklich erreichen wollen, ist genauer zu definieren, wie die Bilanz der Weltbank aussehen soll, was wir wirklich tun wollen und wie wir uns selbst organisieren werden, damit wir jeden Tag auf diese Bilanz hinarbeiten können“, sagte er.

“Es scheint klar zu sein, dass das, was wir am besten können und wonach sich die Menschen am meisten sehnen, die Arbeit an der Abschaffung der Armut ist. Der Weg, um dies zu erreichen, besteht darin, den Wohlstand anzukurbeln“, fügte Kim hinzu.