Besuch bei Amma – Die Frau die die Welt umarmt

von Nama´Ba´Ronis am 07. Oktober 2012

Blick auf die Bühne

Gestern war ein denkwürdiger Tag für mich. Habe ich doch schon so viel erfahren dürfen, seit ich mich für den Aufstieg entschieden habe. Auch wenn Amma nicht den Weg des Aufstiegs in direkter Weise predigt, so ist sie doch ein Wesen der Bedingungslosen Liebe.

Wer ist Amma?

Mata Amritanandamayi, auch Amma (Mutter) genannt, ist auf der ganzen Welt für ihre selbstlose Liebe und ihr Mitgefühl allen Menschen gegenüber bekannt. Sie hat ihr gesamtes Leben der Aufgabe gewidmet, die Schmerzen der Armen und all derer, die körperlich oder emotional leiden, zu lindern. Amma inspiriert, ermutigt und transformiert Menschen durch ihre körperliche Umarmung, ihre spirituelle Weisheit und ihre karitativen Projekte. Bislang hat Amma mehr als 30 Millionen Menschen umarmt und getröstet. Wenn man sie fragt woher sie die Kraft hat, so vielen Menschen zu helfen und gleichzeitig eine große karitative Organisation zu leiten, antwortet sie: „Wo wahre Liebe ist, geschieht alles ohne Anstrengung.“ Mehr über Amma erfahren… (hier findet ihr auch Veranstaltungstermine und weitere Infos)

Warum gestern? Weil Amma in Berlin ist, wo ich lebe. Wir gingen also gestern in einer kleinen Gemeinschaft von Lichtarbeitern und Freunden zu Amma, relativ spontan, haben wir uns doch erst einen Tag davor dafür entschieden.

In der Schlange vor dem Einlass trafen wir uns und nachdem wir die liebevolle „Einlasskontrollen“ hinter uns hatten, kamen wir in der Halle an (Velodrom Berlin) wo wir auf Stühlen in der Halle Platz nehmen durften. Ich kann nicht genau sagen, wie viele Menschen da waren um Ammas „Darshan“ (Umarmung) zu erfahren, doch ich schätze es sind so 3000 Menschen anwesend gewesen. Eingeteilt nach der Reihenfolge des Einlasses in Gruppen nach dem Alphabet. Wir waren in der Gruppe G, was sich als zeitlich vorteilhaft erweisen sollte.

Die Halle selbst, bzw. der Platz vor der Bühne war aufgeteilt in Stuhlreihen zur Bühne hin und in den hinteren Bereich wo es Verkaufsstände und Infostände von Händlern und Gruppen/Vereinen gab. Man konnte neben Kleidung, Schmuck und Kristallen auch jede Menge Tand und Kosmetik erwerben. Es war für jeden Geschmack was dabei. Mich hinderten aber die hohen Preise daran darüber nachzudenken etwas zu kaufen auch war nicht wirklich etwas zu finden, was ich benötigt hätte.

Um 19:30 startete das „Bühnenprogramm“

Amma kam durch einen Seiteneingang in die Halle. Die Halle wurde sofort durch eine wunderschöne Energie geflutet. Ich spürte wie sie über mich hinweg und durch mich hindurch floss. Schon jetzt war ich energetisch hin und weg. Ich hatte Amma da noch nicht gesehen, es war überwältigend.

Nachdem alle auf der Bühne Platz genommen haben, gab es eine Reihe von Reden, unter anderem auch einiges aus dem Leben von Amma (bedeutet Mama oder Mutter).  Da ich den Inhalt der Rede nicht wiedergeben möchte hier ein Auszug aus einer anderen Rede, die ähnliche Infos wiedergbit.

„Gott ist kein begrenztes Wesen. Gott ist alles durchdringend, allmächtig und allwissend. Gott ist das Prinzip des Lebens und das Licht des Bewusstseins in uns. Gott, der reine Glückseligkeit ist, ist wahrhaftig unser eigenes Selbst.
Allein der Verstand ist die Ursache von Anhaftung beziehungsweise Freiheit. Religion ist das Prinzip, das den Verstand von den mannigfaltigen Gedanken und Emotionen und von seiner Abhängigkeit von äußeren Objekten befreit. Sie hilft dem Verstand, den Zustand ewiger Freiheit oder Unabhängigkeit zu erreichen. Es ist die Haltung von “Ich” und “Mein”, die uns abhängig macht. Die Ausübung der Grundsätze wahrer Religion ist der Weg, der zur Beseitigung des Egos führen wird.
Wahre religiöse Prinzipien verleihen uns die Kraft und den Mut, den schwierigen Situationen im Leben mit einem ausgeglichenen und ruhigen Geist zu begegnen. Religion ebnet den Weg dafür, dieses Leben mit größerer Freude, Begeisterung und Vertrauen zu umarmen. Für jemanden, der diese Grundsätze wirklich in sich aufgenommen hat, ist das Leben das freudevolle Spiel eines unschuldigen Kindes.“
(aus: „Mögen Eure Herzen erblühen“, S.34)

Es war sehr lehrreich ihr zuzuhören. Okay, ich spreche nicht ihre Sprache, darum: es war sehr lehrreich ihrer Übersetzerin zuzuhören. J

Nach ihren Ausführungen kam der „musikalische“ Teil. In Anführungszeichen deshalb, weil es mehr als Musik ist, es sind gesungene und mit Klang begleitete Mantras. Es schien mir so zu sein, das Amma dies für die Vorbereitung benötigt bzw. um in die richtige „Stimmung“ oder in die notwendige Energie zu kommen. Insgesamt fand ich es sehr schön, wenn auch sehr gleich klingend. Und es war auch ein wenig eine Geduldsprobe, denn es zog sich schon hin. Nichtsdestotrotz war es gut so, wie es war. Währenddessen saß Amma die ganze Zeit im „Schneidersitz“ leicht erhöht in der Mitte der Bühne und alle anderen scharten sich, ebenfalls so sitzen um sie. Es war ein schöner Anblick. (Bild)

Nach der „musikalischen“ Darbietung wurde gemeinsam meditiert. Der Redner auf der Bühne führte durch eine kurze aber sehr intensive Meditation. Bei mir manifestierte sich das gesagte bzw. von mir umgesetzte sofort im Geiste und im Herzen, ich „schwamm“ in der Energie der Liebe. Es war unbeschreiblich schön.

Danach hatte ich Schwierigkeiten normal zu gehen, ich kam mir etwas „benebelt“ vor. Es war wohl die „Droge“ der Bedingungslosen Liebe.  Es ging nicht nur mir so. Alle in unserer Gruppe, die aufstanden um die Umgestaltungsphase für etwas Bewegung zu nutzen, konnten das spüren.

Nach der Umgestaltung nahm Amma vor der Bühne platz um den Menschen Darshan zu geben. Mann konnte, während man darauf wartete an der Reihe zu sein, sehen wie sie dies tat, da das Ganze über eine Leinwand an der Bühne zu beobachten war. Amma war von Helfern umscharrt, die die Menschen vorbereiteten, es ging alles sehr schnell, die Menschen kamen, knieten sich oder setzten sich hin und sie gab den Menschen die Umarmung. Nach einigen Sekunden wurden die Leute sanft weg gehoben/gezogen und der nächste war dran. Neben Amma stand ein Mann, der ihr immer wieder während oder vor dem nächsten Menschen etwas sagte. Ich vermute es ist ein Hellseher oder etwas vergleichbares, der ihr beschrieb, was er zum jeweiligen Menschen sieht, damit Amma weiß, was sie mit ihrer Umarmung für den Menschen tun kann.

Als ich an die Reihe kam, fühlte ich mich ganz aufgeregt, wie ein kleines Kind obwohl ich trotzdem innerlich ruhig war. Hier genügen Worte wohl nicht um das zu beschreiben.  Ich kniete mich also hin und wurde von ihr in die Arme genommen. Worte können auch das nicht richtig wiedergeben. Ich war dabei aber irgendwie nicht anwesen. Ich war berührt, aufgeregt, fühle mich geliebt aber anders als ich es kenne. Sie sagte etwas zu mir, was ich nicht verstand und gab mir ein Rosenblatt und ein Bonbon und küsste mich, wie alle andren auch auf die Stirn und dann war es vorbei. Das was laut anderen zu dem sagen solle ist „Meine Liebe, meine Liebe, meine Liebe“ (also deutsche Worte) Ich habe es so nicht verstanden kann aber nicht ausschließen das sie dies auch zu mir sagte.

Blick von den Rängen zu später Stunde.
Ich ging wie benebelt zurück zu meinem Platz, andere blieben vorne in ihrer Nähe und setzten sich zum Meditieren auf den Boden. Das konnte ich nicht, ich setzte mich also auf meinen Stuhl und musste weinen. Ich weinte und weinte, es war ein Weinen de Loslassens, des Glücks und des Trostes und während ich diese Zeilen hier schreibe fühle ich wieder wie die Energie in mir in den Vordergrund tritt und mir feuchte Augen bereitet. Man sagt ihre Energie würde sieben Wochen bei einem Menschen bleiben. Ich kann mir vorstellen, dass man, wenn man es so wählt, die Energie umwandeln kann in die eigene und so auch ein Transformationsprozess vonstatten geht.

Ich zitterte am ganzen Körper, wobei diese Reaktion auch andere von meinen Freunden beschrieben. Die Reaktionen waren ansonsten sehr individuell. Es ist für mich selbstverständlich, das ich diese Reaktionen hier nicht wiedergebe. Ich kann und möchte nur über mich berichten. Ich bin und fühle mich anders als zuvor, obwohl ich schon viele Dinge erleben durfte und die Geistige Welt mich mit Gaben ausgestattet hat, doch dieser Abend war einmalig und wunderbar. Ich habe ihn in mein Herz geschlossen und fühle mich angehoben und geliebt.

Hier möchte ich enden. Nur eines noch, wie alle saßen noch einige Zeit dort auf den Stühlen und lauschten den Mantras und meditierten oder hingen unseren Gedanken nach.

Seid alle gesenet.

Ich bin Liebe, Ich bin Licht, Ich bin Nama´Ba´Ronis


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