Guten Morgen Amerika… eine Notiz vom Michael Moore

From: Michael Moore [mailto:maillist@michaelmoore.com]
Übersetzung: Crae´dor

Guten Morgen Amerika… eine Notiz vom Michael Moore

Mittwoch, 7. November 2012

Gratulation an Alle!!

Dieses Land hat sich wirklich gewandelt und ich glaube es wird kein Zurück geben. Hass hatte gestern verloren. Das ist in und für sich erstaunlich. Und all die Frauen die letzte Nacht gewählt wurden! (Totale Zurückweisung des Neandertaler Verhaltens) [Anm. d. Ü. in den USA fanden auch viele weitere Wahlen auf lokaler Ebene statt]

Die wirkliche Arbeit fängt jetzt an. Millionen von uns – die Mehrheit – müssen zusammenkommen um darauf zu beharren, das Präsident Obama und die Demokraten aufstehen und dafür kämpfen wofür wir sie gewählt haben damit sie es tun. Mr. Obama, bitte hören Sie nicht auf die Experten, die Sie heute anrufen und nach einem „Kompromiss“ suchen. Nein. Sie haben es bereits versucht. Das hat nicht funktioniert. Sie können später Kompromisse eingehen, wenn Sie es möchten, doch bitte, nicht mehr anfangen mit Kompromissen. Und wenn das Haus der Republikaner nicht mitspielen will, so machen Sie eine gewaltige Endrunde um sie mit einer Executive Order nach der anderen – genauso wie sie es getan haben und es tun werden, wenn sie wieder die Gelegenheit dazu bekämen.

Wir müssen Obama zurück haben. Während er von den Rechten blockiert und attackiert wird müssen wir an seiner Seite stehen. Wir die Mehrheit. Last uns so handeln.

Und bitte Mr. Präsident, lass die Banken an der Wall Street ihre Zeche zahlen. Sie sind der Boss, nicht sie. Führen Sie den Kampf damit das Geld aus der Politik verschwindet – die Spenden dieser Wahl sind beschämend und gefährlich. Warten Sie nicht bis 2014 um die Truppen nach Hause zu bringen – bringen Sie sie nach Hause, jetzt. Stoppen Sie die Drohnenangriffe auf Zivilisten. Beenden Sie den sinnlosen Drogenkrieg. Handeln sie wie ein Pit Bull, wenn es zu Veränderungen kommt – ignorieren Sie die Peanuts und halten Sie daran fest. Legen Sie das Profitmotiv beiseite, bei dem jedes zivilisiertes Land sagen würde: „das ist zum Guten Aller“. Machen Sie, dass höhere Bildung für jeden möglich ist und schicken sie keine 22jähringen in einer Welt gewaltiger Schulden hinaus. Ordern Sie eine Stundung der Hauszwangsräumungen und Vertreibungen an. Verordnen Sie eine Wirtschaftspolitik, die gut bezahlte Arbeit schafft und geben Sie das dafür nötige Geld aus. Machen Sie ihre zweite Amtsperiode zu einer die in Annalen der Geschichte eingeht.

Zum Schluss muss ein Dank an die Occupy Bewegung ausgesprochen werden, die vor einem Jahr den Meilenstein für diese Wahl gesetzt hat indem sie jeden dazu brachte über die 1% versus 99% zu sprechen. Das hat die Obama Kampagne inspiriert zu bemerken, dass es unter den Menschen ein gewaltige Stimmung vorhanden war zu dem was die Reichen diesem Land angetan haben und da war etwas schief gelaufen wenn nur 400 reiche Jungs mehr als 160 Millionen Amerikaner zusammen besaßen (all diese Schmarotzer und Penner). Das führte zu Rmoneys „47%“  Marke und DAS war der Beginn vom Ende seiner Kampagne. Danke dir Mother Jones für die Freigabe des geheimen Tonbandes, und danke euch, den Mindestlohnarbeitern für das Anbringen der Kamera am Büffet in der Nähe der Leuchte.

Die heutige Schlagzeile der Washington Post sagt alles: „Im Romneys Hauptquartier, die Niederlage der 1 Prozent.“  Danke dir Sandra Fluke für das Aushalten der Beleidigungen, die gegen dich geschleudert wurden wodurch du zu einer bodenständigen Anführerin gegen den Krieg gegen Frauen wurdest. Danke dir Todd Akin für… ja, eben dafür dass du es selbst bist. Danke euch CEOs von Chrysler und GM für das mächtige entgegenkommen gegen den Republikaner (!) Kandidaten, für das Sagen er würde in „einem  parallel Universum leben“, als er zu Jeep log. Danke dir Gouverneur Christie für die innige Beziehung zu Obama. Du weißt es, du müsstest es nicht wirklich!

Und dir Mutter Natur mit deinen schrecklichen Schäden, Tod und Zerstörung, die du letzte Woche verursacht hast. Ironischerweise hast du die Partei hinweggefegt, die nicht an deine klimaverändernde Macht glaubte.

Vielleicht glauben sie es jetzt.

Noch ein Mal. Vielen Dank an alle, die die Nichtwähler an dir Urnen brachten. In der allerletzten Anstrengung brachte es Obama zusätzlich eine Million Stimmen ein mit denen er nicht rechnete und ich genoss es während unserer Unterhaltung via Telefon und Chat mit den lieben Freunden gestern, die nicht zu Wahl gegangen wären – doch dann ihre Meinung änderten nachdem TLC euch leicht anstupste („Verdammt“ Michael Moor? Ich gehe jetzt zum Auto und gehe wählen.“)

An meine Amerikanischen Mitbürger, ich denke ihr werdet mir zustimmen: es war schön an diesem Morgen in den Vereinigten Staaten von Amerika aufzuwachen.

Euer
Michael Moor

MMFlint@MichaelMoore.com
@MMFlint
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