Pamela Kribbe: „Liebesbeziehungen“ – Teil 2/2

Jeshua gechannelt durch Pamela Kribbe
Übersetzung: yalumea

jesus-4-258x3001-150x1502Doch von eurem Bauch aus ist eine weitere Energie am Werk, etwas, das sehr stark sein kann, eine zerstörerische Kraft im [Zustand der] Verliebtheit. Ich nenne diese Energie das vernachlässigte innere Kind, welches einen sehr starken und tiefen Schmerz mit sich trägt, der auf diesen ursprünglichen kosmischen Geburtsschmerz des Verlassens der Vater – Mutter – Gott – Einheit zurückgeht. Dieses Kind erwacht ebenso, wenn ihr euch verliebt, und dieses Kind besitzt viele Emotionen, die euer Herz verdunkeln können. Diese Emotionen können den Herzkristall verhüllen und den Blick dafür trüben, dass ihr die Quelle des Entzückens und der Glückseligkeit seid, die ihr in der Anfangsphase eurer romantischen Liebe erlebt habt. Diese Gefühle hatten mit euch zu tun und mit dem Raum, den ihr euch selbst gegeben habt, was durch den anderen ermöglicht wurde, dennoch hatte es immer noch mit euch [selbst] zu tun.

Wie auch immer, das Kind in euch, das unter Schmerzen leidet und nach Aufmerksamkeit, Liebe und Anerkennung schreit, die es so lange Zeit vermisst hat, versucht den Partner in eine Art von Würgegriff zu nehmen; es möchte sich um jeden Preis festhalten, um das für sich selbst zu bekommen, an dem es ihm mangelt. Auf diese Weise können das Kind und der Herzkristall als zwei gegnerische Seiten enden. Was zuerst als sehr schön erschien, verwandelt sich in eine destruktive Beziehung, in der ihr miteinander kämpfen und in einen Kampf treten werdet, den keiner will, aber das geschieht trotzdem.

Zu diesem Zeitpunkt droht die Magie zu verschwinden, ihr könnt verzweifeln. Ihr wollt euch um jeden Preis an euren Partner klammern, denn ihr habt einst ein Gefühl absoluter Liebe für diese Person empfunden. Ihr werdet darum kämpfen, sie festzuhalten, und eure ältesten Schmerzen, eure Emotionen der Wut, Angst verlassen zu werden, sogar Hass, können ins Spiel kommen. Es ist sogar dann noch sehr schwer die andere Person loszulassen, denn ihr werdet von einer Erinnerung daran angetrieben, wie gut alles war, als alles in Harmonie gewesen ist.

Es ist in diesem Stadium sehr wichtig, dass ihr wisst, wie ihr loslassen könnt. In dem Augenblick, in dem ihr spürt, dass eure Beziehung in eine Abwärtsspirale eintritt und ihr euch gegenseitig anklagt und beschuldigt, dann ist der Zeitpunkt erreicht, um zurück zu treten. Ihr könnt euch gegenseitig so schwer verletzen, gerade weil ihr einander so tief berührt habt, und dieser Schmerz ist nur schwer zu heilen.

Deshalb wagt es einen Schritt zurück zu treten, wenn ihr fühlt, dass ihr dabei seid außer Kontrolle zu geraten, dass ihr von Emotionen hinweg gefegt werdet, die euch davon abhalten, euch eurem Partner mit einem offenen Herzen zu nähern. Ihr werdet vielleicht ein Gefühl der Angst verlassen worden zu sein empfinden, oder genau das Gegenteil: eine Angst davor, sich so tief mit jemandem zu verbinden, dass ihr euch selbst darin verliert. Es kann auch andere Emotionen geben wie Wut oder Eifersucht, doch das wichtige daran ist, dass ihr erkennt, dass die intensivsten Emotionen eher euch selbst betreffen als die Partnerschaft. Die Beziehung hat die Emotionen ausgelöst, doch die [Emotionen] selbst entstammen tieferen Ursprüngen.

Entscheidend ist nun, dass ihr euch dem verletzten und vernachlässigten Kind in euch zuwendet, das der wirkliche Grund eurer emotionalen Unausgeglichenheit ist. Das zu tun liegt nicht in der Verantwortung eures Partners. Und ihr seid auch nicht verantwortlich für das innere Kind eures Partners. Jemand anderen für euren Schmerz verantwortlich zu machen und zu erwarten, dass jemand anderes ihn heilt, führt zu enormer Verwirrung in Beziehungen.

Wie könnt ihr somit erkennen, dass die Beziehung, die ursprünglich eine liebevolle Bindung war, falsch läuft und unausgeglichen wird? In der Tat gibt es dafür deutliche Anzeichen, und eine Möglichkeit es herauszufinden ist es, eine symbolische Übung mit eurem inneren Kind durchzuführen.

Stellt euch vor, dass ihr in diesem Moment eurem Partner gegenübersteht. Oder nehmt jemanden, der sehr wichtig für euch ist, wenn ihr zur Zeit keinen Partner habt, und erlaubt es eurem inneren Kind, auf eurer linken Seite zu stehen. Stellt euch einfach selbst als ein Kind vor, unter zehn Jahren, und stellt euch mit dem Kind an eurer linken Seite eurem Partner gegenüber. Nun schaut, wie das Kind auf euren Geliebten reagiert. Achtet auf die erste Reaktion dieses Kindes. Stellt dem Kind die Frage: „Was hat dich zu ihm oder zu ihr hingezogen? Was fandest du so unwiderstehlich? Was hat dein Herz berührt, was hat dich fasziniert?“ Und dann fragt: „Wie fühlst du dich nun?”

Hat sich irgendetwas an dieser ursprünglichen Eigenschaft geändert? Kann das Kind immer noch diese Liebe fühlen? In einer heilenden Beziehung ist diese einzigartige Eigenschaft immer noch sehr präsent. Sie nährt euch noch immer, wärmt euch immer noch, während zur selben Zeit euer Partner eine menschlichere Gestalt angenommen hat, mit seinen oder ihren Problemen, Höhen und Tiefen. Dennoch ist etwas von dieser anfänglichen Magie immer noch da, und auf Grund dieser Magie können Probleme überwunden werden. Wenn ihr bemerkt, dass die Magie nicht vorhanden ist, wenn sich euer inneres Kind tatsächlich ungeliebt oder ungerecht behandelt fühlt, dann geht da etwas vor sich, was eurer Aufmerksamkeit bedarf. Nehmt euch Zeit, um das mit eurem inneren Kind zu erforschen.

Um die Situation zu klären, lasst das Bild vom inneren Kind los und stellt euch nun vor, dass ihr vor eurem Partner steht, den ihr ausgewählt habt und schaut, wie die Energie des Gebens und Nehmens zwischen euch fließt. Zuerst schaut euch an, was ihr dem anderen gebt und fühlt es, und es muss nicht in Worten ausgedrückt werden, so lange ihr es wahrnehmt. Schaut euch an, was von euch zu dem anderen hin fließt und nehmt wahr, was ihr in diesem Moment fühlt. Werdet ihr durch das Geben energetischer, oder fühlt ihr euch leer und erschöpft? Ist das Geben inspirierend oder werdet ihr dadurch ausgelaugt? Haltet dieses erste [auftretende] Gefühl fest.

Nachdem ihr euch angeschaut habt, was ihr dem anderen gebt, schaut euch die umgekehrte Interaktion an. Was empfangt ihr vom anderen? Vertraut auf das erste Gefühl, das in euch aufsteigt. Fühlt sich das, was ihr empfangt, gut an? Öffnet es euer Herz weiter? Fühlt ihr euch glücklicher über euch selbst als Resultat dessen, was ihr empfangt? Das Wesentliche einer heilenden Beziehung ist, dass der andere euch etwas gibt, das Freude in eurem Herzen erschafft.

Schlussendlich gibt es noch ein anderes Anzeichen einer zerstörerischen Beziehung. Von eurem Solarplexus ausgehend – einem Punkt in der Nähe eures Magens – erspürt man ein „Energieband“, das euch mit dem anderen verbindet. Wenn ihr sensitiv seid, dann könnt ihr dieses Band vielleicht wahrnehmen. Wonach ihr sucht, ist das Gefühl, dass ihr den anderen besitzen müsst; dass ihr bei dem Gedanken in Panik geratet, dass der andere nicht länger da sein könnte; dass irgendetwas an diesem Band zieht. Wenn ihr das wahrnehmt, dann handelt es sich grundsätzlich um eine energetische Nabelschnur, die euch mit dem anderen verbindet, und die euch das Gefühl gibt „Ich brauche [den anderen], ich kann ihn nicht entbehren!“ Dieses panische Gefühl zeigt, dass ihr nicht selbständig agiert, oder dass ihr zumindest denkt, dass ihr nicht in der Lage seid, den anderen zu entbehren, und eine solche Abhängigkeit kann zu einer destruktiven Beziehung führen.

In einer heilenden Beziehung ist es natürlich, sich gegenseitig zu vermissen, wenn ihr auf die ein oder andere Weise getrennt wärt. Es ist ganz natürlich, sich an der Gesellschaft des anderen zu erfreuen und sich danach zu sehnen. Ihr wünscht euch den anderen, aber ihr braucht ihn nicht. Doch in einer destruktiven Beziehung ist etwas Bösartiges am Werk. Es gibt da ein Gefühl, dass ihr nichts ohne den anderen tun oder ohne ihn sein könnt, so dass ihr euer Wohlbefinden vom anderen abhängig macht – vielleicht euer ganzes Leben! – und das schwächt euch beträchtlich. Es existiert eine tiefe Angst vor möglicher Ablehnung des anderen, und das lässt euch klein und eingeengt fühlen, und die ganze Beziehung hat nicht länger diesen freudigen Freiraum und die Freiheit, die sie zu Beginn hatte.

Versucht diese Dinge für euch selbst zu erfühlen, in Ruhe, auf eure eigene Art und Weise. Und habt keine Angst, Platz in der Beziehung zu schaffen, um euch zu erlauben das zu fühlen. Denn wenn ihr euch erst einmal in einer Beziehung in einer negativen Spirale befindet, dann ist es oftmals notwendig, dass sich die Partner gegenseitig distanzieren, physisch und emotional, um zu erkennen, wo der einzelne [von ihnen] steht. Zu einem solchen Zeitpunkt ist es oft nicht sinnvoll, Dinge anzusprechen. Es ist notwendig, dass eure Energiefelder erst einmal voneinander frei werden, um ausreichend Raum zu gewinnen, um zurück zum Zentrum eures Herzkristalls zu kehren. Steigt mit eurem Bewusstsein hinab in diesen wunderschönen, klaren Kristall, der eure Essenz ist. Macht euch nicht von anderen abhängig, um das zu erleben; es ist für euch dort – immer. Es ist das Flüstern Gottes, dass ihr in der Stille hören könnt.

Dann fühlt, wie Lichtstrahlen von diesem Herzkristall aus in das Kind hineinstrahlen, das immer noch unter Schmerzen leidet und immer noch außerhalb von sich selbst nach Akzeptanz, Liebe und Sicherheit sucht. Lasst eure Lichtstrahlen auf dieses Kind fallen, und ihr könnt augenblicklich erkennen, dass der Herzkristall sich selbst zu verankern scheint, indem er immer tiefer durch euren Bauch und den ganzen Weg nach unten durch eure Beine in die Erde fließt.

Das ist euer Licht, euer einzigartiges Seelenlicht! Ihr seid hier, um dieses Licht in einem Körper auf der Erde zu erfahren. Euer besonderes Licht ist einzigartig, es ist euer Engellicht, und wenn ihr damit verbunden bleibt, dann zieht ihr heilende Beziehungen in euer Leben. Ihr „braucht“ niemand anderen. Und ihr müsst den anderen nicht zu etwas „Perfektem“ machen: jemand, der euch schließlich von der Perspektive aus sieht, die ihr euch wünscht, und der euch bedingungslos versteht und euch in der Weise annimmt, die ihr euch von ihm wünscht.

Bedingungslose Akzeptanz und Liebe kann nur in eurem eigenen Herzen gefunden werden – durch und für euch selbst. Belastet nicht andere mit dieser Pflicht. Diese absolute Liebe ist etwas zwischen euch und eurem Selbst. Das könnt ihr nur euch selbst geben, und wenn ihr das tut, werdet ihr zu einer Quelle der Liebe für andere, denn ihr seid völlig ehrlich und wahrhaftig mit euch selbst geworden. Ihr liebt euch selbst, einschließlich des dunklen Anteils: das Kind in euch, das manchmal kämpft und gepeinigt ist.

Wenn ihr euch selbst liebt, dann ist es für euch einfacher die andere Person in einer zutreffenden Perspektive zu erkennen. Ihr müsst die manchmal angreifenden oder verletzenden Dinge nicht länger persönlich nehmen, die sie oder er zu euch sagt oder tut. Ihre Aktionen und Reaktionen gehören zu ihnen, und es wird einfacher, nicht zu emotional darauf zu reagieren. Die andere Person ist nicht länger für die Erlösung eurer Seele verantwortlich – ihr seid es [selbst]. Ihr seid die Meister eurer Welt, eurer Realität.

Ihr befindet euch alle auf dem Pfad der Selbsterkenntnis, und ihr berührt andere Menschen bereits mit eurem Herzkristall: ihr verteilt Funken der Liebe und der Hoffnung an sie. Ich danke euch dafür, dass ihr zu diesem Zeitpunkt auf die Erde gekommen seid, in dieser Periode des Wandeln und des Übergangs. Ich bin mit euch und ihr liegt mir sehr am Herzen. Ihr seid meine Brüder und Schwestern, und ich liebe euch.

© Pamela Kribbe