Warum ein Bankeninsider sagt: „Es ist Zeit sich echt Sorgen zu machen“

vom 20.02.2013 durch Simon Black auf SovereignMan.com
Übersetzung: Nama´Ba´Rons

waehrungBericht aus Santiago de Chile (Chile)

Anscheindend ist die Latinoversion von Justin Bieber in der Stadt.

Ich habe keine Ahnung wer dieser Junge ist, aber als ich letzten Abend für das Treffen ins Hotel ging, waren da eine schier unüberschaubare Menge von vorpubertären weiblichen Fans an der Metalabsperrung die vor dem Gebäude errichtet wurde.

Dann kam er (der Latino-Justin) raus, flankiert von Bodyguards. Er kann nicht älter als 15 sein, ein wenig pickelgesichtig und etwas schlaksig am Rande zum Erwachsenenalter. Aber dafür interessierte sich die Menge nicht. Das Geschrei hielt für 10 Minuten an…. Ähnlich wie damals bei den Beatles.

Trotz der Unruhe draußen traf ich mich mit meinem Kollegen und wie vertieften uns sofort in eine Unterhaltung über internationales Bankenwesen und dem Zustand des globalen Finanzsystems. Als leitender Angestellter einer großen internationalen Bank  ist er der ultimative Insider.  Ich war sprachlos über das was er mir sagte.

Er stand z. B. offen ein, dass Banken Betrügereien betrieben.  Die meisten Banken, vor allem im entwickelten Wesen, halten nur einen kleinen Anteil der Einlagen der Kunden in Bar.  Der Rest ist verzockt egal  welche gängigen toxischen Wertpapiere gerade  vorhanden sind.

Dieses ganze System beruht auf einer hauchdünnen Schicht Vertrauen, gestützt auf eine gelegentliches  Rettungsaktion aus Steuergeldern.  Es trifft ihn ziemlich hart, dass die Leute immer noch Vertrauen in die Banken haben, ganz besonders da die meisten der Kunden angebotenen  Investmentprodukte  „Schrott“ sind.

Er erzählte mir, wie destruktiv Zentralbanker sind, sie schaffen eine  unermessliche Inflationssumme die nur dazu dient die Leute ärmer zu machen während die Regierungen tiefer in Schulden versinken.

Vor allem sagte er mir, dass die meisten der zugrunder liegenden Mängel nicht beseitigt wurden seit dem Beginn der Bankenkrise 2008. viele westliche Banken sind noch immer insolvent, mit dem großen Unterschied, das deren Regierungen nun ebenso insolvent sind.

Er glaubt dass in den kommenden Jahren die Zunahme der Riskien die Blase letztendlich zum Platzen bringen wird, am ehesten bedingt durch die Auswirkungen des Währungskrieges und der Abwertung durch den Wettbewerb.

Es war erstaunlich, sagte er, dass die G7 Staaten gerade eine Stellungnahme veröffentlichten, um die Sorge über globale Währungskriege zu lindern. „Wann auch immer dir die Regierung mitteilt, das du dir keine Sorgen zu machen brauchst,“ so sagt er, „wird es Zeit sehr besorgt zu sein.“

Unglücklicherweise wissen die meisten Menschen nicht was vor sich geht. Sie wissen nicht, dass ihre Regierung insolvent ist  und der einzige Ausweg die Entwertung ihrer Währung ist.  Sie wissen nicht dass ihr Geld auf ihrem Bankkonto unsicher ist.  Und sie haben keine Ahnung wie weit die Regierung gehen wird um den Status Quo aufrecht zu erhalten.

Es zeigt sich, dass die schreienden Teenager draußen eine perfekte Metapher darstellen.  Glücklich ignorant, abgelenkt und vollkommen unbewusst. Die meisten Leute werden es nicht kommen sehen.

Von einer höheren Warte aus betrachtet scheint alles so klar.  Nationale Bilanzen  sind quer über den ganzen entwickelten Westen tief in den roten Zahlen. Bankbilanzen kann man bestenfalls als prekär bezeichnen. Zentralbanken fluten die Welt mit Papiergeld. Und Regierungen versuchen alles – Kapitalkontrolle, Währungsabwertung,  Rentenanlagen verstaatlichen – um das System am laufen zu halten.

Es ist unübersehbar.  Und ein paar grundsätzliche Maßnahmen zum Schutz könnten alles ändern. .  Inklusive dem Kauf von echten Werten (wertvolle Metalle, fruchtbares Land), Ersparnisse zu einem  gut kapitalisierten Bankensystem zu transferieren und dem Erlangen der Kontrolle der Rentenfonds.

Dies sind Schritte die immer Sinn machen, egal was geschieht, auch wenn das Schlimmste nicht passiert.  Und sollte das Kartenhaus in sich zusammenfallen,  wirst du einer derer sein, die immer noch stehen.


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