Schäuble: Sparer werden künftig überall enteignet

am 20.04.2013 von LH auf novayo.de

politik

Was die meisten schon beim großen Haircut in Zypern auf uns alle zukommen sahen und von Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem bereits als Werkzeug für die Zukunft bestätigt wurde, hat nun auch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble für die künftige Normalität erklärt. Sparer werden zur Kasse gebeten, sobald sich eine Bank in Schieflage befindet. Die Zwangsenteignung ist mit der Zypern-Krise also nur salonfähig gemacht worden, denn der große Widerstand und ein Banken-Run der Bevölkerung blieb bislang aus.

Noch vor einigen Wochen wurde der niederländische Finanzminister und Chef der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem, für seine Aussage gescholten, dass die Zypern-„Rettung“ — die in Wirklichkeit nur der vermutlich größte Raubzug an der Bevölkerung in der Geschichte der Mittelmeerinsel ist — als Vorbild für künftig Krisen gelten würde. Der wohl wichtigste Finanzminister im Euroraum, Wolfgang Schäuble (CDU), eilt seinem Amtskollegen nun herbei und unterstützt seine Forderung, wonach neben Inhabern und Gläubigern künftig auch die Sparer frisiert werden sollen, wenn eine Bank sich verzockt hat. Dies sagte Schäuble in einem Gespräch mit der WirtschaftsWoche. Er unterstreicht dabei: „Die Beteiligung von Eigentümern, nachrangigen Anleihegläubigern und dann ungesicherten Anlegern muss der Normalfall sein, wenn ein Finanzinstitut in eine Schieflage gerät. Ansonsten bekommen wir das Moral-Hazard-Problem nicht in den Griff, dass Banken mit riskanten Geschäften fette Gewinne machen, aber im Fall eines Scheiterns dann die Verluste der Allgemeinheit aufbürden. Das darf nicht sein.“

Die Frage bei dieser Sache ist nur, wer sich eigentlich von der Banken-Mafia erpressen ließ, für sie den Karren aus dem Dreck zu ziehen? Sicherlich nicht die Bevölkerung, sondern deren Vertreter, zu denen neben Wolfgang Schäuble auch der Rest des Bundestages gehört. Schließlich wurde jede Rettungsaktion auch von der SPD und den Grünen mit durchgewunken. Gutmenschen eben.

Klammheimlich wurden in den USA seit der Lehmann-Pleite hunderte Banken abgewickelt, ohne dass dies eine spürbare Auswirkung für die Bevölkerung gehabt hätte. Was in der größten Volkswirtschaft der Welt klappt, soll in Europa in all den Jahren nicht funktioniert haben? Wie lange wollen Wolfgang Schäuble und seine Lakaien eigentlich noch die Menschen anlügen und ihnen diesen Blödsinn weiß machen, dass alles das, was in den letzten Jahren geschehen ist, wirklich notwendig war? Es war eben nicht notwendig und dass Banken pleite gehen können, sieht man eben am besten in den USA — dort geschieht das nahezu täglich, auch heute noch.

Schäuble nahm Jeroen Dijsselbloem natürlich in Schutz. Schließlich unterstützt er selbst den größten Raubzug am Volk: „Herr Dijsselbloem ist in der Substanz zu Unrecht gescholten worden. Und auch nicht von mir.“

Alternative für Deutschland (AfD) könnte wichtige Stimmen kosten

Angst hat Schäuble offensichtlich auch vor der vor kurzem neu gegründeten Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD). Die Euro-kritische Partei könnte der CDU und CSU am Ende wichtige Stimmen kosten, die verhinderten, dass es erneut zu einer christlich-liberalen Koalition kommen könnte. „Das muss jeder wissen, und jeder muss sich selbst fragen: Will ich, dass eine andere Regierung gewählt wird?“, so Schäuble weiter in dem Interview mit der WirtschaftsWoche.

Er gibt auch weiter an, dass die AfD ein Ausdruck von Sorgen und Bedenken von Bürgern sei, die ernst genommen werden müssten. Allerdings, darüber kann sich wohl jeder sicher sein, der diese Zeilen liest: Diese Sorgen und Bedenken werden garantiert nicht von den Puppen der Finanzmafia gelöst, die zur Zeit in der Schaltzentrale in Berlin sitzen. „Ich glaube, dass die Deutschen in ihrer übergroßen Mehrheit gut verstanden haben, dass die Mitwirkung an der politischen Willensbildung viel mehr ist, als nur zu einem Thema ein Unbehagen auszudrücken. Wohin sollte damit unser Land gehen? Ein-Themen-Parteien sind doch keine Lösung unserer Probleme“, so Schäuble weiter.

NOVAYO stellt allerdings fest: Auch die Mainstream-Parteien wie CDU, CSU, SPD, FDP, Grüne und Linke — die inhaltlich in der Zwischenzeit nahezu gleichgeschalten sind, wie es die SED einst war — sind seit 2007 nicht in der Lage, die anhaltende Euro-Krise zu lösen. Im Gegenteil: Mit jeder Rettungsaktion wird es nur noch schlimmer. Zuletzt wurde erreicht, dass künftig auch Sparer rasiert werden. In einer wirklich freien Marktwirtschaft, die uns die ganze Zeit propagiert wird (in der wir aber komischerweise nicht leben), müssten wankende Kreditinstitute, die sich am Markt verzockt haben, einfach pleite gehen. So wie ein Unternehmen, das über mehrere Jahre hinweg schlecht gewirtschaftet hat, eben auch in die Insolvenz gehen muss, um sich von kranken Geschäftsbereichen gesund zu stoßen.


2 Gedanken zu “Schäuble: Sparer werden künftig überall enteignet

  1. JaWohL lieber Wendelin…….auf das das Füll-Horn…..herab-regneT…..
    da lassen wir uns von Schäuble nix drein….quasseln…..!
    Denn ICH BIN GöTTliche FÜLLE!!
    Aloha….oha….<3<3<3

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  2. Finde dies einfach zu lustig mit welcher Energie da versucht wird etwas zu retten oder gerade zu biegen welches nicht gerettet werden muss und nicht gerader gebogen werden kann als es schon ist!
    An und für sich recht unterhaltend und ich schaue mir das auch gerne an, jedoch nur als Betrachter und verschwende keine Energie mehr daran.
    Liebe und Freude sind die stärksten Energien da dringt keine Unbill herein…..

    HerzensgruZ
    Wendelin ♂

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