Das Gesetz des Loslassens

am 24.04.2013 auf http://americankabuki.blogspot.de
Übersetzung: Océane

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Es ist einfach zu vergessen, dass Fehlschläge selbstverursacht sind. Ein Freund sandte mir einmal einen Artikel mit dem Titel „Leben nach dem NATO-Prinzip“: Not-attached-to-outcome (engl. nicht aufs Ergebnis fixiert sein). Wenn wir uns in diesem Zustand befinden, lassen wir zu, dass alle Situationen sich von allein entwickeln, ohne Energie in irgendeine Form der Sorge zu investieren, wie es sich entwickeln wird. Wenn wir frei von jeglichen Fixierungen/Anhaftungen sind, scheint der Gedanke an Enttäuschung von selbst zu verfliegen. Vertrauen darin zu haben, dass alles sich genau so entwickeln wird wie es soll, ist der ultimative Schlüssel zum inneren Frieden. „Es bedeutet nicht, dass wir nicht aktiv würden; vielmehr ist unsere Aktivität in Übereinstimmung mit Vertrauen und Loslassen.“ – BK

Das Gesetz des bewussten Loslassens besagt, dass wir, um etwas zu manifestieren, unsere Anhaftung an eine Sache loslassen müssen und die Sorge darum, wie sie zustandekommen wird. Dieses Gesetz ermöglicht es uns, frei von bestimmten Ergebnissen zu sein und von der Art und Weise, wie sie zustande kommen werden; so können sich auf unserem Lebensweg die richtigen und perfekten Lösungen entfalten. Das Gesetz des bewussten Loslassens hilft uns aus der Position des Handelns in Unsicherheit heraus hin zum Handeln in Vertrauen. Göttliche Weisheit und Gnade erwachsen aus der friedvollen Hingabe an die Ungewissheit.

Anhaftung/Festhalten an Ergebnissen, Menschen und an der Kontrolle anderer bringt uns in einen Raum der Angst, Unsicherheit, des Zweifels und anderer negativer Gefühlszustände. Diese Zustände ziehen das Gegenteil dessen an, was wir uns wünschen. Anhaftung ist eine schwere Energie, die das, was wir wollen, davon abhält, uns zu erreichen. Anhaftung lässt uns den Zustand des Friedens, der Weisheit und des Vertrauens verlassen, welche notwendig sind, um uns auf das Gesetz des Loslassens auszurichten und unsere Wünsche wahr werden zu lassen.

Sich dafür zu entscheiden, an etwas festzuhalten, lässt uns die Situationen und andere Menschen kontrollieren, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Wenn wir versuchen, uns auf Dinge oder andere Menschen zu stützen, um etwas geschehen zu lassen, dann verlassen wir die Zentrierung im Göttlichen und in der Balance und gleiten ab ins Ego. Wir beharren darauf, ein bestimmtes Ergebnis zu brauchen. Bedürftigkeit ist eine dichte, schwere Energie, der es an Vertrauen mangelt und die von einem Zustand der Verzweiflung und Oberflächlichkeit stammt. Wenn wir aus diesem Zustand kommen, versuchen wir, Lösungen zu erzwingen, die nicht in Einklang mit unserem Wahren Selbst stehen. Wenn wir uns auf ein Ergebnis fixieren, ziehen wir nur noch mehr von dem an, was wir nicht wollen, denn hierauf ist unser begrenzter, geängstigter Geist ausgerichtet – auf das „nicht Haben“.

Was wir manifestieren möchten, liegt im Bereich der Ungewissheit. Aus der Anhaftung herauszutreten und Frieden in der Ungewissheit zu finden, gibt uns die Stärke, die Entfaltung des Ergebnisses zuzulassen, ohne dass wir dabei im Weg stehen.

Arbeite mit zielgerichteter Absicht, um die Anhaftung an Ergebnisse loszulassen. Alles was wir uns wünschen kann durch dieses Gesetz erreicht werden. Wenn sich das Loslassen auf den bedingungslosen Glauben an die Ausrichtung des Höheren Selbst mit dem Schöpfer gründet, dann bringt es rasche Ergebnisse in einer Weise zustande, die wir zuvor vielleicht als unmöglich erachtet hatten. Wir richten uns dadurch auf grenzenlose Möglichkeiten aus, die manche als Wunder bezeichnen mögen. Manifestieren wird mühelos, wenn wir loslassen. In diesem Loslassen erkennen wir, dass die Gnade des Schöpfers uns jederzeit zur Verfügung steht, wenn wir aus Ego und Anhaftung heraustreten können. Das Universum versagt uns niemals etwas, wir empfangen nur auf unsere eigene Weise. Wenn wir darauf vertrauen, dass hinter allem ein höherer Plan waltet, dann ist alles unter Kontrolle.

Das Gesetz des bewussten Loslassens  beschleunigt alle Bereiche unserer Entwicklung. Wenn wir in Einklang mit diesem Gesetz leben, haben wir nicht das Bedürfnis, Lösungen zu erzwingen. Wir verstehen, dass sich mit fokussierter Absicht, Geduld und Vertrauen die richtigen Lösungen von selbst ergeben. Es ist nicht so, dass wir nicht aktiv würden; vielmehr ist unsere Aktivität in Übereinstimmung mit Vertrauen und Loslassen.

ÜBUNGEN:

  1. Werde dir bewusst, in welchen Bereichen deines Lebens du auf Ergebnisse fixiert bist. Schreibe sie auf. Betrachte deine Verhaltensweisen, durch welche du an der Fixierung festhältst.
  1. Visualisiere dich selbst in einem schönen Garten. Nimm die schönen Farben, Düfte und die nährenden Energien wahr. Du findest eine bequeme Bank und lässt dich darauf nieder. Ein Bach fließt an dieser Bank vorbei. Er ist einige Meter breit. Du empfindest die Energie dieses Gartens und des Baches als heilig. Atme mehrmals tief ein und zentriere dich in deinem Höheren Selbst. Betrachte dich selbst, wie du von Frieden erfüllt in deinem Höheren Selbst zentriert bist. Mache dir bewusst, was du in deinem Leben zu kontrollieren versuchst, wo du Dinge erzwingst und wo du auf etwas fixiert bist. Setze diese Anhaftungen im Geiste in den Bach und schau zu, wie das Wasser sie davonträgt. Lausche dem Geräusch der sich kräuselnden Wellen. Stimme dich auf ihren natürlichen Fluss ein. Nimm diesen Fluss in dein Sein auf, und lass ihn dich beruhigen und trösten. Atme diese Zentriertheit in dein Körpergefühl. Dann öffne langsam deine Augen und mach dir bewusst, dass du jederzeit hierher zurückkehren kannst, um alle deine Anhaftungen loszulassen.

AFFIRMATIONEN:

  • Ich bin frei und im Frieden mit der Ungewissheit des Loslassens.
  • Ich lasse die grenzenlosen Möglichkeiten sich mühelos in meinem Leben entfalten.
  • Alles im Universum ist unter Kontrolle, und ich bin erfüllt von Vertrauen und Frieden.