Zeitreflektionen …

am 14.06.2013 von Steven Black auf The Information Space

In diesen Tagen erlebe ich eine ziemlich interessante Sache. Ihr kennt das, man hat nichts zu lesen da, was macht der/die lesehungrige Mann/Frau von heute dann? Richtig, man schaut in seinen abgelegten und bereits durchgelesenen Werken nach, was eventuell nochmal interessant sein könnte. Na ja, ehrlich gesagt, interessant sind nur sehr wenige geblieben, nachdem man sie einmal durch hatte, noch schwieriger ist es, diese nach dem zweiten Mal lesen weiter interessant zu finden.  

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Man entwickelt sich ja weiter, jedenfalls hoffe ich daß, liegen also beträchtliche Abstände zwischen ersten und zweiten Mal lesen vor, wird die Lektüre oft als “alter Hut” empfunden. Kommt natürlich immer auf die Lektüre und den jeweiligen Menschen an. Ich bin ja ein großer Freund des Individuums, die Einzigartigkeit eines JEDEN von uns Menschen und dies in anderen zu sehen, betrachte ich als eine wunderbare Sache.

Meine “Favoriten” sind wohlbekannt und meist Geisteswissenschaftlicher und spiritueller Natur, natürlich nicht nur, ich lese auch “Action Page Turner” mit derselben Inbrunst. Kommt ganz auf meine innere Verfassung und auf die jeweilige Phase an, in der – und durch die ich jeweils wandere.

Während dem lesen eines esoterisch – spirituellen Buches aus den ‘90 er Jahren, fiel mir auf, daß die Natur des Inhaltes, die mir einst als eine aufregende und erstaunlich faszinierende Angelegenheit erschien, noch gut im Gedächtnis haftete.

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Aber während ich damals, beim ersten Lesevorgang einen extrem starken Input bekam, der meinen Verstand in andere Sphären katapultieren sollte und worüber ich mich seitdem stets fragen sollte: “Kann DAS wirklich war sein?”

Nun war es jedoch so, daß ich die inhaltliche Informationsvermittlung keineswegs mehr Staunenswert erlebte, sondern vielmehr hat eine innere Gewissheit mitgelesen.

Ihr werdet nun vielleicht einwenden: “Ja, eh klar, was hast du denn erwartet? Du kennst es ja schon und damit ist auch der Inhalt nicht mehr neu!”

Jahaaaaa, aber DAS meinte ich nicht, daß ist schon klar. Worauf ich hinaus will ist was völlig anderes, nämlich die, zumindest für mich schöne Einsicht, daß mir der ganze spirituelle, geistige Zusammenhang SELBST klar war, es war kein nachvollziehen, sondern teilweise musste ich schon ungeduldig nicken, weil ich genau wusste wovon die Rede ist. Ich spreche davon, daß ich im Prinzip jetzt dasselbe schreiben könnte .. es war etwas ganz anderes als einen vergangenen Inhalt aufzurufen oder nachzuplappern .. d.h. daß ich den spirituellen – geistigen Zusammenhang von einer inneren, wissenden Ebene bestätigen konnte. Unter anderem merkte ich dies daran, daß ich gewisse für mich falsche Erkenntnisse unterm lesen gedanklich ausgebessert/verbessert habe.

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Klingt wichtig, isses aber gar nicht, sondern bloß ne Bestätigung für mich, daß wirklich eine Art Entwicklung vor sich geht. Im Grunde gibts nichts Neues unter der Sonne, wir erinnern uns nur immer mehr daran, an daß was wir bewusst vergessen hatten.

Manchmal braucht der Mensch Bestätigungen, ist halt so, da bin ich keine Ausnahme. Hab zwar keine gesucht, aber war schön daß sie auftauchte ..

Einige zuvor Aufstiegsbegeisterte Leute denken ja inzwischen, es gäbe kaum eine Entwicklung. DAS ist aber nicht wahr, es dauert alles nur soooooo lange und wir alle dürften diese Aufstiegsgeschichte völlig falsch verstanden haben.

Und daß sich 2012 etwas getan hat ist auch kaum abstreitbar, grade heute wieder, als ich einen alten Freund wiedertraf, kamen wir auf die Tatsache zu sprechen daß sich im HERZEN etwas verändert hat. Viel mehr Menschen als vorher, versuchen nun anders und freundlicher miteinander zu agieren, selbst der Türke an meiner Ecke hat sich positiv verändert. Noch letztes Jahr um die Zeit hätte ich das nicht für möglich gehalten .. und überhaupt scheint sich grade zur Zeit einiges zu bewegen.

Unsere Illusion von Zeitwahrnehmung ist es geschuldet daß diese “Dinge”, in dieser verdichteten Ebene solange benötigen. Im Rückblick betrachtet sollte es uns zum lachen bringen daß wir je auf die Idee angesprungen sind, es könnte sowas wie eine kollektive “Hüpf-Spring Orgie” geben, schwupps, und alle werden weggebeamt ..

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Desillusionierung ist eine konstruktive Sache, wenn sie auch manchmal schmerzen mag, niemand ist davor gefeit. Also Popo zusammenkneifen, weiter geht’s ..

Für mich persönlich jedenfalls gibts keinerlei Alternative dazu, ich widme mich diesen Dingen, weil es eine Verbesserung meines Selbstausdrucks und ein mehr an LebensSINN zutage fördert.

Dabei geht’s mir jedoch auch nicht viel anders als allen anderen, die über die “resistenten Normalos” jammern. Okay, womöglich jammere ich weniger laut, aber innerlich stöhne ich mindestens so oft und wahrscheinlich nicht viel leiser, wenn ich an Bushaltestellen vorrübergehe und beobachten muss wie die Leute, jeder für sich mit einem gelangweilten Blick, aber dennoch jeden aufmerksam musternd vor sich hin schweigen. Ich kann sowas nicht, es gehört wie zu meiner Natur, daß ich immer schon mit “Gott und der Welt” und also grundsätzlich mit allen Menschen ins Gespräch gekommen bin. Alt oder jung ist mir dabei sowas von gleich-gültig, dabei lernt man vor allem eines, wie dankbar und erfreut ALLE Menschen darauf reagieren. JEDER will “gesehen” werden ..

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Inzwischen bin ich wenigstens “geheilt” davon, jeden aufzuklären oder aufwecken zu wollen. Ich schätze, diese Phase dürfte jeder gehabt haben, der in dieselbe Richtung marschiert. Es ist kein Problem mit den Menschen in “Oberflächlerisch” zu kommunizieren, das ist ja nix fremdes, kennt man ja, es mag zwar keine Freude machen aber Zwischenmenschliche Kontakte können ebenso gut übers Wetter, die Uhrzeit, oder was weiß ich, grundsätzlich alles ablaufen und über die Bühne gehen, jeder Unsinn darf dafür herhalten. Ein freundliches Wort kann überall angebracht werden – und was könnte spiritueller sein?

Okay, ich wäre nicht ich, würde ich beim Thema Fernsehen nicht “halte ich für ne Verblödungsdroge” sagen, das geflissentliche Ausblenden von dabei hochzuckenden Augenbrauen ist  mir längst schon in Fleisch und Blut übergegangen. Allerdings reagieren immer weniger Leute so, manche fragen auch nach wie ich dies meine .. großer Fehler, he he  ..

Die Menschen sind ja alle nicht gleich, ein wenig Flexibilität vorausgesetzt, kann man sie aber von dort “abholen” wo sie grade sind. Dazu muss man aber auch aufgelegt und gelaunt sein. Alleine deswegen schon, weil die Menschen verschieden darin sind, wie sie ihre Wirklichkeit wahrnehmen und verstehen isses wahre Ironie, jemals anzunehmen, kollektiver Aufstieg wäre möglich. Überhaupt dieser Wort ist schon NICHT dienlich, wohin denn auf-steigen, klingt anstrengend .. und ich mag Berge ja gar nicht ..

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Jeder hat doch seine Version von betonierter Vorstellung von Realität, die muss zuerst langsam und Schritt für Schritt eingerissen werden, denn nur so, in kleineren Häppchen können wir uns anpassen, irgendwann ist man dann soweit zu erkennen, wie “flüssig” im Grunde Wirklichkeitsbildung ist.

Man hatte uns ja gründlich “beigebracht”, sprich indoktriniert, wie fest und obligatorisch, ja unnachgiebig die Faktizität des Lebens wäre. Im Grunde hat man uns mit “Glauben” gefüttert, und was man glaubt, daß ist erst mal unverrückbar.

Es braucht etwas Zeit um diese Denk-und Verstehstarre, diese künstliche Konstruktion im Kopf zu ändern. Zuerst zweifelt man, dann beginnt man zu untersuchen und sucht und sucht, sucht, sucht einige Zeit, und siehe da, man findet auch  ..

Für manche Menschen bedeutet dieses finden, ein Ende der Suche. Was schade ist, weil man oftmals dazu geneigt ist, daß, was man gefunden hat als die einzige Wahrheit zu betrachten. Aber wie wir lernten gibt es sowas nicht, wie DIE eine unumstößliche Wahrheit, nur eine persönliche, die für dich selbst gültige Wahrheit. Und die verändert sich laufend mit unserer jeweiligen Perspektive, dem Blickwinkel aus dem wir das Leben und die Dinge beobachten. Dies schafft den Kontext ..

Also wäre es vielleicht “gesünder”, ein ewiger Suchender zu bleiben? Keine Ahnung, weiß ich erst – ja, wann eigentlich? Mal sehen .. vielleicht wenn ich GOTT treffe und IHN fragen kann? Hoffentlich nicht, weil ich nicht daran glaube Gott je zu treffen.

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Ich glaube ja nicht mal an einen Gott, als ein allmächtiges, persönliches Überwesen. Dieses Gottwörtchen verwende ich allein um die Begrifflichkeit einer größeren, umfassenderen und möglichen Wirklichkeit zu erklären. Denn DAS verstehen die Menschen leichter als wenn du allumfassendes, göttlich-energetisches Bewusstsein sagst. Ich mag keine verwirrten Gesichter, da muss schon jeder selbst draufkommen, was es mit Gott oder nicht Gott für eine Bewandtnis hat – und wer sagt, daß ich Recht habe?

Na ja, ich sag das, aber egal .. Smiley mit herausgestreckter Zunge ist nicht wirklich wichtig. Wenn jemand das Göttliche personalisieren mag, dann ist daß SEINE nicht meine Angelegenheit, geht mich nix an. 

Und WAS IST in diesen Tagen wirklich wichtig? Eigentlich nicht sehr viel, im Grunde nur zwei Dinge, zumindest aus meiner persönlichen Warte gesehen, nämlich soviel von sich selbst kennenzulernen und zu verstehen wie nur irgend möglich. Wirkliche Selbstentdeckung wird niemals uninteressant, man wird immer mehr entdecken ..  

Und das andere ist nicht wegzuschauen, wenn man helfen kann. Mag sein, es klingt “altmodisch”, aber älteren Mitmenschen einen Sitz anzubieten, in diversen öffentlichen Verkehrsmitteln kann jeder machen. So man überhaupt damit rumdüst .. 

Es gibt vermutlich tausende Beispiele dazu, Einkaufstaschen tragen, übern Zebrastreifen helfen, etc. etc. – da bin ich mir nicht zu schön dafür. Wer hinschaut sieht auch ..

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Was ist der Grund, warum manche Leute hinsehen, aber keinen Finger rühren?

Sicher bin ich mir zwar nicht, aber meine Vermutung ist das “verhaftete Ego”. Diesen Geisteszustand halte ich übrigens auch für “verantwortlich”, daß sich einige Menschen bloß anschweigen. Wer nur im Ego haftet ist in Angst gefangen, er durchdenkt jede irrwitzige Vermutung was die anderen Leute denken oder sagen könnten, wenn er jetzt etwas tut oder sagt. Also tut er gar nichts und sagt auch nichts ..

Was aber trotzdem kein Grund ist das Ego zum Feind zu erklären, was man “töten” müsste. Es ist doch genauso TEIL unseres SELBST und man kann darüber hinauswachsen, dennoch hatte es durchaus seine Berechtigung als strategische “Überlebensdenkmaschine”, in den vergangenen Zeiten. JETZT aber isses womöglich nur mehr schädlich .. denn wirkliche Überlebenskämpfe existieren kaum mehr. Zumindest hier, in unseren Breiten, der westlichen, sogenannten Wohlstandsgesellschaft.

Meine Erfahrung ist, verschwindet die Angst, verschwinden auch sämtliche Ego-ismen. Es gibt mittlerweile auch spürbar weniger Angst, merkt ihr das? Vielleicht täusche ich mich ja, aber dieses weniger halte ich für den Ausschlaggebenden Grund, für eine sich zwar nur langsam öffnende, aber immer öfters freundlichere Art miteinander umzugehen. Nicht bei allen, aber bei einigen bemerke ich das ..

Und DAS erfüllt mich mit Optimismus und Zuversicht, daß manches sich ja doch ändern kann. Euch ALLEN ein schönes Wochenende .. 

infospace


2 Gedanken zu “Zeitreflektionen …

  1. Danke ihr lieben=)
    ES gibt soviel WahrHeiten–wie BewusstSEINE—-!
    diese WahrHeiten spiegeln die Realität oder Illusion….wie man ES nennen mag–
    in der man lebt/leben will/kann……?!
    das schöne daran ist….ALLES kann-nichts muss—=))))
    Für jeden Bedarf an ERLEBEN….ist gesorgt….damit jede SEELe sich SELBST…
    zur richtigen Zeit–finden/ERkennen….kann!
    in diesen GROSSEN GANZEN–wo jeder ein Teil ist–ein dementsprechendes
    Spielfeld ist als Resonanz geboten…bis man dieses fertig-gespielt hat….
    jo dann sucht man automatisch…..ein anderes Spiel——–hmm ja Angst hindert..
    NEUES zu wollen…um-zu-setzen…in jeden Bereich….da sollte jeder reinspüren…
    was einen im Leben wichtig IST——-
    alles liebe<3<3<3

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