Es ist nicht das Wissen …

am 23.06.2013 durch Steven Black auf The Information Space

Wer sich schon mal so gefühlt hat, als käme er von einem anderen Stern, weil er die Menschen in seinem Umfeld nicht verstehen und überhaupt nicht begreifen kann, wie man tagtäglich so viel oberflächliches Zeug reden und auch noch zufrieden damit sein kann, wird möglicherweise irgendwann die Entdeckung machen, daß er tatsächlich von einem anderen Stern ist.

DAS ist jetzt nichts, was man einfach so annehmen müsste, aber ich für meinen Teil bin mir dessen langsam sicher. Es würde auch so vieles erklären ..

Ich könnte nicht mal Ansatzweise erschöpfend beschreiben, wie sehr ich mich lange Jahre wirklich FREMD fühlte, absolut NICHT von dieser Welt. Mit Staunen musste ich beobachten, daß dies nicht für jeden zutrifft, tatsächlich bin ich dadurch, weils ichs begreifen wollte, was mich von anderen unterscheidet, zu einem ganz guten Beobachter von menschlichem Verhalten geworden.

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Dadurch hab ich vor allem eines verstanden, mich gibts nicht so oft und die Unterschiede zum “Durchschnittstypen” sind manchmal eigentlich beträchtlich ..

So manchen würde so ein Ergebnis vielleicht stolz auf seine Einzigartigkeit machen, mich aber hat es nur in dem Glaubenssatz bestärkt, daß irgendwas mit MIR furchtbar falsch sein muss. Tja, viele Dinge sieht man nicht, weil man genau drauf steht ..

Und ich hab überall danach gesucht, was denn daß bloß sein könnte. So kam ich zur Psychologie, nur um irgendwann zu entdecken, daß deren Theorien offensichtlich noch viel verrückter waren, als ich hätte je sein können.

HEUTE jedoch ist daß nicht mehr so, heute weiß ich natürlich, das mich nur die mangelnde Sensibilität meines Umfeldes befremdet und verwirrt hat. Es hat mich mindestens 15 Jahre Aufarbeitung gekostet, um damit und mit mir selbst, im reinen zu sein. Und weit mehr noch, fühle ich mich heute am richtigen Ort, der richtigen Zeit – und überhaupt vollkommen richtig.

Wir alle sind auf der Suche nach Wissen, denn Wissen befreit von Ignoranz, Irrtum und Dünkelhaftigkeit, Wissen kann wirklich vieles in uns “erleuchten”, will sagen, verständlich machen – nur eines kann es NICHT:

Es kann uns nichts darüber vermitteln, wer wir wirklich sind!

Beziehungsweise, nur sehr wenig, wir können alle möglichen, unmöglichen, glaublichen – unglaublichen Theorien und Informationen dazu nutzen, erst  mal eine Idee dazu zu bekommen, wer oder was wir sein könnten, um den eigenen Horizont zu erweitern. Was uns durchaus hilft, um überhaupt zu erkennen, daß wir viel mehr sind als uns weisgemacht und eingeredet wird.

Doch das erkennen wer du bist, läuft nur über Selbsterforschung und ist im Grunde ein langer, sehr langer Prozess, der auch Heilung notwendig macht. Es ist ein Wahnsinn durch was man alles durch muss, all die Systemrelevanten Märchen und Scheinidentitäten abstreifen, die Zig-Trillionen von negativen Glaubenssätze annullieren(was eh fast unmöglich ist), bis man endlich mal nur in die NÄHE davon kommt, wer oder was man sein könnte. Dabei stellt sich vor allem heraus, daß das meiste wovon man glaubte zu sein, im Grunde nichts weiter als eine Idee, eine bloße Behauptung war.

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Und dann stehst du da, wie ein Ochs am Berg und kannst es einfach nicht glauben! So gut wie alles, was du mal geglaubt hast, ist einfach nur “FUBSI”, (furchtbar blöder Scheixx).

Da watet man erstmal durch Untiefen an Schuldgefühlen, Selbstvorwürfen, Scham und hastenochnichtgesehen, alles in dreifacher Ausfertigung.

Ein Sog innerer Leere will dich eventuell auch noch zu Boden ziehen, aber dann hat man es fast schon geschafft – ALLES Raus, was keine Miete bezahlt! Diese Leere ermöglicht einem dann, sie neu mit Inhalten zu füllen   und DANN kommt’s ganz auf dich drauf an:

“Welches Schweindl hättest du denn gerne?”

Es ist der Vorteil unserer holographischen Realität, daß man sein ganz persönliches Paradigma an Illusion wählen und aussuchen kann. DAS würde man dann als Selbstverantwortliches handeln einordnen. Wobei einem klar sein sollte, daß man einige Illusionen immer mit anderen Menschen teilt und vereinbart.

Transformation kann aber auch sehr einfach sein, bei einigen Menschen kommt’s halt ganz drauf an, wie tief man bereit ist zu gehen. Und wir alle sind sehr verschieden, aber dennoch gleich, wir sind die SelbstAusdrücke des EINEN Wesens. Ich bin DU und Du bist ICH. Ist nur eine Frage der Perspektive .. genau wie die Illusion unserer Wirklichkeit, durch die jeweilige Perspektive und wie Ernst ich sie nehme bestimmt wird.

Ein Gefühl von nach Hause kommen ist es, wenn man irgendwann beginnt wieder zu fühlen und sein Herz zu entdecken. Neuerdings wird uns ja viel über das menschliche Herz erzählt, sogar die Wissenschaft, ansonsten eher mit einem Tunnelblick behaftet, beginnt sich immer mehr für diese Aspekte zu interessieren – und daran alleine sieht man schon, daß über ALLEN Ebenen des MenschSeins diese Informationen ausgegossen wurden und nun zur Verfügung stehen.

Nicht das Organische, sondern das energetische Herz ist die QUELLE unserer Kraft. Es verbindet uns mit dem DaSein an sich, sowie allen möglichen Dimensionen, Aspekten, und mit unserem innersten KERN.

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“Das energetische Herz ist die Quelle von Tugenden, die mit Bezeichnungen wie Mitgefühl und Anerkennung verbunden sind. Das sind äußerliche Bezeichnungen der mächtigen Frequenzen des Herzens, welche die Essenz einer Person definieren. Die Tugenden des Herzens sind die energetischen Quellen, sowohl der Wahrnehmung als auch des Ausdrucks der unsterblichen Seele, die die menschliche Persönlichkeit innerhalb der Welt der Formen bewohnt.

Das Selbst ist im energetischen Herzen enthalten und es bewegt sich von den Herz Tugenden als Plattform in alle materiellen, sowie nicht materiellen Dimensionen. Die Herz Tugenden bestehen aus Anerkennung, Demut, Mut, Mitgefühl, Verstehen und Vergebung. Es gibt viele andere Schattierungen, aber dies sind die wesentlichsten Tugenden oder Schwingungen, welche die Basisstruktur des energetischen Herzens schaffen und von diesem Bereich aus das Selbst, oder die Seele arbeiten.”

Ja, die Anerkennung und Akzeptanz des eigenen Selbst und das Mitgefühl für Andere, dies war in meiner Jugendzeit, wo die US Propaganda auf Hochtouren lief und jeder gefälligst “Cool” zu sein hatte, so gut wie nicht vorhanden. Wer dennoch freundlich und hilfsbereit war, wurde als “Weichei” und “Lutscher” tituliert, sowas wollte man ja von sich lieber nicht hören. Als Konsequenz davon gab es Mengen über Mengen von Schauspielern, die sich anders verhielten als sie wirklich waren.

Man würde sich ja am liebsten Pausenlos auf den Kopf schlagen, was man für Umwege und Irrwege ging. Was für eine Vergeudung von Energie und Zeit, ach ja, und Geld sowieso. Was für ne Verschwendung .. Musste das denn wirklich alles sein? Offensichtlich ja, sonst wärs doch nicht so gelaufen ..

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Mitten hindurch scheint vielleicht nicht der einzige Weg zu sich selbst sein, aber möglicherweise der schnellste. Und ich für meinen Teil bin meinen inneren “Schmähführern” unendlich dankbar, daß sie mich dieses Labyrinth haben halbwegs fit überleben lassen. Eine ganze Palette innerer Schauspieler nahmen es auf sich, mir zu erlauben Rollen zu spielen, für die ich eigentlich nicht geeignet war, aber die mich das prima hinkriegen ließen. 

Aber ich will mich gar nicht beschweren, es war der Sinn des menschlichen Experiments, alles zu vergessen. Was aus heutigem Blickpunkt wirkt, wie eine selten dämliche Idee und als ob man von Piraten entführt worden wäre, unfreiwillig zu unbekanntem Dienst akquiriert, ist natürlich meine eigene, freiwillige Entscheidung und die jedes anderem gewesen, dabei mitzumachen.  

Stimmt das aber auch, oder ist ein nur ein neuer Glaubenssatz? Keine Ahnung, aber ich glaube schon daß es stimmt, ich hab jedenfalls schon viel dümmeres gehört, mir erscheint das zwingend stimmig. Ich spüre den Klang von Resonanz in dieser Behauptung ..

Das die Rückerinnerung so schwer ist, beweist nur, wie gründlich diese Erfahrung und wie total das vergessen ist. Im Grunde haben wir verstecken mit uns selbst gespielt ..  

Ob man wirklich sich selbst gefunden hat, und nicht etwa eine neue Unterpersönlichkeit füttert, kann man deutlich und unter anderem daran merken, daß man jeder Form von Künstlichkeit eine Absage zu erteilen beginnt. Der authentische Selbstausdruck wird sich sukzessive steigern und wächst, einhergehend mit der persönlichen Entwicklung, jede Art der Berechnung wird verschwinden, um der Echtheit von Gefühlen zu weichen. Man wird versuchen seinen inneren Kern, immer mehr und stärker nach außen zu bringen.

Das wird natürlich nicht von heute auf Morgen passieren, sondern ist eher eine Straße, deren Weg man konsequent entlang geht. Mehr oder weniger unbekanntes Terrain .. 

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Egal wie viel Wissen man angesammelt oder inhaliert hat, wie nützlich und praktisch es sein mag, zum innersten Kern dringt man nicht durch den Verstand vor, dem vorrangig alles Wissen dient, sondern durch die Gefühle und Emotionen, die gelenkt werden durch die Domäne des Emotionalkörpers.

Echtheit wird hauptsächlich durch Gefühle ausgedrückt, erst zweitrangig durch Gedanken und Worte. Wir sind Meister der Worte und der Verdrängung von Gefühlen geworden, ich will’s gar nicht wissen, wie viel sich in den diversen Feldern so staut, in ALLEN, den kollektiven und persönlichen Energiekörperfeldern, den wären sie gelöst und frei von Blockierungen, gäbe es auch keine Kriege mehr.  

Gefühle und Verletzlichkeit zu offenbaren erfordert Mut, aber ich glaube, wenn man es macht, definiert man die innere Stärke. Und will man wirklich heil werden, bleibt einem gar nichts anderes übrig. Und das mag auch nicht jedermanns Sache sein, womöglich nur geeignet für Hardcore Fetischisten ..

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Der Emotionalkörper wird ja mit dem Hirnstamm und dem von ihm umschlossenen “Limbischen System” assoziiert, weil diverse wissenschaftlichen Tests, dort ihre Lämpchen aufglühen sahen – was allerdings nichts darüber aussagt, wo die wirklichen Bewegungen ablaufen.

Es verdeutlicht nur die neuronale, physisch-organische und Signalübermittelnde Entsprechung, die mit dem feinstofflichen Emotionalkörper verbunden ist.

Die übliche Behauptung dazu lautet:

Evolutionsgeschichtlich entwickelte sich das Limbische System in der Phase der Entwicklung der Säugetiere. Dem entspricht, dass es Impulse reguliert, die mit der sozialen Natur von Tieren, also mit elementaren Gefühlsregungen wie Sorge um den Nachwuchs, Angst, Liebe, Lust, usw. zu tun haben.

Die daraus folgende Schlussfolgerung – weil dies eher instinktive, primitive Impulse wären, ist der Mentalkörper wichtiger, besser, schöner, genialer und bla, bla. bla …

Von der Wissenschaft und ihren Protagonisten wird der Emotionalkörper nicht wirklich wichtig genommen, wir sehen das auch an der Kopflastigkeit unserer Gesellschaft. Tatsächlich aber rangiert der emotionale Teil VOR dem mentalen, der Mentalkörper ist drauf aufgebaut und sollte ihn unterstützen. BEIDE sind gleich-wertig und wichtig, stattdessen sehen wir eine Art von Trennung der Strukturen. Äußerst “Unrund” das Ganze ..  

Wohin es im Extremfall führt, den mentalen Anteil als primär zu betrachten, kann man an den sogenannten “Grauen” sehen. Riesige Birnen, keine Gefühle mehr .. wohingegen einleuchtet, daß ebenso ein Ungleichgewicht existiert, würde man sich nur mit dem Emotionalkörper bewegen.

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Das “größere Bild” unseres Selbstausdruckes sollte jedoch den Emotionalkörper beinhalten und zwar in konstruktiver Art und Weise, im Gegensatz dazu, missbrauchen ihn die “Werbungsfritzen”, um uns ihre diversen Kauf-und Konsumangebote aufs Auge zu drücken und um uns grundsätzlich zu manipulieren ..

Der Emotionalkörper hat gefühltes Wissen, daß dem gedachten Wissen voraus und auch schneller ist. Zumindest ich für meinen Teil, möchte eine harmonische Verteilung beider Systeme erreichen, weil eine innige Verbindung von Herz und Verstand, mit meiner Vorstellung von Ganzheit korrespondiert. Ob daß wirklich so ist, werde ich dann vermutlich schon feststellen … Dancing the Streets to Nowhere …  Zwinkerndes Smiley

Quellennachweis:

 http://www.wingmakers.com/downloads/ArtoftheGenuinegerman.pdf

http://www2.uni-wuppertal.de/FB4/anglistik/multhaup/brain_language_learning/html/brain_macrostructures/2_drei%20etagen_txt.html#


2 Gedanken zu “Es ist nicht das Wissen …

  1. Liebe ist eine Wahrheit, und die Übersetzung von Liebe in unsere physische Dimension hinein ist nicht Anziehung/Affinität. Liebe wird als Wissen und als Wertschätzung und als echte Würdigung übersetzt, die durch Annehmen geäußert wird. Insofern ist die tatsächliche Kenntnis unserer Selbst sowie des anderen Individuums signifikant, sowie das Äußern des Annehmens was Wertschätzung generiert. Das ist die echte Äußerung von Liebe.

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  2. Lieber Steven,
    ich genieße immer wieder deine Beiträge zu lesen, aber mit diesen hast Du mir direkt ….und noch tiefer …..aus dem Herzen geschrieben. ;-))) ich liebe es (wer es erlebt hat, versteht das…)
    Lg
    Dana

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