Deutschland ist gleich Sklavenland

am 25.06.2013 auf Alles Schall und Rauch

Wenn man die deutschen Medien verfolgt dann beobachtet man wie ein Skandal über die Ausbeutung von Leiharbeitern nach dem anderen abläuft. Der neueste ist die Berichterstattung über die unmenschlichen Bedingungen in den deutschen Schlachthäusern, wo Leiharbeiter aus Bulgarien und Rumänien zu Hungerlöhnen von 3 Euro die Stunde schuften. Sie werden von Schleppern mit dem Versprechen über einen Monatsverdienst von 1’200 Euro nach Deutschland gelockt, in überfüllten Massenlagern untergebracht und dann gnadenlos ausgebeutet. Ohne einen Arbeitsvertrag zu erhalten sind sie rechtlos und werden mit 600 bis 700 Euro abgespeist, wenn sie überhaupt jemals Geld sehen. Von Sozialleistung im Krankheitsfall keine Spur. Deutschland ist zu einem Sklavenland verkommen und die Politiker und Wirtschaftsexperten rühmen sich auch noch dafür von wegen Wettbewerbsfähigkeit.

Deutschland ist zum China von Europa geworden, wo die Löhne über die letzten 15 Jahre massiv gesenkt und die Rechte der Arbeitnehmer erheblich eingeschränkt wurden. Dabei kräftig mitgeholfen haben ausgerechnet die Gewerkschaften und die Sozies. Sie haben ihr Klientel komplett verraten. Gibt es überhaupt noch Gewerkschaften in Deutschland? Merken tut man nichts davon und das Parteiprogramm der SPD unterscheidet sich keinen Deut von den Schwarzen und Gelben. Schon lange vorbei sind die Zeiten wo Deutschland die höchsten Löhne und besten Sozialleistungen in Europa hatte.

Ausgerechnet die rot-grüne Regierung von Gerhard Schröder hat nicht nur als erste die deutsche Bundeswehr in einen illegalen Krieg geschickt, den Balkankrieg, sondern auch die schärfsten Einschnitte im Arbeitsmarkt in der Nachkriegszeit durchgezogen. Sie kürzte nicht nur die Sozialleistungen drastisch, sie ermöglichte vor allem neue Formen der Beschäftigung. Eine davon sind die Werksverträge. Sie erlauben es Unternehmen, ganze Arbeitsbereiche auszulagern und an externe Firmen zu vergeben. Diese wiederum offerierten Dumpingpreise, weil sie Leiharbeiter aus dem Osten zu Hungerlöhnen beschäftigen. Damit setzen sie eine Spirale der Sklavenhaltung und Verelendung in Gang.

Die deutschen Politiker zeigen mit dem Finger auf die Südländer und beschimpfen sie mit den Vorwürfen, die Krisenstaaten wären selber für ihre Misere schuld, weil sie zu hohe Löhne haben und deshalb im internationalen Vergleich zu teuer sind. Dabei beruht der „Erfolg“ der deutschen Wirtschaft mit der Agenda 2010 hauptsächlich auf Sklavenarbeit zu Dumpinglöhnen. Die zweifelhafte Auszeichnung der Exportweltmeister zu sein beruht nicht auf Fleiss und Innovation, sondern auf dem Buckel vieler Arbeitnehmer, die zu Hungerlöhnen schuften. Die Südländer sind nicht zu teuer, sondern Deutschland ist zu billig geworden. Die Geiz-ist-geil-Mentalität ist total pervers und unmenschlich.

Diese Lohndrückerrei hat zu einer totalen Verelendung in Deutschland geführt, da die Einkommen immer mehr schrumpfen. Gleichzeitig steigen die Lebenshaltungskosten und die Steuern und Abgaben. Nicht zu verstehen ist deshalb die Aussage die wie eine Mantra ständig widerholt wird, uns geht’s doch gut. Ach ja? Wie blind und taub muss man sein um dieses Sklavendasein auch noch gut zu finden? Ist alleine die Tatsache eine Beschäftigung zu haben von der man gerade so lala existieren kann gut genug? Wie muss man sich selbst belügen wenn man meint, solange man noch bei Aldi und Lidle einkaufen kann geht’s ja noch und nicht in der Suppenküche für Lebensmittelpakete anstehen muss, wie viele es in Deutschland eh schon machen.

Obwohl realistisch und ohne rosarote Brille gesehen der Lebensstandard in Deutschland seit 10 Jahren ständig sinkt, ist die Merkel-Regierung laut verschiedenen Umfragen so beliebt wie noch nie. Da muss man sich an den Kopf greifen. Jetzt kommt mir nicht mit, aber mich hat man nicht gefragt. Dabei lebt in Berlin inzwischen jedes dritte Kind in einer Familie mit Hartz IV, das sind 168’006 arme Kinder. Das geht aus einer am vergangenen Freitag veröffentlichten Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervor.

Dann, die Aussichten für ein junges Ehepaare jemals ein eigenes Häuschen oder eine Wohnung erwerben zu können tendiert immer mehr in Richtung null. Wie wollen sie jemals genug Eigenkapital ersparen, wenn sie gerade so durchkommen? Im europäischen Vergleich hinkt Deutschland seinen Nachbarn beim Wohnen in den eignen vier Wänden deutlich hinterher und ist ein Land der Mieter. Dabei ist eine Immobilie fast der einzige Weg wie der „kleine Mann“ langfristig einen Vermögensaufbau zustande bringt.

Wann wachen die Deutschen endlich auf und verlangen mehr Lohn? Wieso akzeptiert man die Blockade eines Mindestlohns? Wann wird der ausbeuterischen Leiharbeit und das Ankarren von rechtlosen Sklavenarbeitern aus dem Osten ein Ende gesetzt? Mit ihrer Akzeptanz unter Billiglöhnen zu arbeiten schaden die Deutschen nicht nur sich selber sondern die Nachbarländer auch.

Sogar das „Wall Street Journal“ hat neulich Deutschland kritisiert, wegen der Priorität nur auf Exporte und der Vernachlässigung des Binnenmarktes. „Indem sie sich selbst aushungern, hungern die Deutschen auch ihre Nachbarn aus„, stellte das Blatt fest und forderte höhere Löhne für den Mittelstand. Aber nur von Exporten zu leben wird eh nicht mehr lange andauern. Durch den Sparzwang den die Troika den ganzen Krisenländern der Eurozone auferlegt fehlt das Geld deutsche Produkte zu kaufen.

Wer mit dem Existenzkampf beschäftigt ist braucht kein neues deutsches Auto. Was Merkel und Schäuble an Einschränkungen von Südeuropa verlangen ist ein Schuss ins eigene Knie. Das dicke Ende kommt dann nach den Wahlen. Dann wird die Rechnung präsentiert. Aber wählt die CDU/FDP nur wieder und gebt der Mutti noch eine Amtszeit. Man bekommt immer was man verdient. Wie sagte Goethe? „Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.

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2 Gedanken zu “Deutschland ist gleich Sklavenland

  1. Deutschland soll fertig gemacht werden. Das ist seit dem ersten 30 Jährigen Krieg eigentlich offensichtlich. Dann kam der zweite 30 Jährige Krieg von 1914 bis 1945 mit dessen Ende die „Pharaonen“ ihre Posten in Deutschland und in der EU endgültig besetzen konnten. Um Deutschland komplett zu Unterwandern und sich einzuverleiben. Das passiert gerade und die Waffe ist der Euro. Unsere Regierung kann eigentlich nichts mehr machen sie sind schon lange entmachtet. Wir sind ja immer noch Besetzt von den Alleierten! Das machen sich die wenigisten Leute bewusst was das faktisch bedeutet. Sie (be-)sitzen in den MInisterien. Es ist egal wer MInister oder Bundeskanzler ist.

    Ich habe immer mehr das Gefühl das Deutsche etwas ganz besonders sein müssen, wenn man sie so hart angeht? Kann gut sein, ich schätze jedenfalls die deutsche Mentalität, das kreative Potenzial und den Sinn für Qualität.

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