Das Manuskript des Überlebens – Kurzmitteilung und die Geschichte der Fotoaufnahmen

am 20.07.2013 durch Aisha North
Übersetzung: Roswitha

flc3b6wer-of-liveLiebe Freunde!

Die Tage und Nächte hier in den Bergen waren in vielerlei Hinsicht sehr intensiv, doch wie mir die CCs (Ständige Begleiter) mitteilten, sind dies nur die Vorboten dessen, was wir während unserer letzten Woche hier erfahren werden. Ich weiß, dass meine Schwester und ich aus einem ganz besonderen Grund hierher geschickt wurden und ich habe diese Woche viele Mitteilungen bekommen, die mir dies nochmals mehrfach bestätigten. Ein Teil dieser Reise ist von sehr persönlicher Natur, denn es fand eine tiefe Rückkoppelung zu mir selbst, sowie eine tiefgreifende Wiederausrichtung meines höheren Selbsts und meines physischen Körpers, statt. Für mich ist es schwierig, in Worte zu fassen, wie transformativ und verändernd dies weiterhin ist, doch mein Gefühl sagt mir, dass viele von euch derzeit ähnliche Prozesse durchlaufen.

Der andere Aspekt meiner Reise ist, mit den Energien in dieser Gegend hier zu arbeiten. Diese Stelle hat mich während der letzten 15 bis 20 Jahren immer wieder magisch angezogen und ich wusste seit jeher, dass es, außer der atemberaubenden Schönheit der Natur, hier noch etwas gibt, das einen so starken Einfluss auf mich ausübt. Uns wurde früher schon erzählt, dass hier durchaus ein energetischer Mittelpunkt liegt, der seit sehr langer Zeit schlummerte. Die CCs beschrieben es als einen Ort mit riesigem Lichtvorkommen, der unter einer dünnen Kruste von niedrig schwingender Energiedichte gehalten wurde und wir nun, einfach indem wir hier sind und dieses Gebiet mit unseren Füßen betreten, dabei behilflich sind, all’ diese Energien wieder freizusetzen. So kommt es, dass wir jeden Tag zu einer neuen Stelle geschickt werden, um dort manchmal stundenlang umher zu wandern. Es ist wunderschön hier und damit ein herrlicher Ort, um zu arbeiten, doch stellenweise gibt es Plätze, an denen die Energien so konzentriert sind, dass wir uns der Ohnmacht nahe fühlen. Bisher wurden wir noch nicht zur kraftvollsten Gegend geschickt – das steht noch aus – und deshalb weiß ich schon heute, dass wir noch einige bemerkenswerte Marschrouten vor uns haben. Ich füge ein Bild bei, das ich von unserer Kabine aus aufnahm. Vielleicht vermittelt euch das einen kleinen Eindruck von den kraftvollen Energien, in die wir hier eingetaucht sind.

Die „Ständigen Begleiter“ haben mir bestätigt, dass ich keine „Manuskripte des Überlebens“ mehr verfassen werde, bis ich wieder zuhause bin und aus diesem Grund werde ich die kommende Woche mehr, oder weniger „am Netz“ sein. Bis dahin möchte ich euch wissen lassen, dass ihr allesamt ein wichtiger Bestandteil dieser Reise seid und ich danke jedem einzelnen von euch für euren unschätzbaren Beitrag an Licht und Liebe hier in diesem Kreis.

Mit viel Liebe und Dankbarkeit

Aisha

Die Geschichte zu den Fotoaufnahmen” von Aisha North

am 24. Juli 2013
Übersetzung: Roswitha

Liebe Freunde,

Das ist wahrscheinlich die letzte Gelegenheit für mich, eine Nachricht auf meinem Blog zu hinterlassen, bevor ich am Samstag dann spät nach Hause komme. Heute morgen wurde ich sehr früh geweckt, um mit euch die Hintergrundgeschichte zu den Bildern 2, 3 und 4, die ich in in ”A short update from me – part 2” (Kurzmitteilung Teil 2) gepostet hatte, zu teilen. Die Fotos entstanden während unserer Reise in den Bergen und wie uns die CCs wissen ließen, erwies sich das als „Das Ereignis schlechthin“. Weiters ließen sie uns noch wissen, dass es von großer Bedeutung ist, die Hintergründe mit euch zu teilen.

Diese Bilder wurden am See Gjende aufgenommen und es ist der Ort, an den meine Schwester und ich immer wieder gerufen wurden. Wann immer wir diesen Teil von Norwegen besuchten, wurden wir an diesen Ort geführt und jedes Mal fand hier ein sehr eindrückliches Erlebnis statt.
Nach unserem letzten Besuch dort waren wir überzeugt und kamen überein, dass wir nie wieder hierher zurückkommen würden. Das war damals am 21. Juli 2011 und am nächsten hatte ein Terrorist im Zentrum Oslo’s eine Bombe gezündet und anschließend 69 Jugendliche in ihrem Sommercamp auf der Ferieninsel Utøya ermordet. Es war so ein schrecklich unfassbarer Tag und wir knüpften unsere Erinnerungen an diesen Ort sehr stark an dieses unfassbare Ereignis. Wir dachten nicht, dass wir dem Ort und seiner entsetzlichen Katastrophe noch einmal gegenübertreten könnten.

Als wir begriffen hatten, dass wir – sogar während desselben Zeitabschnittes – wieder zurückkommen würden, waren wir uns im Klaren darüber, dass wir uns dem früher oder später einfach stellen mussten. Beim Erwachen am Montag Morgen des 22. Juli wusste ich, dass es für uns nun an der Zeit war. Doch als ich es meiner Schwester mitteilte, wollte sie mich nicht begleiten. Sie war in dieser Nacht durch eine tiefe persönliche Transformation gegangen und sah sich nicht in der Lage überhaupt irgendwohin zu gehen. Also war es beschlossene Sache, dass ich alleine hingehen würde und sie wollte im Jagdhaus – auf der anderen Seite der Berge – zurückbleiben, um von dort aus die Energien zu halten.

Ich packte die Kristalle ein und sprang in mein Auto. Es ist eine etwa halbstündige Fahrt mit dem Auto und anschließend noch ein Fußmarsch – von etwa einer Stunde – bis zu unserem Standpunkt und gewöhnlich ist das ein wunderbarer Ausflug. Doch dieses Mal nicht. Für mich fühlte es sich an, als hätte ich eine riesige Faust im Nacken sitzen, die sich in meinen Rücken bohrte und mich vorantrieb. Außerdem hatte sich noch übers Wochenende das Wetter drastisch verändert – es war heiß, es wehte kaum ein Lüftchen und die Moskitos waren einfach unbarmherzig. Ich erinnere mich noch daran, wie ich dachte: „es muss einen triftigen Grund für diese Reise geben“ und ich fragte mich, was ich wohl tun würde, wenn ich dort angekommen bin. Die Mücken verwehrten mir jede Form der Meditation, oder einer längeren Kontemplation (Innenschau) und so beschloss ich einfach die mitgeführten Kristalle in das Wasser zu tauchen (das war bei Foto Nummer 2.)

Schnell stellte ich fest, dass es nicht ausreichend war, diesen Quarz zum See mitgebracht zu haben, sondern ich musste ihn vielmehr dem Wasser opfern und überlassen. Ich wusste, dass meine Schwester auch Anteil an diesem Prozedere nehmen sollte, also rief ich sie an und teilte ihr mein Vorhaben mit. Sie hatte im Jagdhäuschen meditiert, entsprechend war sie bezüglich meiner Entscheidung kein bisschen überrascht. Ich bat sie, die tibetanische Klangschale, die ich bei ihr belassen hatte, anzustimmen und als sie die Schale zum Klingen brachte, ließ ich den Kristall aus meiner Hand ins Wasser gleiten. Als dieser die Wasseroberfläche durchdrang, brach ich in tiefes Schluchzen aus und meine Schwester ebenfalls. Es dauert einige Zeit, bevor einer von uns wieder sprechen konnte und diese starke emotionale Resonanz riss uns beide in unerwarteter Weise mit sich.

Zu diesem Moment schaute ich auf meine Uhr: es war 11:57 Uhr und wie ich später herausfand, genau der Zeitpunkt an dem der Gedächtnisgottesdienst, für die Opfer des Sprengstoffanschlages und der Schießerei in Utøya, begann. Ein Teil unseres Handelns war die traumatisierten Gefühle dieses schrecklichen Tages zu entlassen, doch wie mir die Ständigen Begleiter mitteilten, war die Freigabe des Kristalls an diesem Ort, an dieses Wasser, so viel mehr. Später erklärten sie es mir so: „Dieser Kristall durchdringt – während er tiefer und tiefer sinkt – Schicht um Schicht die Dunkelheit und sein Licht durchleuchtet jede Ebene“.

Und wie ich in meiner letzten Kurzmitteilung bereits anmerkte, war dies ein Ende und gleichzeitig ein Neubeginn, denn ich weiß, dass dieser Kristall alle verborgenen Schichten der Energien ausleuchtet und befreit, die sich zwischen diesem Ort am Wasser und dem Jagdhaus, das wir derzeit noch bewohnen, befinden. Dieser Quarz hilft all das zu befreien und diese Energie beginnt sich nun auch mit dem Energiegitternetz, welches wir gemeinsam durch unsere Begegnungen und Berührungen weben, zu verknüpfen. Ich denke, viele von euch spüren das bereits und ich weiß, dass ich genau aus diesem Grund dahin geführt wurde, nachdem ich den Kristall an das Wasser übergeben hatte, diese Aufnahmen zu machen und sie mit euch zu teilen.

Ich danke euch allen von ganzem Herzen und ich weiß, dass ich bei diesem machtvollen Ereignis nicht alleine war. Ihr ward alle bei mir und unsere gemeinsame Stärke hat es erst ermöglicht, dieses unerschöpfliche Becken (Reservoir) reiner, ursprünglicher Energie freizusetzen. Wie die Ständigen Begleiter meiner Schwester gegenüber erwähnten: „haben die Berge wieder begonnen sich zu erheben und zu brüllen“ und sie werden ihre Stärke, ihren Elan diesem / unserem Kreis aus Licht und Liebe hinzufügen, um es zu einem immer mächtiger werdende Instrument des Wandels werden zu lassen.

Mit viel Liebe und in ewiger Dankbarkeit von mir, Aisha.

Ich stand rechts auf einem der Felsen, als ich den Kristall ins Wasser gleiten ließ.

Die Fotos befinden sich hier