Unfallopfer und Rettungskräfte begegnen „Engel-Priester“ (aktualisiert)

am 09. August auf grenz|wissenschaft-aktuell
kaputtauto Center (USA) – Die Geschichte klingt wie eine der zahlreichen Großstadtlegenden, in denen einen Bekannter eines Bekannten eines Bekannten von jemandem gerettet worden sein soll, der oder die dann plötzlich spurlos verschwand. Wären da im aktuellen Fall nicht die zahlreichen Zeugen, darunter Feuerwehrmänner. Polizisten und Rettungskräfte sowie das in einem Autowrack eingeklemmte Unfallopfer, die den plötzlich wie aus dem Nichts erschienenen Priester aus direkter Näher gesehen und gehört haben. Genau so unbemerkt wie er gekommen war, ist der von den Medien schon als „Engels-Priester“ bezeichnete Geistliche auch wieder verschwunden.

Der Unfall selbst ereignete sich vergangenen Sonntag auf dem Highway 19 in der Nähe des Städtchens Center im US-Bundesstaat Missouri. Daran beteiligt war auch der von einem Zusammenprall mit einem anderen Fahrzeug schwer beschädigte Mercedes von Katie Lentz, die sich selbst, schwer verletzt, nicht mehr aus den Trümmern ihres Autos befreien konnte. „In 25 Jahren habe ich selten derart schwere Unfälle gesehen und noch nie erlebt, dass jemand aus einem solchen Wrack lebend gerettet werden konnte“, erinnert sich der Deputy Sheriff von Ralls County Richard Adair, der als einer der Erste am Unfallort eingetroffen war.

Während die Feuerwehrmänner und Rettungskräfte darum bemüht waren, die junge Frau aus ihrem Wagen zu befreien, das Gerät aber nicht richtig funktioniert, musste aus einer benachbarten Stadt schwereres Gerät angefordert werden. Zu diesem Zeitpunkt bat Katie ihre Retter, die schon fast eine Stunde versucht hatten sie zu befreien, einen Moment inne zu halten und gemeinsam mit ihr laut zu beten.

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In diesem Moment, so die Zeugen, sei ein katholischer Priester erschienen und das obwohl die Unfallstelle auf einer Entfernung von drei Kilometern vom sonstigen Verkehr abgesperrt worden war, keine Autos passieren konnten und es auch keine unbeteiligten Zuschauer und Gaffer an Ort und Stelle gab.

Gegenüber dem lokalen Nachrichtensender KHQA erinnert sich Adair an die Vorgänge. „Da war plötzlich dieser Priester und er sagte, er wolle zu Katie. Zunächst hatte ich bedenken, dass ein Priester die falsche Botschaft für Katie sein könnte. Schließlich wollten wir sie nicht glauben machen, dass wir keine Hoffnung mehr und selbst nach einem Priester geschickt hätten. Der Priester aber versicherte mir, dass er lediglich die Patientin beruhigen wolle. Also ließ ich ihn zu ihr hin.“

„Er kam auf uns zu, wandte sich an die Patientin und bot ihr an, zu beten“, berichtete auch der Feuerwehrchef Raymond Reed „Es war ein katholischer Priester und er hatte auch Salböl bei sich. Plötzlich überkam sowohl die Patientin als auch uns alle ein Gefühl der Ruhe, das uns allen gut tat.“

„Ich bin mir nicht sicher, wie und was er gesagt hat. Aber ich und andere meiner Kollegen haben deutlich gehört, dass wir Ruhe bewahren sollten und dass unsere Werkzeuge jetzt funktionieren und wir sie aus dem Wagen befreien werden würden.“

In eben diesem Moment trafen die Rettungskollegen aus Hanibal ein und konnten nun mit Hilfe Rettungsspreizern die junge Frau befreien und sie mit einem Hubschrauber in ein nahes Krankenhaus transportieren.

„Unmittelbar danach wollten mehrere unserer Leute dem Priester danken. Doch er war spurlos verschwunden“, so Reed weiter. „Wir haben fieberhaft nach diesem Mann gesucht. (…) Wir würden ihn gerne finden, um ihm zu danken.“

Trotz der Suche nach dem Priester in den Kirchen der Näheren Umgebung und einem öffentlichen Aufruf konnte der Mann bislang nicht ausfindig gemacht werden. Die Diözese von Jefferson County erklärte gegenüber dem Sender, dass man ebenfalls nicht wisse, um welchen Priester es sich handeln könnte. Niemand habe offiziell berichtet, den Unfallort betreut zu haben. Aus Respekt vor der Privatsphäre und dem möglicherweise vorhandenen Wunsch dieses Priesters um Anonymität, werde man aber keine weiteren Untersuchungen durchführen.

Sheriff Deputy Adair beschreibt den Priester als wohl zwischen 60 und 65 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß, olive-farbener Haut (?), mit der traditionellen schwarzen Kleidung und weißem Kragen und einem etwas älter aussehenden Kreuz um den Hals.

An Ort und Stelle wurden von den Beamten während der ganzen Arbeiten rund 80 Fotoaufnahmen gemacht. Jedoch auf keinem der Fotos ist der Priester zu sehen.

KHQA-TV-Beitrag über den „Engel-Priester“

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„Engel-Priester“ wurde identifiziert vom 14.08.2013

Center (USA) – Nachdem ein an einem abgesperrten Unfallort ebenso unbemerkt aufgetauchter wie wieder verschwundener Priester für Mutmaßungen über eine himmlischer Erscheinung gesorgt hatte, hat sich nun ein lokaler Gefängnispfarrer als jener Geistliche offenbart, der sowohl dem Unfallopfer als auch den Rettungshelfern Trost und Beistand gespendet hatte.

Bei dem Priester handelt es sich demnach um Reverend Patrick Dowling, der für die Diözese von Jefferson County arbeitet. Schon zuvor hatte sich der Pfarrer in einem Kommentar zu einem Bericht über den Vorfall auf der katholischen Nachrichtenseite „National Catholic Register“ als der gesuchte Geistliche offenbart – eine Tatsache, die jedoch bis vergangenen Montag niemandem aufgefallen und auch der Diözese bis dahin unbekannt war
Er sei an dem Unfallort vorbeigekommen und habe sich, als dieser weiträumig abgesperrt wurde, noch innerhalb der Absperrung befunden, so Dowling gegenüber den lokalen Nachrichtensender KHQA (s. Video). Daraufhin habe er sein Auto etwas abseits hinter einem größeren Fahrzeug geparkt und nach dem Sheriff gesucht, um zu dem Unfallopfer zu gelangen. Dann habe er mit der 19-Jährigen und den Rettungshelfern gebetet, ihr die Absolution erteilt und sei danach wieder zur Seite getreten bis der Rettungshubschrauber gekommen sei. Mit Abflug des Helikopters habe er den Unfallort unverzüglich verlassen. Tatsächlich habe er einem Rettungshelfer seinen Namen genannt. Offenbar sei diese Information aber in der Hektik nicht weitergeleitet worden.

Warum er auf keinem der rund 80 Fotos vom Unfallort aufgenommenen Fotos zu sehen sei, kann sich der Geistliche selbst auch nicht erklären, unterstreicht aber scherzend, dass er sich ganz sicher nicht versteckt habe.


3 Gedanken zu “Unfallopfer und Rettungskräfte begegnen „Engel-Priester“ (aktualisiert)

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