Muse in der Zeit aus Uns – Das Ego und der Aufstieg

am 21. – 22.10.2013 von Christian S. alias Hirtenjunge Sachsenchris
gefunden auf apis2013

ego1. Teil

Einleitung

Die Überschrift hat es in sich – sie versucht das zentrale Thema unter den „Aufgewachten“ und spirituell nach einem „Mehr“ Suchenden: den s.g. „Aufstieg“ (dessen Begrifflichkeit noch überprüft werden soll) in seinem Spannungsverhältnis zum menschlichen Ego bzw. dem menschlichen Verstand zu umreißen.

Darum drehen sich die nachfolgenden in die Form der Worte gebrachten Gedanken.

Dabei möchte ich nicht eingehen auf die unübersichtlich gewordene Vielfalt an Informationen, Durchgaben, Meinungsbildern und Schulen in der esoterischen Szene und auf dem „spirituellen Markt“. Letztlich findet alles seinen Ausgangspunkt – wie die Speichen in der Nabe – im menschlichen Verstand. Das kann nicht geleugnet werden. Jede Information, welche wir empfangen und deuten, jedes Wort, welches wir weitergeben, geht durch den „Schaltkasten“ unseres Verstandes.

Ist es deshalb – erkenntnistheoretisch gesehen – überhaupt möglich, über etwas zu sprechen, das sich seiner selbst bedienen muss, damit es „besprochen“ werden kann?

In der Tat ein Paradoxon … Ich gehe noch weiter in meinen Vermutungen. „Aufstieg“ (dieser Terminus soll weiter unten erst einmal auseinandergenommen, ehe er vorbehaltlos weiterverwendet wird) impliziert erst die Ge-WAHR-werdung, dass ALLES besteht und funktioniert in einem paradoxen Wirkungs- und Seins-Prinzip. Womöglich hat dieses ESSENZielle Paradoxon mit dem GEHEIMNIS GOTTES selbst zu tun? Aus welchen Elementen ein Paradoxon immer beschaffen sein mag – es handelt sich dabei stets um BEZIEHUNGEN, welche gewisse energetische Ebenen miteinander eingehen.

„BEZIEHUNG“ wird deshalb in nachstehenden Gedankengängen mehr als nur ein „Schlagwort“ sein. Es ist ein Schlüssel dazu, das „Göttliche Paradoxon“ zu verstehen – ohne es auflösen zu wollen. Über das „Bild“ von „Beziehungen“ möchte ich mich an oben benanntes „Spannungsverhältnis“ herantasten und offenlegen, dass es zwar ein „Verhältnis“ ist und „spannend“ über alle maßen, aber in seinem herkömmlichen Wortverständnis als ein „In-Widersprüchen-Ein-und-Angespanntsein“ durchaus aufgelöst werden kann.

Der begrifflichen Kürze wegen behalte ich das Wort „GOTT“ für die Benennung des Vater-/Mutter-SCHÖPFER-UR-ALL-BEWUSST-SEINs bei. Eventuelle allergische Reaktionen auf GOTT infolge sprachlichen Missbrauchs in seiner Wirkungsgeschichte bitte ich zu reflektieren und aufzulösen. Es wäre schade, wenn man durch solche möglichen semantischen Aversionen sich den Gedankengängen meines Textes verschlöße.

Nichts erhitzt die Gemüter so sehr, nirgendwo wird polemischer geschossen, nichts schaukelt mehr die Emotionalitäten hoch, nirgends wird mehr „Persönlichkeit“ zur Geltung gebracht als bei der Frage nach Sinn, Nutzen und Rolle des menschlichen Egos bzw. des menschlichen Verstandes im s. g. „Aufstiegsprozess“.

Ziel meiner Niederschrift ist nicht Belehrung, sondern Mit-Teil-ung. Mitteilung ermöglicht den jeweiligen menschlichen Teilen Teilhabe und damit mehr Ganzwerdung im Prozess der gegenseitigen Bereicherung. Es liegt mir deshalb nahe, dass meine Worte und ihre Verwendung verstanden werden. Aus diesem Grunde werde ich auch Begriffe wie Ego und Verstand so hinterleuchten, dass genau ersichtlich wird, was ich darunter verstehe, damit eventuelle Missverständnisse von Anfang an vermieden werden können.

Bevor der geneigte Leser meinen Ausführungen weiter folgt, lege ich offen, dass Axiom und damit Grundlage und Ausgangspunkt aller weiteren Darlegungen meine Einsicht ist, dass „Ego“ tatsächlich eine „Instanz“ ist, welche eigenständig agieren und sich dadurch – potenziell – störend auf den s. g. Aufstiegsprozess auswirken kann.

Schön und gut, oder eben ungut. Nun ist es aber von Bedeutung, hier die einzelnen Schichten und Ebenen um diesen Sachverhalt auseinander zu drieseln, denn mit diesem Axiom als Kernaussage ist noch niemandem geholfen.

Ich gehe davon aus, dass der Leser dieses Axiom mit mir teilt. Menschen, welche mit „Aufstieg“ nichts anzufangen wissen, werden nicht auf meine Zeilen stoßen. Und ein jeder, welcher um den „Aufstieg“ weiß und für sich beschlossen hat, hier „dran“ zu bleiben, wird um die Bedeutung des freien menschlichen Willens wissen und damit um jene „Instanz“ im Menschen, welche man das Ego nennt.Nun, soweit sind wir. In vielen Fällen sind das dann aber schon die einzigen grundlegenden Gemeinsamkeiten in den Auffassungen der „Aufstiegs-Anwärter“ hinsichtlich des menschlichen Ego.Ich erlaube mir der Einfachheit wegen mal an dieser Stelle zu bündeln und mich damit des Vorwurfes der Generalisierung und Pauschalisierung auszusetzen: Im wesentlichen nehme ich hier zwei „Fraktionen“ wahr.

Die eine Fraktion vertritt die Meinung (Achtung, ich benutze zur besseren Unterscheidung bewusst ein sehr grobes Raster), dass das Ego ein Resultat des „Sündesfalls“ sei bzw. Verursacher der „Versklavung in der ‚Illusion’ und durch die ‚Illusion’“, ein großer hintertreibender Versucher und Störfaktor der „Wahren“ Erkenntnis und Erleuchtung, das aus diesem Grunde niedergerrungen, überwunden und „aufgelöst“ werden müsse. Ohne diesen „Sieg“ über das Ego gäbe es keinen Erlösung aus dem menschlichen Verirrtsein und auch keinen „Aufstieg“.

Die zweite Fraktion wird von der ersten insofern misstrauisch beargwöhnt, belächelt und schließlich belehrt, da sie von sich behauptet, auf dem Aufstiegsweg und meinend, „wissend“ zu sein, indes sie in den Augen der ersten Fraktion noch inmitten ihrer menschlichen Programme und Emotionalmuster, Ego-Sicht- und Verhaltensweisen verfangen wäre und deshalb auch verdienterweise „steckenbleiben“ wird.

Die Positionen dieser beiden Fraktionen und aller weiteren Ebenen dazwischen sind der Hintergrund, vor denen meine folgenden Ausführungen zu lesen sind. Sie dienen nicht der äußeren Auseinandersetzung mit diesen Postionen, sondern spiegeln bereits jene Innere Auseinandersetzung, welche ich fortwährend mit mir selbst führe. Ich könnte sagen, meine Worte spiegeln das Ergebnis der Auseinandersetzung mit mir selbst. Doch nicht im Sinne eines „Schlußstrichs“. „Ergeben“ tut sich bei mir viel, es ist ein steter Prozess (und natürlich hat dies auch mit „Sich-Ergeben“ zu tun, so dass auch „Er-Geb-nisse“ hereinkommen können, doch dazu später mehr).

Das aber, was sich bisher an „Zwischenergebnissen“ angesammelt hat, drängt nun danach, zusammenhängend betrachtet, sortiert und logisch wie plausibel aneinandergereiht und in Form der Worte gebracht zu werden: Verstand, welcher sich seiner selbst bedient, um sich mit sich selbst auseinanderzusetzen – oder spielen hier noch andere Inneren Ebenen eine Rolle?

Das zu betrachten, auseinanderzunehmen, um wieder neu zusammengesetzt werden zu können, soll nun Thema sein. Es ist nicht „das“ Thema, welches ich marktschreierisch anbiete und „verkaufen“, sondern „mein“ Thema, mit welchem ich mich einbringen möchte. Deshalb wird die Behandlung des Sachverhalts „Ego und Aufstieg“ durch und durch meine eigene energetische Signatur tragen. Dies bitte ich zu beachten. Es ist ein „Werkstattbericht“ meiner „Selbst-Werdung“. Keine Ergebnis-Analyse mit Endgültigkeits- und Absolutheitsanspruch, sondern eine „Verlaufs-Analyse“ meines eigenen individuellen „Aufstiegs“-Weges mit dem Zuspruch, sich hier für einen Augenblick mit einzufinden und daran teilzuhaben.

Meine Formulierungen sind deshalb nicht als aufgestellte Behauptungen gegenüber dem Leser zu bewerten, welcher sich dadurch bemüßigt oder aufgefordert fühlen könnte, sich gleich rechtfertigen zu müssen, sondern ich lade dazu ein, diese als „Ausfluss“ meiner Introspektive mit offenem Geist und Gemüt unpersönlich wahr- und aufzunehmen. Meine Sichtweisen begründe ich somit nicht mehr nur einem gedachten äußeren Standpunkt gegenüber, sondern diese erläutere ich – mir selbst – innerhalb und mittels meines eigenen Denk- und Gewahrs-Seins-„Systems“, um auf diese Weise – in inhärenter Logik meines „Eigen-Systems“ – eine in sich nachvollziehbare Kohärenz meiner „Verlaufsanalyse“ in plausibler Korrelation und Analogie möglich zu machen – möglich zu machen mir selbst gegenüber. Und den geschätzten Leser lade ich herzlich dazu ein, verstandesmäßig sich hier einzuklinken, hineinzugeben und hinein zu fühlen.

Auf geht’s!

Ego = „Inneres Verstandeskind“

Ich nähere mich also der Fragestellung, wie der Umgang mit dem Ego so zu gestalten ist, um zu gewähren, dass die Bereitschaft zum „Aufstieg“ nicht untergraben und missbraucht wird. Es ist eine verantwortungsbewusste und selbst disziplinierte Gratwanderung. Zu beiden Seiten klafft der Abgrund totaler Identifizierung mit dem Ego/Verstand oder totaler Diskreditierung des Selbigen. Jene Menschen mit totaler Ego-Identfikation können meine Worte nicht erreichen. Sie sind sich nicht dessen bewusst, dass das Ego sie beherrscht und über den Verstand diese Herrschaftsform aufrechterhält. Dass der Verstand die Existenz einer „Ego-Instanz“ postulieren kann, vermag er ja nur auf der Grundlage, dass die „totale Identifizierung“ bereits aufgebrochen wurde. Ist der Erkenntnis, dass das Ego eine Instanz in uns und ein Bestandteil von uns ist, erst einmal der Boden bereitet, findet der „Ersterwachte“ sich in einem „Gegenüber“ zum Ego wieder.

Dieses „Gegenüber-zum-Ego-Sein“ ist die Voraussetzung für wahrhaftige Bewusstseinsarbeit. Jahrtausendealte Programmierungs- und Erfahrungsmuster neigen an dieser Stelle, sich gewichtig einzuschalten. Aus diesem neutralen Gegenüber kann sich rasch ein „bewertendes Gegenüber“ entwickeln. Interessanterweise ist es dann das Ego selbst, was sich betrachtet und geißelt – oder erhöht. Wenn von „Ego“ gesprochen wird, dann sind es meist jene, welche es zu verneinen und bekämpfen gedenken. Der Begriff „Ego“ birgt deshalb energetisch in sich die Merkmale von „Abtrennung“, „Abgrenzung“, „Sich-davon-Absetzen“, „Ablehnung“ …

Für mich habe ich eine andere Bezeichnung gefunden, welche die in meinen einführenden Worten angekündigte BEZIEHUNGsebene wieder aufgreift. Der Beziehungs-Charakter als Bezugspunkt zu unserer Inneren Einstellung soll die Grundlage für die weitere Herangehensweise auf dem Erkenntiswege sein.

„Inneres Verstandkind“ nenne ich liebevoll mein Ego. In diesem kurzen Satz ist eigentlich bereits alles gesagt. Er sagt nichts nur etwas über den neuen Begriff aus, den ich für das Ego gefunden habe bzw. der sich bei mir „eingefunden“ hat, sondern die Qualität der Beziehung, welche ich zum Ego, meinem „Inneren Verstandeskind“ eingegangen bin. Bevor ich auf dieses spezielle Beziehungsgeschehen zwischen mir und meinem Ego respektive Inneren Verstandkind eingehe, noch ein paar Worte zum Begriff selbst.

Das Ego gilt als „die“ Instanz der „Trennung“ schlechthin. Dabei ist das Ego für die Abtrennung nicht das Verursacherprinzip. Ich setze jetzt diese Information einfach mal hier so rein: Das Ego ist GOeTTlichen Urprungs. Ich setze jetzt das Ego mal mit einem „Gefäß“ gleich, das Filterprogrammierungen in sich trägt gleich vieler unterschiedlich großer und geformter Öffnungen in dem Gefäß mit verschieden farbigen und strukturierten Verglasungen. Das Ego ist eine Erschaffung GOTTes, welcher das großartige Experiment startete, Sich Selbst in der Materie angesichtig zu werden und erLEBEN zu dürfen. Das Ego ist eine Schöpfung des Schöpfers, um – als Schöpfer – seine Schöpfung „durchfahren“ zu können. Es ist eine Art befiltertes „FENSTER“, was das sinnliche Erfahren von Materie erst möglich macht. Maya, die „große Illusion“ ist ein Geschenk Gottes an Sich Selbst – der Erfahrung und Freude wegen. Und das Ego ist eine grandiose Schöpfung. Wie groß muss sie sein, dass das „GROßE“ sich so klein machen kann, um in dieser „gewaltigen Verengung des Gewaltigen“ im Ego Platz finden zu können? Das Ego ist die „Erst-Ermöglichung“ von „GOTT in MATERIE“

Das Risiko eines „Nebeneffekts“ wird des Erfahrungsweges von „GOTT in MATERIE“ wegen einkalkuliert worden sein. Wie wir wissen, führte der Weg auch in den Abgrund, als das Ego von der Höheren Verbindung mit dem SELBST und dem KOSMOS abgeschnitten und dem Überlebenskampfe ausgesetzt wurde. Statt „Fenster“ zur „Maya“ zu sein, wurde es in die Rolle gezwungen, inmitten der Dunkelheit tiefster Dualität die menschlichen Existenz zu sichern und zu erhalten, zu verteidigen und zu schützen …

Weshalb wählte ich aber den Begriff „Inneres Verstandeskind“, wenn das Ego nun doch vom Verstand unterschieden werden muss? Im besagten irdischen Überlebenskampfe bediente sich das überforderte und hilflose Ego des Verstandes-Instrumentariums zur Aufstellung von Strategien des Überlebens und Behauptens. Im Laufe der Entwicklung verhielten sich Ego und Verstandesinstrument kongruent zu einander und bildeten ein und dieselben energetischen Teilmengen. Kurz: Der Mensch und sein Denken, sein menschliches Ich-Bewusstsein und seine menschliche Bewusstseinstätigkeit identifizierten sich über den Verstand mit dem Ego. Das Ego „dachte“ den Menschen.

Wenn diese Identifizierung einmal aufgebrochen wurde, heißt es noch lange nicht, dass diese überwunden wäre. Eine Ablehnung des Egos und dessen Bekämpfung ist energetisch gesehen immer noch eine Identifizierung – nur in negativer Form. Das Umkippen des „Gegenüber-Bezuges“ zum Ego in eine Ego-Verneinung, und wenn es allein schon Mißtrauen und Argwohn ist … kann vermieden werden durch den Aufbau eines ehrlichen und vertrauensvollen Verhältnisses. Denn nur durch ein solches authentisches und offenes Vertrauens-Verhältnis kann sich das Verstandesinstrument aus seiner Umklammerung an das Ego lösen und vom ICH-Bewusstsein wiederum als Instrument eingesetzt werden: nicht gegen das Ego, sondern um über Ego-Attribute und –Verhalten reflektieren zu können.

Dass diese Reflexion gerade auch in der Eso-Szene nicht vollständig oder sogar überhaupt nicht stattfindet, ist bezeichnend für die Rafinesse des Egos, einmal „aufgeschreckt“ durch einen spirituellen Aha-Moment des ICH-Bewusstseins – in schierer Angst um seine bisherige Selbst-Identität und den Inbesitz des menschlichen Verstandes -, verstohlen und unerkannt durch die Hintertür wieder hereinzukommen, die spirituellen Erkenntnisse für seine Belange zu ursurpieren und – verkleidet in einem neuen, schillernden Gewand und klangvollen Namen – sein Abgrenzungs-, Sicherungs- und Behauptungs(un)wesen als Fortführung des überkommenen (notwendigen) Existenzkampfes in neuer Qualität aus zu agieren.

Sowohl Ablehnung und Verneinung des Egos als auch unreflektierter Verstandes-Mißbrauch durch das Ego finden innerhalb eines wahrhaftigen Beziehungsgeschehens zum Ego keinerlei Nährraum. Diese Beziehung zum Ego bedarf einer gewissen energetischen Qualität, welche mit meinem Alternativ-Begriff „Inneres Verstandeskind“ gut umrissen wird.

„Inneres Verstandeskind“ als Bezeichnung für das Ego ist zunächst unbelastet von irgendwelchen ablehnenden und verwehrenden Assoziationen. Im Eigentlichen aber spiegelt dieser Begriff die Qualität jener BEZIEHUNG zu unserem Ego wider, die es aufzubauen gilt. „Kind“ bedeutet dabei keinesfalls eine „Infantilisierung“ und damit Herabsetzung des Egos. Hier geht es nicht um „Fähigkeiten“ oder Hierarchie-Stufen. Das innere Bild, was mit „Kind“ vor den Augen entsteht, bestimmt die Art und Weise der Inneren Einstellung und Hinwendung zum Ego: In Verständnis und Wohlwollen stellen wir uns nicht dem Ego „gegenüber“, sondern nehmen es zu uns „herein“. Das im letzten Menschheitszyklus geschundene Ego darf sich „sicher“ und „behütet“, „aufgehoben“ und „geborgen“ an unserer Brust fühlen. In dieser BEZIEHUNG ist das Ego immer noch Objekt unserer Betrachtung. Doch diese Betrachtung ist genährt und wird getragen von Annahme und Akzeptanz, von Fürsorge und Mitgefühl. Offenheit und Kommunkation, statt Restriktion und Distanz,kennzeichnen diese Beziehung. Glaubwürdigkeit unserem Inneren Verstandeskind gegenüber ist die Hand, an welche sich das Ego begeben kann, wenn die Dämonen der Vergangenheit und die anerfahrenen Selbstverständlichkeiten des Daseinskampfes Dominanz zu erlangen versuchen und wir mit unserem ICH-Bewusstsein dazu angehalten sind, zu reflektieren und „pädagogische Maßnahmen“ der Intervention einzuleiten.

Hilfreich dabei ist es, in dieser „Beziehung des Mitfühlens“ die Reaktionen des Egos insofern zu verstehen, als sich in ein kleines Kind herein zu versetzen, das sich verstoßen fühlt, hilflos einer kalten und unberechenbaren Welt ausgesetzt ist und zwischen Ohnmacht oder Trotz, Selbstaufgabe oder Kampf die Wahl hat … oder einfach noch den unwiderstehlichen Drang verspürt nach Ausprobieren von Dingen, welche Befriedigung verschaffen: Aufmerksamkeit und Geltungsbedürfnis spielen da – gerade auch in der Eso-Szene der Channeler und Schulen – keine unbedeutende Rolle. Subtil, aber äußerst wirkungsvoll bedient sich vom ICH-Bewusstsein unerkannt das Ego über das Verstandesinstrument neu hinzugewonnener, aber unverdauter spiritueller Wahrheiten und steckt sie seiner Struktur nach in ein Schubladensystem, das wiederum seiner Selbstvergewisserung und-sicherung dient. Wir kennen die Kinder, welche zu „kleinen Tyrannen“ werden, wenn ihnen von ihren – ihrer Verantwortung bewussten – Eltern nicht klare Grenzen und Strukturen gesetzt werden, solange Liebe und Sorge für das Kind im Mittelpunkt stehen und nicht restriktive und Bequemlichkeits-Momente Beweggrund dafür sind.

Um bei diesem Bild des Inneren Verstandeskindes zu bleiben. Noch während ich diese Worte schreibe, nehme ich schmunzelnd wahr, wie es den Baum eifrig hinauf hangelt und schiere Lust und Freude am eigenen Tun verspürt: das Verschriftlichen meiner Gedanken. Was tue Ich? Ich als Vater/Mutter nehme es an mich heran, streiche sanft über seinen Kopf und sage dankbar und einfühlsam: „Fein“. Es fühlt sich bestätigt, bekräftigt und angenommen. Ich spinne den Gedanken mal in die andere Richtung weiter. Hätte ich überhaupt keine Wahrnehmung vom Aus agieren meines Egos, geräte dieses in Versuchung, sich auf seine „Leistung“ etwas einzubilden, nämlich mit dieser sich zu verbinden oder zu identifizieren. In dem Maße, wie es sich dann darauf verfestigt und „einschwört“, löst es sich gleichermaßen von der Grundlage der gemachten Worte: ihrem Sinn, anderen etwas Besonderes mit-ge-teilt haben zu wollen, um anderen Teilhabe ermöglichen zu können. Es identifiziert sich mit seiner „Leistung“, baut Mauern der Verwahrung und der Konservierung um sein „Produkt“ und ist bereit, es bis aufs Messer zu verteidigen. Anfragen oder Hinterfragen von „außen“ werden als Bedrohung und Angriff gewertet und müssen bekämpft werden …

Ich habe jetzt mal überspitzt weitergedacht, einfach um die Mechanismen eines ungehemmten Egos zu verdeutlichen, das in seinem Tun nicht wahrgenommen wird. Was es braucht, ist eine gewahr seiende und liebevolle BEZIEHUNG zum Ego, meinem Inneren Verstandeskind.

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass die Art und Weise der Inneren BEZIEHUNG zum Ego respektive Inneren Verstandeskind die „Brücke“ ist zum Ego schlechthin: Das Schlagen einer Brücke zur Ego-Instanz, eine Überbrückung der scheinbaren Diskrepanz zwischen ICH-Bewusstsein und Ego.

Statt sich „vom“ Ego zu „erlösen“, bedeutet diese Vater/Mutter-Kind-Beziehung für das Ego, dass es sich von Bürde und Joch missverstandener Verantwortungen und Verpflichtungen, von Selbst-Ansprüchen und Ängsten selbst erlösen lassen kann, rückkehrend an die bergende Brust des ICH-Bewusstseins. Das ist es, wonach sich das Innere Verstandeskinde wirklich sehnt – wieder ein Kind des Schöpfers in der Schöpfung sein zu können – unschuldig und frei, freudvoll den Zauber der Schöpfung spielend genießend. Die begründende Argumentation gegenüber dem Ego,  w a r u m  es sich denn überhaupt vertrauensvoll „hineinnehmen“ lassen soll in das Größere Bewusstsein (Wieder-Angekommen sein im Kind-Sein-vor-Gott)  u n d  der  V o l l z u g  dieses Beziehungsgeschehens selbst sind also ein und dasselbe: Ziel für das nach Liebe dürstende Ego ist das Frei-Sein im Schoße Gottes, und der Weg dahin ist die hinwendende Liebe und mitfühlende Fürsorge des ICH-Bewusstseins zum Ego.Ist das Innere Verstandeskind fortwährend in einer solchen reflektiert vollzogenen Beziehung liebevoll eingebettet – sind meiner Erfahrung nach alle Hemmnisse für den s.g. „Aufstieg“ aus dem Weg geräumt.

Aufstieg nur  m i t  („erlöstem“) Ego

Doch was bedeutet nun eigentlich „Aufstieg“? Die eigene „Aufstiegs-Bereitschaft“, das eigene JA! zum Aufstieg war es, das dazu motivierte, das Verhältnis zum Ego zu klären und als eine Liebes-Beziehung neu zu gründen.

Auf einem Blog las ich von einem Vertreter der „ersten Fraktion“ (s.o.) folgendes: „… das Ego wird für immer ein Diener der Seele sein und so bleiben – bis zum völligen Hinscheiden, zum Eingehen in die Absolute Einheit.“

Das arme Ego! Da ist es nun „geködert“ worden, vom „Herrscher“ wieder in die Rolle des „Dieners“ zurückzukehren, um am Ende doch „aufgelöst“ zu werden? Gehe ich in die Ebene meines Egos hinein, fühle ich, als würde man mich für einen kleinen dummen Jungen halten. Wie soll ich bei diesen Worten der Integrität des Sprechenden vertrauen, wie mich ihm an-vertrauen, wenn es offensichtlich ist, dass ich nicht so an – und wahrgenommen und wertgeschätzt werde, wie ich „bin“, sondern lediglich als Diener gesehen und gebraucht werde, bis dass ich dann meine Schuldigkeit getan habe und mich „auflösen“ darf?

Heißt „Aufstieg“ ein Aufstieg in die „Absolute Einheit“ und ein Aufgehen in ihr? War dies das Ziel, als GOTT sich das Mensch-Gefäß erschuf einschließlich des Ego-Fensters – nur um eines Tages wieder alles abzulegen und einzutauchen in die ALLES-Einheit?

GOTT ist auf der Suche nach Abenteuern inmitten seiner Schöpfung. Deshalb ist das sich vollziehende und noch ausstehende ZIEL der vollkommene EIN-STIEG GOTTes in geschöpfte Materie hinein. Für das Ego bedeutet es nicht die Auflösung, sondern die Einlösung eines alten Versprechens seit seiner Erschaffung: die Erfahrung von „Illusion“ nach Wunsch – in Frei-Sein und Wildheit, in Lust und Klang, in Souveränität und Kindlichkeit. So ist der „Aufstieg“ für den Menschen der  A u s -stieg aus einem gesellschaftlichen und energetischen Verklavungssystem der LÜGE und Verzerrung: ERLÖSUNG zum wahrhaftigen materiellen-MENSCH-VerKÖRPERTsein in FREIHEIT, statt Auflösung im Nirwana.

Wenn von „Aufstieg“ die Rede sein soll, dann nur bezogen auf den evolutiven Weg der Bewusstseins-Spirale, wenn eine neue, auf die nächsthöhere und ausgedehntere Ebene gehobene Umrundung beginnt. Oftmals wird auch die Metapher des Berganstieges und Gipfelerklimmung gewählt. Die Spirale trifft es eher, da die Entwicklung mit der einmaligen Erreichung eines Gipfels nicht abgeschlossen sein kann. Auch der Vergleich mit dem Höheranstieg oder Aussichtspunkt benennt nicht das Spezifikum des jetzt auf der ERDE statt findenden menschlichen Evolutionssprunges. Der „Aufgestiegene“ befindet sich nicht nur auf einer höheren Position in der Über(-Rück-/Vor)schau der Dinge – diesen Vorzug genießen unsere Raumgeschwister (dazu weiter unten) -, sondern sein ausgedehntes Bewusstsein verschmilzt mit dem ganzen Berg, der Ebene darunter und dem Himmel darüber, und diese Verschmelzung hält er  i n n e r h a l b  seines Erdengefäßes (s.u.).

Um das näher zu erhellen, greife ich wieder auf das BEZIEHUNGsgeschehen zum Inneren Verstandeskind zurück, dass ich um zwei weitere Faktoren: „KÖRPER“ und „SELBST“ erweitere, vorzustellen als eine Dreiecksbeziehung, wobei das SELBST an der Spitze steht und in dessen Menge ALLES dieses Dreier-Beziehungs-Gefüges oder -Netzes zugleich enthalten ist.

Unter SELBST subsumiere ich alle höheren Bewusstsseinsanteile, das Höhere Selbst über die Seelenfamilie usw. bis hin zum Reinen GEIST, der UR-ESSENZ, das ALL-BEWUSSTSEIN, das GANZE: kurz: GOTT. Um es einfach zu machen, spreche ich auch schlicht vom „GANZen SELBST“.

An dieser Stelle komme ich zum Zentrum meiner Ausführungen.

Ohne Ego kein „Aufstieg“ („Aufstieg“ im oben erläuterten Sinne).

Ein vollständiger und eigentlicher „Aufstieg“ ist nur   m i t ,  d u r c h  und  a u s  dem Ego heraus möglich.

„Aufstieg“ ist nicht ein Höhersteigen auf die Ebenen des GANZen SELBST. Der Betrachtungswinkel muss umkehrt werden. Nicht Mensch und Ego sind „Objekt“ – auf das „Subjekt“ GANZes SELBST bezogen -, sondern das GANZe SELBST verhält sich als Objekt zum Subjekt, was Mensch-Ego ist.

Statt An-bindung des Menschen an das SELBST (und Auflösung des Ego), Ein-bindung des SELBST in das menschliche Ego!, und warum es sich so verhält, werde ich weiter unten – systeminhärent zu meinem individuellen Erkenntnis-FELD –, wenn es um die „Berührung mit GOTT bzw. dem GANZen SELBST“ geht, auch begründen.

Diese Unterscheidung: GOTT geht ins Ego, statt dass das Ego in GOTT sich auflöst, ist ELEMENTar und SUBSTANZiell! Sie hat entscheidende Auswirkung auf das bewusste Erleben des ablaufenden evolutiven Prozesses im JETZT dieser Zeitenwende. Es muss nicht mehr gewartet und vertröstet werden: es  g e s c h i e h t  JETZT, in diesem Augenblick! Wertschätzung und Dankbarkeit, Freude und Weihe sind nicht erst Bestandteile eines zu erwartenden Aufstieges in der Zukunft, sondern dürfen JETZT bereits  e r s p ü r t  und  g e l e (i) b t  werden.

Wie gelange ich in dieses „Erspüren“ jener wundervollen Erlebnisqualitäten hinein? Durch GLAUBE, auch Hin-Gabe genannt. Damit ist nicht eine Hingabe nach „draußen“ gemeint, welche Abhängigkeiten schafft, Machteinbuße und Selbstverleugnung bedeutet. Es ist die Hingabe nach Innen gemeint, die Hingabe an das SELBST.

Es ist die SELBST-Aufgabe – im doppelten Sinne zu verstehen:

Das Ego befindet sich im einengenden Getriebe eines unentwegt laufenden Zwangsapparates des inneren Anspruchs und Verpflichtetheitsgefühls, es sich selbst gegenüber und im „Draußen“ zu „beweisen“. Diese Selbst-Beweise versorgen das Ego tröpfchenweise mit jenem Elexier, das es zur steten Vergewisserung seiner eigenen Wertigkeit und Selbst-Identität so dringend benötigt. So bürdet sich das Ego fortwährend Aufgaben auf, deren Bewältigung ihm weiterhin dieses Elexier zu verschaffen versprechen. Doch es ist ein Elexier, welches in die Todesspriale führt. Der Rausch, den dieses Elexier verursacht, hält den GOTTes-GEIST fern.

Die „HINGABE“-Intervention ist, dass das ICH-Bewusstsein über den Verstand an das Ego die Aufgabe stellt, eben besagte „Aufgabenerfüllung“ der Beweisesführung sich selbst gegenüber auf-zu-geben, was nicht anderes heißt, als dass das Ego – in der Hinwendung zum SELBST – sein Beharren auf seine bisher erkämpfte Selbst-Identität auf-gibt.

Ist die BEZIEHUNG zum Ego eine wahrhaftige, dann vermag das ICH-Bewusstsein auch glaubwürdig dem Ego vermitteln zu können, dass das Ego in seiner Erschaffenheit eben nicht seine geglaubte Selbst-Identität ist, welche es über die Jahrtausende im Überlebenskampf so mühsam erringen musste. Sondern ganz im Gegenteil, dass in der Selbst-Auf-Gabe dieser vermeintlichen Selbst-Identität eine viel größere GABE dem Ego zuteil wird, nämlich ALLES, wonach das Ego sich jemals gesehnt hat und sehnt (weiter unten dazu mehr).

Diese Selbst-Aufgabe der künstlichen Selbst-Identität des Ego ist kein einfacher Prozess. Das Ego wurde im Verlauf des Dunklen Zeitalters ein Meister der Verdrehung, Hintertreibung und Umschleierung. Es ist ein Netzwerk von ineinander verwobenen, sich einander überlagernden und durchdringenden Fraktalisierungen von Über-, Haupt-, Unter- und Teilprogrammierungen und Funktionsmustern. Die Bewusstseinsarbeit mit dem Inneren Verstandeskinde wäre ein schier aussichtsloses Unterfangen, wenn nicht die GOeTTliche GNADE aus dem GEIST anliegen und wirken würde – solange das Ego sie lässt. Damit schließt sich der Kreis wieder zur praktizierten SELBST-Hingabe. Fortwährendes und diszipliniertes Training mittels des Verstandes gewährleistet die Erschaffung, Aufrechterhaltung und Nährung des besagten BEZIEHUNGsgeschehen zwischen Vater-/Mutter-ICH-Bewusstsein und Ego-Inneres-Verstandeskind. Befindet sich diese BEZIEHUNG in jener Qualität, wie ich sie oben beschrieben habe, enthält sie alle nötigen Resonanzfelder für den Empfang und das Wirken der GNADE, welche HINGABE, und damit „ERLÖSUNG“ des Egos von seinem eigenen Selbst-Identitäts-Anspruch möglich macht. Praktizierte SELBST-HINGABE wiederum öffnet weitere Da-SEINS-Räume innerhalb des Ego-Mensch-Gefäßes, welche noch mehr GNADE und GEIST einzulassen imstande sind … – ein „Engelskreislauf“!

Muse küsst Ego

sonneisfastwech

2. Teil 

Die Falle der „Ego-Ablehnung“

Dieser Prozess der Ego-Befreiung aus seinem künstlichen Selbst-Korsett über die aktiv-passive HINGABE und passiv-aktive GNADEn-Empfängnis ist ein sukezessiver, peu à peu – freilich! Die Sukzessivität ist dabei kein Manko der Entwicklung, sondern eine Notwendigkeit für den „Aufstieg“, sonst platzt der Kokon, bevor die Flügel gewachsen sind – dazu später.

Ich komme wieder auf die „Mechanismen des Aufstiegs“ zu sprechen, deren Triebfeder also die HINGABE des Mensch-Ego an das GANZe SELBST ist. Dem Ego-Fenster-Gefäß (s. o.) liegt ein Grund t r i e b  seit seiner Schöpfung zugrunde. So sehr es im Eigentlichen dazu erschaffen ward, ein Fenster zur Illusion zu sein, um dieselbige – noch als ein mit dem GANZen SELBST vollkommen verbundenes Bewusstsein – wonniglich und genussvoll erfahren zu können, glimmte stets eine tiefe, unerreichbare  S e h s n s u c h t nach einem „Mehr“ der Existenz und Erfahrung in ihm, nach einem „Mehr“ des Erlebens und Gewahrseins.

Was hat es mit dieser heimlichen, unergründlichen, aber zehrenden Sehnsucht des Mensch-Ego nach einem „Mehr“ auf sich?

Es ist ein Modul, was in die Energiekammer des Mensch-Ego-Systems vom Schöpfer selbst eingebaut wurde. Ein Modul, was in seiner Aktivierung dereinst die  V o l l e n d u n g  der SCHÖPFUNG herbeiführen soll. Gleich dazu mehr.

Dieser Grundtrieb des Mensch-Ego, diese Sehnsucht nach einem „Mehr“ besteht seit Anbeginn, wurde jedoch seit dem „Fall“ – der Abschneidung von den Höheren Bewusstseinsanteilen – von der neu erkämpften Selbst-Identität des Egos okkupiert und korrumpiert. Aus besagtem Grundtrieb wurde ein Motor, welcher das Ego allein in seinem Selbst-Erhalt inmitten des irdisch-äußerlichen Daseinskampfes an-trieb.

Der Prozess der SELBST-HINGABE, welcher aus der Liebes-BEZIEHUNG zum Inneren Verstandeskind heraus am Laufen bleibt, transmutiert diesen „Motor der Ego-Selbst-Vergewisserung“ in jenen reinen ursprünglichen Grundtrieb des Anbeginns: eine essentielle Sehnsucht nach einem „Mehr“ des Er-LEBENs.

Man könnte jetzt denken, dass diese Sehnsucht die bloße Sehnsucht nach dem GEISTigen ZUHAUSE wäre, die Sehnsucht „nach Gott“. Es geht um viel „Mehr“, in der Tat! Das „Gemeimnis“ dieses „Mehr“ liegt in dem „Modul“ verborgen, was der Schöpfer in der Energiekammer des Mensch-Ego-Gefäßes vorsorglich eingebaut hat. In diesem Modul verwahrt sich das GEHEIMNIS GOTTes selbst.

GOTT ist Sich In Seiner Existenz Selbst ein „Geheimnis“. Und um dieses zu ergründen, beschloss GEIST sich, aus Sich Selbst heraus zu gehen, um Seiner Selbst Angesichtig zu werden: Die Erschaffung der Materie, und schließlich die Erschaffung von „Fahrzeugen“, Gefäßen, mittels derer die Materie auch durchfahren werden kann. Und dennoch bleibt ALLES ein GEHEIMNIS, denn sobald Erkundungen und Erfahrungen stattgefunden haben bzw. im Vollzug ihres Stattfindens, erweiterte sich die SCHÖPFUNG, und damit die Vielzahl an Möglichkeiten, dieselben Erfahrungen noch einmal von einem anderen Betrachtungswinkel aus zu sehen oder in gänzlich neue Erfahrungen hineinzugehen.

GOTT sehnt sich danach, sich in die Unendlichkeit des GEHEIMNISses Seiner Selbst immerfortwährend auszudehnen. Er WIRD dabei ALLES, wohinaus Er Sich ausdehnte. Erfahrungen aus „Zeiten“ des „Vor-Ausgedehntseins“ bleiben nicht unter Abschluss so auf sich allein gestellt stehen, sondern werden in die Ausgedehntheit mit eingeschlossen und verwandelt. GOTT würde einfach keine Sehnsucht danach verspüren, in die isolierte Erfahrung der Vor-Ausgedehntheit „zurückzugehen“, was nichts anderes als das TOTALE vorindividuelle EIN-SEIN wäre, sondern Seine Sehnsucht ist die nach Ausdehnung, erweitertem Ausdruck und neuer Erfahrung.

Ein „Aufstieg“des Menschen in ein TOTALES EINSEIN wäre deshalb – von der Ebene GOTTes aus betrachtet, welcher  d u r c h  den Menschen seine Erfahrungen fortsetzt – evolutiv ein „Rückschritt“!

Es gibt da solche „spirituelle Prätendenten“ (der „ersten Fraktion“, s. o.), welche sich auf mystische Schaus in ihrer Vita berufen und auf den Blogs stets mahnend und belehrend auftreten, immer wieder darauf verweisend, welcher Seinszustand der wahre wäre und wie weit die „anderen Menschleins“ davon noch entfernt sind (und wie gut, dass es sie, „die Mahner“ und „Erwecker“ gibt, auf dass durch diese die „Ego-Behafteten“ immer wieder daran erinnert werden, um vielleicht doch noch irgendwann einmal wirklich aus ihrem Schlaf „aufzuwachen“ …).

Solche Beispiele zeigen mir, dass ein mystisches Erlebnis des EIN-SEINs mit ALLEM, was IST, zwar erhebend sein kann, aber für den „Aufstieg“ eher kontraproduktiv ist – zumindest wenn das Ego zum Zeitpunkt dieser Erfahrung noch nicht im Vollzug eines oben beschriebenen BEZIEHUNGsgeschehens zum unbelasteten „Kind-Sein“ im SELBST befreit worden ist. Befreit von seinem Selbstanspruch, „Aufgaben“ ganz aus eigener Kraft bewältigen und sich „beweisen“ zu müssen. Erlöst vom Drang und Verpflichtetheitsgefühl, sich selbst und nach außen hin zu bestätigen. Was passiert nämlich dann mit dieser mystischen Erfahrung bzw. was stellt das „unerlöste“ Ego damit an?

Selbst fühlte es sich in dieser Erfahrung mystischer Ein-Seins-Schau ausgesprochen wohl, aber es erlebt seine eigene Unfähigkeit, diese Erfahrung aus eigener Kraft zu wiederholen. Es ist frustriert. Zunächst verabsolutiert das Ego diese einmal gemachte Erfahrung und identifiziert sie mit der Daseins-Qualität des „Aufgestiegen-Seins“. Dann beginnt es, diese Erfahrung zu verwahren und zu konservieren, um auch später auf diese wieder zurückgreifen, von ihr „naschen“ zu können. Das ist leider nicht möglich. Durch die „Abschließung“ dieser Erfahrung wird sie vom Lebensstrom und GNADEnfluss abgetrennt. Das erkennt das Ego nicht. Aus dieser Erfahrung kann das Ego keine Kraft mehr beziehen. Doch irgendwie muss es sich ja „bestätigen“. So bläht es sich auf und verkündet – mit seiner „mystischen Konservendose“ unter dem Arm – allen Leuten, ob sie es wollen oder nicht, wie sehr sie noch schlafen würden und dass es Zeit wäre, jetzt aufzuwachen und sich (jetzt kommt’s): vom Ego zu lösen.

Wie kommt das Ego dazu, so etwas einzufordern? Ist das nicht Selbst-Verleugnung? In der Tat – nur merkt es das Ego nicht. Der Mensch bewertet restriktiv das Ego, wird aber nicht dessen gewahr, dass diese

(Ab-)Wertung sein Ego für ihn denkt. Ego „denkt“ Mensch. Ein „erlöstes“ Ego in einer liebevollen Vater-/Mutter-Kind-BEZIEHUNG hat dazu überhaupt kein Bedürfnis – und auch keinen Zugriff mehr. Dort wirkt das SELBST-Prinzip. Das GANZe SELBST „denkt“ Mensch …

Zurück zum Fallbeispiel. Das Ego tritt umso aufgeblähter, belehrender und anmaßender mit seinem Anspruch und seinen Forderungen nach außen – mit zunehmender Verkrampftheit und steigerndem Zwangsverhalten -, dass die Menschen für ihre „Erlösung“ das Ego abzulegen haben, desto schwerwiegender ihm vom ICH-Bewusstsein vorgeworfen wird, eine erneute Auflage der ersehnten mystischen Erfahrung des ALL-EIN-SEINs durch sein Tun – und seine bloße Existenz – zu verhindern. Ausgerechnet in der Selbstverleugnung holt sich das Ego dann seine Bestätigung – auf negative Weise ist es ihm nun vergönnt, sich zu „beweisen“. Indem es im Rundumschlag stets seine Umwelt mit seinen spirituellen Ansprüchen und Forderungen „versorgt“, verteidigt es gleichermaßen sein „Produkt“ – die konservierte Ein-Seins-Erfahrung – und bezieht daraus seine Energie: Beweis und Bestätigung seiner selbst.

Das sind sehr interessante und äußerst subtile Mechanismen: typische Funktionsmuster eines unerlösten Egos, das noch auf sich selbst zurück geworfen ist, statt in besagten BEZIEHUNGsgeschehen „aufgehoben“ zu sein. Den Betroffenen selbst ist das nicht bewusst. Irgendwie spüren sie, dass etwas in ihnen verfahren ist, und sie leiden still daran. Doch dass die Ursache dafür ihr auf sich allein gestelltes Ego ist – von dem sie glauben, dass sie es längst „bezwungen“, „aufgelöst“ und abgelegt haben -, können sie nicht wahrnehmen, da ihr Ego sie „denkt“. Sie stecken in der Ego-Falle, genau diese Ego-Falle, vor der sie die anderen Menschen immer wieder so salbungsvoll und eindringlich warnen …

Doch abgesehen vom Zwangsverhalten eines unerlösten Egos, muss ein bloßes EIN-SEINs-Erlebnis einer mystischen Erfahrung nicht unbedingt für den Aufstiegsprozeß dienlich sein. Eher hinderlich. Einfach weil der „Aufstieg“ eben keine Auflösung in einem TOTALEN EINHEITs-FELD ist oder eine „EINswerdung“ mit diesem. Es geht eben nicht um eine Erfahrung bloßen EIN-SEINs in der ALL-EINHEIT, sondern um die Erfahrung

i n d i v i d u a l i s i e r t e r  ALLheit in der FORM!

GOTT  i n  der FORM!

Eine „Schau“ des ALL-EIN-SEINs mag ein wundervolles Erlebnis sein. Eine Ahnung vom GrundWESEN des GEIST-SEINs zu bekommen, muss ein tolles Gefühl sein. Doch sich darin zu verlieren und dies als „Aufstiegserfahrung“ zu verklären und zu verabsolutieren, steht der Zielrichtung des Evolutionssprungs entgegen. Es bleibt eine „Schau“ in die „Zeit“ vor der Ausgedehntheit. Es ist eine Rück-Schau in das Erleben körperlosen Verbundenseins. Die Vollendung der gesamten SCHÖPFUNG entscheidet sich jedoch in der FORM. Um es noch genauer zu sagen: es ist der KÖRPER des Gaia-Menschen. Das menschliche Körpergefäß speziell dieses Erd-Planeten!

Die Sehnsucht nach SELBST-Berührung GOTTes

Ich komme wieder auf die tiefe Sehnsucht des Ego nach einem „Mehr“ zurück. Es ist nicht nur die Rückerinnerung an die GEISTige Heimat, es ist das „Modul“ im Mensch-Ego-Gefäß, das die Vision von „GOTT in der FORM“ enthält. Diese Sehnsucht ist eine Antwort auf die Sehnsucht GOTTes, vollständig in seiner SCHÖPFUNG in individualisierter FORM einzugehen. Die Sehnsucht GOTTes korrespondiert mit der Sehnsucht des Mensch-Ego – und umgekehrt. „ALLES, wonach das Ego sich jemals gesehnt hat und sehnt“ (s. o.), ist nicht eine bloße „FELD-VerEINigung“ mit GOTT, sondern GOTT selbst eine Wohnung zu sein, reiner AUSDRUCK eines VerKÖRPERtseins GOTTes in der FORM sein zu dürfen. Die Sehnsucht des Ego danach entspringt dieser Vision, welche das Modul in seiner Energiekammer hält – gleichermaßen ist diese Sehnsucht der Katalysator, welches jenes Modul aktiviert und der „FORMwerdung“ dieser Vision die Wege bereitet.

Das Räderwerk des „Aufstiegsprozesses“ wird nicht von allein in Gang gesetzt. Es muss vorher „aufgezogen“ werden. Die Spannkraft der Feder ist die menschliche Sehnsuchtskraft, welche der Sehnsucht GOTTes nach dem In-der-FORM-Sein, nach dem Im-Mensch-Sein entspricht. Diese Sehnsuchtskräfte stehen zueinander in Resonanz. Enthält das Modul selbst Sehnsucht, kann nur Sehnsucht das Modul aktivieren. Kurz: erst die menschliche Sehnsucht nach GOTT ist es, welche die Wirkungsmechanismen des Aufstiegsprozesses hinreichend aktiviert und am Laufen hält. Im gewissen Sinne kann von „Sehnsuchtsarbeit“ gesprochen werden, wenn die Frage aufgeworfen wird, was man denn „für“ den „Aufstieg“ „tun“ könne. Die Früchte dieser Arbeit – „Glückseligkeit“ (welch Begriff!, werde weiter unten darauf eingehen) können nicht erst „nach“ dem „Aufstieg“ gekostet werden, sondern bereits JETZT. Womit wieder einmal deutlich wird, dass es sich beim „Aufstieg“ nicht um ein Ereignis, sondern um einen P r o z e s s handelt, dessen „Ergebnis“ nicht erst „am Ende“ steht, sondern – ganz quantenphysikalisch gesehen – bereits im JETZT zur Verfügung steht und „abgerufen“ werden kann.

Um meine Betrachtungen zur „Sehnsuchtsarbeit“ zu vertiefen, greife ich wieder auf das BEZIEHUNGsgeschehen zurück. Ich sprach von der Ur- und WESENs-Sehnsucht GOTTes, Sich Seiner Selbst angesichtig zu sein. Diese Sehnsucht ist der Grundtrieb der Gesamten SCHÖPFUNG. GOTT sehnt sich nicht nur nach einer SCHAU Seiner SELBST, sondern nach SELBST-Berührung, SELBST-Liebkosung … Berührungen, Berühren hat etwas mit Reibung zu tun. Erst durch Reibung weiß GEIST in der FORM, dass er lebendig ist. Erst durch Berührungen bekommt der menschliche Körper ein Gefühl seiner Existenz. GOTT möchte nicht nur der FORM angesichtig werden und als BEWUSSTSEIN energetisch ihr innewohnen … Das Ziel der Schöpfung ist, dass GOTT mit Sich Selbst  i m Menschen  a l s  Mensch in Berührung kommt. Und dass GOTT mit Sich Selbst  i n  Mir und ich mit Ihm als ER in Berührung kommen kann, ist erfahrbar. Es kann zu einer dauerhaften Erfahrung werden, einfach weil man sich ihr im Gewahrsein dauerhaft öffnet.

Alles beginnt mit der oben genannten SELBST-Hingabe und der ausführlich besprochenen „Erlösung“ des Ego. Dann sind die Freischaltungen erfolgt und alle Kanäle offen. GOTT „liegt“ an und wartet nur darauf, mit Mir – also mit Sich-Selbst-in-Mir – in eine unmittelbare BEZIEHUNG zu treten. GOTT tritt über den KÖRPER des MENSCH-Ego mit Sich SELBST in eine BEZIEHUNG. Der menschliche Körper ist dabei nicht nur Medium dieser Beziehung, sondern es bezeichnet das WESEN dieser Beziehung, denn GOTTes ersehnte SELBST-Berührung kann vollendet nur in der VerKÖRPERtheit erlebt werden.

Was kann der Mensch jetzt dabei tun? Wahrhafte SELBST-Berührung GOTTes im Menschen wird für GOTT erst erfahrbar, wenn das menschliche Bewusstsein dafür offen ist, sich dieser SELBST-Berührung auch geWAHR zu sein. Für den Menschen bedeutet das nicht anderes, als sich ganz einfach mit seiner Vorstellungskraft in das ohnehin ablaufende SELBST-BEZIEHUNGsgeschehen GOTTes einzuklinken. Wie ist sich dieses SELBST-BEZIEHUNGsgeschehen vorzustellen?

GOTT als BEWUSSTSEIN ist in ALLEM enthalten. Der ATEM ist das Schwungrad des LEBENs, was GOTT IST. Der Atem ist der LEBENsFLUSS. GOTT als BEWUSSTSEIN „ist“ sowohl die FORM als auch ATEM und LEBENsFLUSS, was die FORM durchfließt. Man kann also sagen, dass GOTT durch Sich Selbst hindurchfließt. Das, was fließt, reibt sich an dem, durch was es fließt. GOTT gerät also in gewissem Sinne in eine „Reibung“ mit Sich Selbst. Genau um diese bewusste Erfahrung geht es Ihm. Jedoch nur in der VerKÖRPERtheit ist es Ihm möglich, dieser stimulierenden „Reibung“ gewahr zu werden.

Ja, in der Tat, man könnte es mit erotischem Verlangen vergleichen (wobei ich GOTTes Erotik nicht zur menschlichen Erotik in Beziehung setze, sondern umgekehrt, die derzeitige menschliche Erotik einen selbständig gewordenen Aspekt der „göttlichen“ darstellt. Dennoch ist der Vergleich zu erotischem Empfinden geeignet, ein Gefühl zu erhalten für die „Sehnsucht GOTTes nach Sich Selbst in der SELBST-Berührung“).

GOTT erfährt Sich Selbst im Menschen als Mensch, wenn sich das menschliche Bewusstsein dessen gewahr ist. Mehr dazu bedarf es nicht. So einfach. Ich öffne mich dafür, geWAHR zu sein, wie GOTT – JETZT, in diesem Augenblick, und von Augenblick zu Augenblick – durch mein Körpersystem hindurchfließt. Atemzug für Atemzug. Ich atme ein – und GOTT als BEWUSSTSEIN und LEBENsFLUSS im ATEM verströmt Sich in reiner SELBST-HINGABE in die Erdenwelt, fließt weiter hinaus, durchdringt den KOSMOS und die Gesamte SCHÖPFUNG – also Sich SELBST – bis in die subatomaren Bereiche hinein, um schließlich wieder per Quantentor direkt in meinem Körpersystem – also Sich Selbst – einzumünden, „aufzutauchen“, und geschwängert mit neuen Erfahrungen von dieser Reise erneut Sich über meinen Körper in die Erdenwelt – Sich Selbst – zu verströmen … eine erneute Reise durch alle Existenz- und Erfahrungsräume Seiner Selbst antretend. Und das mit jedem Einatmen…

Ich atme aus – und GOTT als BEWUSSTSEIN und LEBENsFLUSS empfängt Sich Selbst, in dem Er in Mich und mein Körpersystem – also in Sich Selbst – hineinfließt, durch das Innere Quantentor Sich in alle Existenz- und Erfahrungsräume der SCHÖPFUNG verströmt und – also Sich Selbst – durchfließt, bis der LEBENsFLUSS zur Erde gelangt und wieder – geschwängert mit neuen Erfahrungen von dieser Reise – über meinen Körper Sich Selbst empfängt und Sich durch Sich Selbst hindurchatmet.

In dieses ATMEN bewusst hineinzuspüren über den Atem mittels der Vorstellungskraft lässt GOTTes SELBST-Berührung geWAHR sein!

Ich fasse nochmal zusammen. Indem GOTT also durch Sich Selbst hindurchfließt, Sich Selbst hin-gibt und Sich Selbst empfängt, kommt er mit Sich Selbst in Berührung. Über das Ein- und Ausatmen kann der Mensch nicht nur an dieser SELBST-Berührung teilhaben – sein Erdengefäß ist darüber hinaus RESONANZ-Raum dieser Selbst-Berührung GOTTes. Dieser Resonanzraum erweitert sich je öfter und intensiver der Mensch sich für das Gewahrsein der SELBST-Berührung GOTTes in seinem und durch seinen KÖRPER öffnet. Eine noch einfachere Übung wäre, in seiner Vorstellung mit jedem Atemzug den GOeTTlichen LEBENsFLUSS in Hingabe sowohl auszusenden wie auch zu empfangen. Mit etwas Training kann zu jeder Zeit über diesen ATEM die Anwesenheit und der Durchfluss GOTTes im Gefäß „vibrierend“ erfahren werden.

Diese SELBST-Berührung erlebe ich körperlich als bebendes unendliches RAUM-Gefühl in meinem HERZen und Vibrieren meines gesamten Körpersystems, Prickeln von den Fußspitzen bis unter die Kopfhaut. GOTT erfährt sich Selbst in Mir als Ich – wie faszinierend! Für dieses GeWAHRsein der GOTT-MENSCH-Begegnung in der SELBST-Berührung GOTTes im MENSCHen als MENSCH benötigt man kein Meditationskissen. Mit einer gewissen Übung ist es bei allen Alltagsgeschäften praktizierbar. Wenn ich auf meinem Fahrrad unterwegs zur Arbeit bin, bereite ich mich so auf den Dienst vor. Schön, wenn man glücklich auf Arbeit kommt, denn genau das ist der Effekt dieser Übung: Jubelndes Erhöht-Sein bei gleichzeitig in sich ruhendem Geerdet-Sein.

Für mich ist es eine essentielle Wahrheit, dass GOTT bedürftig nach seinen „Kindern“ ist, bedürftig danach, dass Seine Anwesenheit, Sein Gefäß- und Durchfluss-Sein innerhalb der Schöpfung in seinen Geschöpfen auch eine Antwort findet. GOTT sehnt sich danach, dass seine Geschöpfe – welche aus freiem Willen sich dazu entscheiden können, des bewussten Gewahrseins GOTTes nicht zu bedürfen – aus eigenem Antrieb im Vollzug der SELBST-HINGABE sich Seiner SELBST-Berührung in ihrem Gefäß öffnen und damit resonieren.

Im „gegenseitigen Be-atmen“ von GOTT und MENSCH vertieft sich die BEZIEHUNG zwischen GOTT und GOTT-im-MENSCH. Durch die willentliche Hinwendung des Menschen zum GANZen SELBST erweckt GOTT mehr und mehr Sich Selbst im Menschen, und im menschlichen Antlitz bekommt Er mehr und mehr Seine Eigene Schönheit zu Gesicht, indes staunend der Mensch es ist, durch den GOTT dies fühlt! GOTT erblickt und erfühlt sich im Menschen. Nicht im Sinne einer Übernahme zu verstehen – es bleibt ein BEZIEHUNGsgeschehen. Paradox? Natürlich. Das macht es für GOTT und damit auch den Menschen so spannend – das ist der Reiz und die Faszination des ErLEBENs in der Schöpfung. Ich werde deshalb noch einmal näher auf die Eigenart dieses „spannenden“ BEZIEHUNGsgeschehens eingehen.

Oszillierendes“ BEZIEHUNGsgeschehen GOTT zu GOTT-im-MENSCH

„Spannend“? Auspannen, Einspannen, Anspannen, Abspannen …? Mit dem Wortstamm „spannen“ wird eine Dehnung zum Ausdruck gebracht ,welche einen Kraftaufwand erforderlich macht, auf die wiederum als Ausgleich eine Erschlaffung folgt zur Generierung der Kraft für eine erneute Dehnung. Dieser „Phasenwechsel“ zwischen Dehnung und Erschlaffung kommt der Sache schon ziemlich nahe. Denn ein elementares WESENsmoment der SELBST-Berührung GOTTes ist der Wechsel der Betrachtungsebene bzw. des Betrachtungsstandpunktes. Hier bediene ich mich wieder des grundlegenden Paradoxons. Zwar nimmt GOTT – als LEBENsFLUSS  u n d  als GEFÄß, durch das GOTT durch Sich Selbst hindurchfließt – alle Betrachtungsebenen gleichzeitig ein. Ähnlich zur Quantenphysik ist dies jedoch nur ein „Quasi-Gleichzeitigsein“. Im Eigentlichen wechselt GOTT ständig die Perspektiven. Erst das ständige Wechseln der Betrachtungsebenen ermöglicht es, dass GOTT sich als „In-Reibung-mit-Sich-Selbst“ LEBENDig erfährt (s. o.). Deshalb bringt der Begriff „Oszillieren“ diesen BEZIEHUNGsgeschehen in der SELBST-Berührung GOTTes besser zum Ausdruck als „Spannen“.

Dieses „Oszillieren“ zwischen den Betrachtungsebenen – obgleich paradoxerweise GOTT stets in allen Betrachtungsebenen gleichzeitig „Ist“ – ist der „Puls“ des LEBENsFLUSSes, das Schwungrad jeglicher Faszination am Erleben des Eigenen LEBENdig-SEINs. Es ist das „Salz auf dem Ei“, die „Würze des LEBENs“.

Ich nehme mal für das Oszillieren ein ganz einfaches Anschauungsbeispiel aus der Biologie und Optik: das Augenoszillieren. Betrachte Dich im Spiegel. Schaue in Deine Augen. Versuche in beide Pupillen gleichzeitig zu schauen. Dir wird bald der Kopf davon schwirren, denn es ist einfach nicht möglich, dass beide Augen gleichzeitig in beide Pupillen schauen können. Beide Augen können jeweils nur eine Pupille fokussieren, und springen dann in Bruchteilen einer Sekunde zur anderen Pupille. Der Eindruck, dass Du Dir in beide Augen gleichzeitig schaust, entsteht erst durch das „lahme“ Gehirn, welcher vorerst dieses Hin- und Herspringen zwischen der jeweiligen Pupillenfokussierung nicht wahrnimmt – es sei denn, man gibt diesem Vorgang des Oszillierens seine Aufmerksamkeit.

Ein anderes Beispiel für den Perspektivenwechsel im menschlichen VerKÖRPERTsein:

Ein Bestandteil meiner Morgengymnastik ist das kräftige Ausschütteln all meiner Gliedmaßen, das wilde Zappeln meines ganzen Körpers. Ich erlebe mich „von Innen“, spüre die Entspannung der Gliedmaßen, freisetzende Wärme und prickelndes Durchrieseln. Gleichzeitig betrachte ich mich dabei „von Außen“ und schmunzle, weil es sicherlich total komisch und albern aussehen muss. „Von Innen erleben – und von Außen beschauen (bestaunen)“ – alle Alltagssituationen können mit diesem Perspektivwechsel eine faszinierende „Weihe“ erhalten … Gewinnt dann der Perspektivenwechsel eine Geschwindigkeit wie das Augenoszillieren, dass es fast „gleichzeitig“ ist, gerät der KÖRPER auch ohne Ausschütteln von ganz allein in Vibration – und ich begrüße GOTT in Mir.

Ich nehme noch ein drittes Beispiel für die Selbst-Erweiterung im Vollzug der Selbst-Berührung in einem Beziehungsgeschehen. Stelle Dir vor, Du sitzt einem Menschen gegenüber. Einem Menschen, zu dem Du ein tiefes und innigliches Gefühl der Vertrautheit und Zuneigung empfindest, sei es, dass es eine Dir bekannte geliebte Person ist oder ein menschliches Antlitz Deiner eigenen Vorstellungskraft. Angesicht und Erscheinung des Menschenwesens vor Dir strahlen etwas aus, was Dein Herz erwärmt und etwas tief in Dir zum Klingen bringt. Du schaust ihm ins Gesicht und lässt Dich zu ihm „verströmen“, Du sendest ihm all Deine Liebe und Dankbarkeit.

Perspektivenwechsel: Du siehst Dich selbst aus den Augen Deines Gegenüber heraus, Du schaust Dir selbst in die Augen und empfängst Deine ausgesandte und sich verströmende Liebe. Im Anderen erwiderst Du Deine eigene ausgesandte Liebe und sendest vom Anderen aus des Anderen Liebe zu Dir zurück. Das, was Du also empfängst, bist Du, doch was Du wahrnimmst und als Antwort aussendest ist das Ich des Anderen.

Perspektivenwechsel: Plötzlich wird Du gewahr, dass Du deshalb zum Anderen Deine Liebe aussandtest, weil der Andere bereits seine Liebe Dir zusandte. Du merkst, dass der Andere mit demselben Empfinden und Wahrnehmen bereits   i n Dir ist, seine Liebe an Dich in Dir empfängt und als Du mit neu ausströmender Liebe sich selbst antwortet.

Ein Ich und Du, Du und Ich, ein Ich im Du, ein Du im Ich, ein Ich und Ich, ein Du und Du –

Beide „Du’s“ sind ein Ich, und beide „Ich’s“ ein Du. In der Vorstellungskraft kann die Geschwindigkeit des Perspektivenwechsels stetig erhöht werden, bis in der Tat nur noch ein Oszillieren verbleibt, das nicht nur das Gehirn, sondern vor allem den gesamten Körper stimuliert und einen Resonanzraum im HERZen erschafft in der leibhaftigen Gewahrwerdung der Erkentnis: ICH Bin im Ich und Du die LIEBE, die sich selbst aussendet, die sich selbst empfängt, die durch sich selbst hindurchfließt und wieder zu sich selbst verströmt, sich selbst erfüllend … DAS ist das niemals endende GEHEIMNIS des Zaubers des LEBENs: die SELBST-Berührung GOTTes im Oszillieren zwischen den Betrachtungs- und Beziehungsebenen seiner Schöpfung.

Glückseligkeit“ als „Ego-Qualität“

Äußerst Faszinierend. Um aber diese Faszination, dieses Staunen, welches das menschliche Herz so erhebt und den menschlichen Geist so weitet, auch wirklich leibhaftig  s p ü r e n  zu können, bedarf es des Mensch-Ego-GEFÄßes. „Glückseligkeit“ ist GOTT-im-MENSCHen erst erfahrbar durch das Ego. Resonanzraum für eine oszillierende Schwingung der „Glückseligkeit“ kann nur das Ego bieten: Das aus der „Kampfzeit“ erlöste (s. o.) und

g e l ä u t e r t e  Ego, das zu seinem „Kind-Sein-vor-GOTT“ im Schoße des GANZen SELBST zurückgefunden hat – angereichert mit allen Erfahrungen aus den Zyklen seines abgeschlossenen und überwundenen Existenzkampfes.

Auch das Ego kannte die „Reibung“. Allerdings ganz anders als die „Reibung-GOTTes-mit-Sich-Selbst“ … Es war die Reibung des Einsamen und Verlorenen an der äußeren Welt, um sein Überleben sichern und seine Positionen behaupten zu können, hin- und her gerissen zwischen Schmerz und Triumph, Tiefen und Höhen, Anpassung und Verteidigung … Auf sich ganz allein gestellt war das Ego immer einsam – inmitten der bevölkerten Welt, inwendig leer, angewiesen auf das „Außen“, um sich anzufüllen und aufzufüllen mit nur scheinbarer „Substanz“, um schließlich feststellen zu müssen, dass es un-er-füllt bleibt. Seine Überlebensenergie bezog das Ego nur im Widerpart zum Außen, durch Reibung und Ausrichtung am Äußeren gleichermaßen. Auf seinen Irrfahrten, getrieben von seiner Sehnsucht nach seiner wahren Bestimmung, lernte es die  F r e u d e  k e n n e n  , w e l c h e  a u s  d e n  T r ä n e n  g e b o r e n  w i r d .

Diese Freudentränen kennen die Himmel und ihre Heerscharen nicht. Für diese FREUDE begab sich GOTT in die Materie, in Seine Schöpfung … Des Erlebens dieser FREUDE wegen erschuf GOTT das Ego-Gefäß. Seine göttliche Bestimmung war es, zu fallen, als „Fenster-Gefäß“ eine Realität zu erschaffen, in welche es verloren ist und alle Facetten des Opfer-Täter-Seins durchzuspielen hat, ehe es geläutert genug ist, sich für seine Erlösung und sein Auferstehn-im-GANZen-SELBST öffnen zu können. Die Erfahrung von Glückseligkeit ist ohne Ego nicht möglich. Glückseligkeit ist die „Ernte“, der „Lohn“, die „Frucht“ für das Durchfahren und Erfahren des Zeitalters der Dunkelheit in Einsamkeit.

Glückseligkeit wird freigesetzt, wenn das geläuterte Ego in den Schoss GOTTes zurückkehrt und „gemeinsam mit GOTT“ Rückschau hält: Dankbarkeit und Freudentränen, Mitgefühl und Weisheit sind dann die Segnungen, welche in Fülle dem Mensch-Ego zuteil werden. Wahrlich, wahrlich, dann kann verkündet werden, dass die Zeit sich „erfüllet“ hat!

Mensch-Ego als „Einstiegs-Gefährt“ GOTTes

Erst das sich wieder all seiner Schein-Identitäten und Schein-Substanzen entleerte Ego, das sich dem GANZen SELBST über- und hin-gibt, vermag wirklich zu fassen und zu erfahren, was „Himmlische Fülle“ bedeutet. Der Himmel selbst hat keinen wirklichen Begriff von FÜLLE, die Er Ist. Um die FÜLLE, welche GOTT Ist, in Seiner Schöpfung selbst zu erfahren, begab sich GOTT als Geschöpfter in Seine Eigene Schöpfung. Das „Modul“, was GOTT in die Energiekammer des Egos einbaute (s. o.), birgt genau jenes Erfahrungsziel GOTTes als Potenzial in sich. Im Aufstiegsprozess wird dieses Modul mehr und mehr aktiviert: GOTT selbst wird Mensch-Ego. Der Aufstieg des Menschen ist nichts anderes als GOTTes EINSTIEG ins Ego-KÖRPER-Gefäß des MENSCHen: Die Vollkommenheit von GOTT-in-der-FORM!

GOTT nimmt im Ego-KÖRPER-Gefäß, in der Energiekammer des Ego Seine Wohnung! Erst jetzt wird das Ego seiner  e ig e n t l i c h e n  geschöpflichen Bestimmung, ErFÜLLEung und Vollendung zugeführt!

Kein „Aufstieg“ des Menschen  a l s  der „Einstieg“ GOTTes ohne Ego!

An einem anschaulichen Beispiel möchte ich diesen Vorgang verdeutlichen. Meiner persönlichen Affinität ist es geschuldet, dass ich für das Mensch-Ego-Gefäß auf das Bild einer  K i r c h e  zurückgreife. Ich beziehe mich nicht auf die Institution und ihre Geschichte, sondern rein architektonisch, traditionell wie rituell auf das Gotteshaus, das „Haus Gottes“ als Begegnungs- und Versammlungsort der „Gottes-Sehnsüchtigen“, als ein manifester Ausdruck der „Sehnsucht nach GOTT“. Die Besucher dieses Gotteshauses sind in dem unerleuchteten Kirchenschiff auf den Lichteinfall von außen angewiesen, das durch die vielfarbigen und mit vielen verschiedenen Motiven versehenen Fenster matt hereindringt. Das Wort Gottes wird ihnen „stellvertretend“ gereicht und mit der Kirchenmusik wird ihnen die Rolle des bloßen Zuhörers zugewiesen. Im Eigentlichen un-erfüllt von diesen Angeboten lassen sich die Besucher ablenken, und in jeder Ecke des Kirchenraumes spielen sich Szenarien ab, die Abbild sind der Reise des Ego durch die dunklen Zeitalter seiner Einsamkeit und Verlorenheit.

Was bedeutet nun der menschliche „Aufstieg“ für dieses Bild? Zunächst müssen sich die Besucher ihres Abgelenktseins im Gegeneinander bewusst werden und aus Innerer Einkehr heraus sich gemeinsam wieder der EINen GOTTes-Sehnsucht zuwenden und hin-geben. Ist das Resultat dieser SELBST-HINGABE ein Einstürzen des Kirchengemäuers? Alle Gotteshaus-Insassen befänden sich plötzlich unter lichtem Himmel an der freien Luft, und sie sind vollkommen ausgesetzt der ALL-EINheit , welche außerhalb der Kirchenmauern stets präsentisch war? Was ist mit all den Erfahrungen, welche die Insassen im Lauf der Zeit gesammelt hatten und sich als „Bilder“ an den Kirchenwänden energetisch  „e i n – g e d r ü c k t“  haben: „Eindrücke“ ihres Lebens-ausdrucks? Auf dem „Schutthaufen“ der Geschichte, geopfert auf dem Altar eines gestalt- und ausdruckslosen TOTALEN EIN-SEINs? Nein, es ist natürlich anders!

ALLES, was außerhalb der Kirchenmauern besteht als ALL-EINheit, fließt mehr und mehr in den Kirchenraum hinein, ist nun auch „drin“! GOTT zieht ins Gotteshaus ein, nimmt dort Wohnung. Dieser GOTT setzt sich in BEZIEHUNG zum „Eingedrückten“ an den Kirchenwänden – und beginnt, nun Selbst ein Gefäß bewohnend, zu erleben, was wahrhaftige „Eindrücke“ eines „gelebten Ausdrucks“ sind: FÜLLE und GLÜCKSELIGKEIT…

Die GANZheit außerhalb des Kirchenbaus wird nicht den Insassen eines abgerissenen Gotteshauses „übergestülpt“. Die GANZheit „doppelt“ sich im gewissen Sinne: Die Absolute GANZheit vollführt im Gotteshaus ihren „Einstieg“ – und besteht innerhalb der Kirche als GANZheit in  i n d i v i d u a l i s i e r t e r  FORM fort, indes Sie Sich zu Sich Selbst – zur GANZheit außerhalb der Kirche – in vollendeter BEZIEHUNG befindet. Die Absolute GANZheit außerhalb der Kirchenmauer oszilliert im BEZIEHUNGsgeschehen mit der individualisierten GANZheit innerhalb, welche zur würdevollen Betrachtung aller Bild-Eindrücke an den Kirchenwänden noch für Zeitalter genügend „Material“ hat …

Der „Einzug“ der GANZheit ins Mauerwerk der Kirche beschränkt sich aber nicht nur auf den Spruch: Neuer Wein in alten Schlauch. Man kann nicht einmal davon reden, dass auch das Gemäuer sich zu einem „neuen Schlauch“ wandelt. Es ist noch weiter zu gehen: Die in das Gotteshaus eintauchende GANZheit  v e r s c h m i l z t  mit diesem: vom Fundament bis zum Schlusstein. Die GANZheit IST dann das WORT GOTTes in diesem Haus, sie IST die MUSIK, welche dort erklingt, sie IST das LICHT, das im Innern des Gebäudes erstrahlt. Das GOTTeshaus ist zu einem Reinen und ESSENZiellen Resonanzraum der SELBST-Berührung GOTTes erstanden.

Deshalb kann nicht nur gesprochen werden von: „ESSENZ GOTTes  i m  KÖRPER bzw.  i n  der FORM“, sondern „ESSENZ GOTTes  a l s  KÖRPER,  a l s  FORM“!

GOTTes Sehnsuchts-ErFÜLLEung im MENSCHen

Durch den „Einstieg“ des GANZen SELBST in den Raum des Ego-Gotteshauses – das, was als Zielrichtung der Schöpfung GOTTes seit ihrem Anbeginn als Same hineingelegt wurde – ist das GANZe „Mehr“ geworden und bleibt im Begriff, „Mehr“ zu werden. Denn dieser Prozess der Ausdehnung GOTTes in ein „Mehr“ an Selbst-ErLEBEN in der SELBST-Berührung findet keinen Abschluss, das „Abenteuer LEBEN“ hat für GOTT-im-MENSCHen dann erst einmal gerade begonnen! Glückseligkeit ist dann nicht etwas, was einmalig mal „aufflackert“ am Punkte der „Heimkehr“ des Mensch-Ego bzw. der „Einkehr“ GOTTes, sondern ist eine dauerhaft ekstatisch erlebbare oszillitative ErLEBENsqualität. Auch wenn es die „Vollendung“ der SELBST-BEZIEHUNG GOTTes ist, bleibt es ein „Vollendet-werden-im-Vollzug“.

GOTTes Sehnsucht danach, Sich Selbst zu erFÜHLEN und Sich Selbst zu er-FÜLLEn, ist ein Seinem WESEN immanenter, ewiger Trieb, ein unendliches Bedürfnis. Ich als Mensch kann nicht nur an GOTTes Sehnsuchts-Erfüllung teilhaben. Mehr noch, durch mich als Mensch-Ego verschaffe ich GOTT erst in-Mir den KÖRPER-Raum, durch welche GOTTes fortwährende Sehnsucht nach SELBST-Berührung eine „fortwährende Sehnsuchts-Erfüllung im Vollzug“ erfährt …

Beschreite ich konsequent den Weg der bewussten Gewahrwerdung der SELBST-Berührung GOTTes in Mir, erschaffe ich mir selbst einen magnetischen Sog, welcher mich auf eine Spirale eines sich selbst beschleunigenden und selbst dynamisierenden Prozesses Innerer Erweiterung, Vertiefung und Ausdehnung bringt. Der „Effekt“ der SELBST-Berührungs-Übung und des BEZIEHUNGs-Trainings (s. o.), generiert mir von Augenblick zu Augenblick aufs neue einen Zustand freudvollen Verbundenseins mit GOTT-In-Mir. Während eine Dauer-Brandung durch mein HERZ wallt, mein gesamter Organismus brummt und vibriert, weitet sich. Mein Inneres in tiefer Dankbarkeit dafür,  e i n f a c h  dankbar zu  s e i n , empfinde ich große Freude  e i n f a ch  deshalb, weil ich Freude verspüre: ein sich selbst verstärkendes Wirkungsgefüge!

Inmitten dieser SELBST-Berührung mit GOTT-In-Mir mag in dieser Zeitenwende des Übergangs und Hervorkehren der alten Schatten die Welt noch so sehr toben und wanken – ich ruhe wie das Wurzelwerk einer Eiche tief im Erdenleib und jubele wie die Vögel des Himmels in ihrer Krone. Ausstrahlendes Dankbar-SEIN!

Cre Scen Do

merkaba3. Teil

WESENs- und WirkungsKRAFT der DANKBARKEIT

Ja, in der Tat, DANKBARKEIT ist Brennstoffzelle und Motor, Treibstoff und Katalysator für die Berührung mit GOTT, für GOTTes SELBST-BEZIEHUNG  i n  Mir und zu Sich Selbst in Beziehung zu Sich Selbst i n  den anderen Menschen. Dankbarkeit ist das ESSENZielle und universale verbindende Element und Substrat, die ALLES verbindende Kraft, der alles verbindende Faktor für die Aktivierung und Erweiterung, Intensivierung und Vertiefung des Sich-SELBST-berührenden BEZIEHUNGsgeschehen von GOTT zu GOTT  i n  Seiner Schöpfung.

Nimmt der Mensch bzw. GOTT-im-Mensch  b e w u s s t  daran teil – durch atmendes und dankendes Gewahrsein dieser SELBST-Berührung GOTTes, erwachsen aus dieser sich vollziehenden Selbst-Berührung neue wundervollen Blüten an Dankbarkeit und Mitgefühl mit dem Dufte großer innerer Freude – einmal mit ausgebreiteten Armen sich da hinein fallen lassend, „versorgt“ sich dieses BEZIEHUNGsgeschehen selbst – ein sich selbst dynamisierender und sich selbst verstärkender Vollzug!

Denn „die“ Dankbarkeit ist es, durch welche sich GOTT-im-Mensch von Mensch zu Mensch Sich zu Sich Selbst in Beziehung setzt, auf dass Er durch die Verbindung von Sich zu Sich (… zu Sich zu Sich zu Sich … in jeweils einzigartiger  i n d i v i d u a l i s i e r t e r  Mensch-Ego-FORM) – in ein faszinierendes „Mehr“ Sich Selbst vertiefend, erweiternd und ausdehnend – Sich Selbst in tiefer Dankbarkeit beSCHAUen und erfahren kann.

Die Dankbarkeit auch ist es, welches die Unruhe und Ungeduld des Inneren Verstandeskindes zu verwandeln vermag. Hat es sich erst einmal auf die Spirituellen Wahrheiten eingelassen, ist es doch ganz außer sich vor Eifer und Begeisterung, Alles „jetzt und sofort“ haben, austesten und erleben zu wollen: und manchmal ist das Innere Verstandeskind eben auch der „kleine Willi“, mit Füßen aufstampfend und einen trotzigen Schmollmund ziehend, weil es nicht seinen Willen bekommt.

Das System-Ende ist eben noch nicht eingetroffen, die LÜGE ist noch an der Macht und Ungerechtigkeit in der Welt vorherrschend. Nach wie vor werden wir von oben besprüht und keult die Pharmaindustrie, nach wie vor grinsen die Bankster und verblöden die Medien. Noch immer hat das Innere Verstandeskind keinen Zugriff auf die Akasha-Chronik, bleiben große Teile des Gehirns inaktiv und Begabungen und Talente, Fähigkeiten und Fertigkeiten unter dem Schutt der Zeit verborgen, von Teleportation und multidimensionales Reisen durch Raum und Zeit ganz zu schweigen …

Hier hilft wirklich nur ein tröstendes liebevolle In-den-Arm nehmen des Inneren Verstandeskindes. Allein im Erleben jener Dankbarkeit aus der Berührung mit GOTT-im-Mensch findet es die Kraft, sich – in freudigem Erwarten, aber entspannt – zurückzulehnen und „Es“ geschehen zu lassen. Wenn es dann wieder mal drängt, dann wöllte ich ihm sagen: „Bring Dich doch nicht um das Eigentlich-Schöne, wenn Du die Geschenkverstecke bereits vor der Bescherung am Heiligen Abend unterm duftenden Lichterbaum im trauten Kreise Deiner Lieben aufstöberst.“

Vielleicht bringt die Heranziehung des Weihnachts-Bildes es ganz gut zum Ausdruck. Die Zeit des Advent geht der Zeit der Heiligen Nacht voraus. Advent (lat. adventus), die Zeit der „Ankunft“ (Christi) soll der Inneren Einkehr und Sammlung in Stille dienen. Für die Kinder (jedenfalls zu meinen Zeiten und davor ohnehin) ist es eine Zeit banger Vorfreude und frohen Erwartens. Wie es die alten Lieder besingen, auch eine Zeit der „Heimlichkeiten“. Hansis alte Eisenbahn ist plötzlich verschwunden, um dann – in neuem Glanze – auf dem Gabentisch wieder aufzutauchen. Wird die Adventszeit nicht „gelebt“, ist auch Weihnachten um seine „Weihe“ gebracht. Das Innere Verstandeskind vermag zu verstehen, dass es durch eine Zeit des Wartens schreiten muss. Doch dieses Warten kann versüßt und wahrhaft genossen werden, indem es bereichert wird durch Dinge, mit denen man es sich einfach „schön“ macht: Lieder-Singen und Musizieren, Lichteln und Wichteln, duftende Bratäpfel verzehren und Glühwein trinken, Geschichten lesen aus alter Zeit und Wanderungen durch die stille, weiße Welt unterm Sternenzelt – im wörtlichen (schmunzel) wie im metaphorischen Sinne.

Will es Mensch-Ego zu schnell mit dem „Aufstieg“, kann der Schuss auch nach hinten losgehen, und die KÖRPER-Systeme brechen zusammen, ehe GOTT im Mensch-Ego-Gefäß vollständig Wohnung zu nehmen vermochte. „Vergeigt“ würde man dann salopp sagen, weil es dann dafür einer neuen Inkarnationsrunde bedarf. Viele Seelen wählen aus freiem Willen diesen Weg, weil die Lasten des Ego zu groß geworden sind, um davon erlöst zu werden. Tröstlich und nützlich für diese ist, dass sie dann auf der „Neuen Erde“ inkarniert sein werden – um ohne LÜGEnprogramme und –konditionieren einen erneuten Anlauf zu wagen

GOTTes im Ego-Modul angelegtes ZIEL der SCHÖPFUNG ist GOTTes vollkommener Einstieg in die FORM. Am obigen Anschauungsbeispiel des „Gotteshauses“, des „Hauses-der-nach-GOTT-Sehnsuchtsvollen“ für das Mensch-Ego-Gefäß versuchte ich deutlich zu machen, dass es GOTT darum geht, mit den Erfahrungen und Eindrücken des Mensch-Ego-Gefäßes, welche über die dunklen Zeitalter der Abgetrenntheit angesammelt worden sind, zu verschmelzen. Erst dann kann von „GOTT-in-individualisierter-FORM“ gesprochen werden.

Menschen, welche ihr Ego aus „spirituellen“ Gründen vehement verleugnen (s. o.), machen von sich aus die Schotten dicht und hintertreiben damit ausgerechnet den von ihnen „herbeigesehnten Aufstieg“. Denn das „erlöste“ Ego – als  S u b j e k t  – muss es sein, dass durch gelebte Dankbarkeit und mit der (Be)Zieh(ungs)kraft seiner Sehnsucht das „Modul“ in sich aktiviert und den Prozess der „Heimholung“und „Immantisierung“, der INTEGRATION und Verwurzelung GOTTes ins Mensch-Ego-KÖRPER-System in Gang bringt. „Aufstieg“ über das Ego als „Aktivator“ und dessen unverzichtbares „Gefäß“.

Das Mensch-Ego-Gefäß wurde erschaffen als „Gegenstück“ zur „Wahrnehmung in den Himmeln“. Die Schwingungen der Himmel sind reine Freude und Wohlbefinden. Doch niemals ist ihnen eine solche Tiefe und Intensität vergönnt, wie es dem Mensch-Ego zu erleben möglich war. Das macht es noch einmal deutlich, dass „Aufstieg“ nicht heißt, GOTT würde „im Himmel“ den „Ego-befreiten“ Menschen empfangen, sondern GOTT „wird“ im Menschen und dessen – erfahrungsreiches – Ego-Gefäß empfangen!

„Aufstieg“ heißt eben nicht „GOTT-Werdung-des-Menschen“, sondern „MENSCH-Werdung-GOTTes“

Es muss akzeptiert, geliebt und „geLEIBt“ werden, dass es sich beim „Aufstieg“ bzw. „Einstieg“ GOTTes in das Mensch-Ego-Gefäß nicht um ein punktuelles Ereignis handelt (das Mensch-Ego-Körpersystem würde „verglühen“), sondern um ein  s u k z e s s i v e s .

„Gut Ding braucht Weile“, „Was lange währt, wird gut“ … sind da alte Sprüche, welche mir gleich dazu einfallen. Was die Vorvorderen wussten, trifft genauso auch für den Übergang in ein neues Zeitalter zu.

Weil es um GOTT-gewollte „Tiefe und Intensität“ geht, welche in dieser Weise „in den Himmeln“ so nicht bestehen, erfordert es nun einmal, dass Mensch-Ego über den Verstand seine „Kreise“ ziehen muss. Erst das spiralförmige (in Entsprechung zur komsischen Evolutionsspirale) Umrunden der Dinge wird in der „Verlangsamung“ ein wahrer „Weisheits-Effekt“ und dadurch ein weiterer Magnetismus und Sog für die INTEGRATION GOTTes in die eigenen KÖRPER-Systeme hervorgebracht.

Auf dieselbe Weise brachte ich auch die Verschriftlichung dieser meiner Gedanken hier hervor, und sicherlich wird es ebenso eines „Kreisens“ bedürfen, sich über das Verstandesinstrument den Inhalt meines Textes für das Ego-Gefäß zu erschließen.

A-LIE-ns – eine „Lüge“?

Es gibt gerade für die „Spirituell Erwachten“ viele Ablenkungen auf dem sukzessiven Weg der „MENSCH-Werdung-in-GOTT“. Wenn ich von Ablenkungen spreche, dann meine ich nicht die potenziellen Konfrontationen mit der „Alten Welt“ und der „Alten Energie“, sondern Einwirkungen ausgerechnet aus dem „spirituellen Sektor“. Dazu gehört die ganze Thematik der Channelings … Ich lasse mal jetzt all das vor, was die Reinheit oder Egobelastung der Kanäle betrifft oder die Wahrhaftigkeit der Herkunft der Botschaft. Darüber wurde bereits viel diskutiert und offen gelegt, und ich selbst habe zu einem spezifischen Fall ausführlich Stellung bezogen.

(https://nebadonien.wordpress.com/2013/08/01/licht-vs-zeitprophetie/#comment-161909; https://nebadonien.wordpress.com/2013/07/28/asana-mahatari-taube-ohren-teil-ii-27-07/#comment-159632).
Es geht um Unsere Raumgeschwister, die „(Inter)Galaktischen“ – und was sie uns mitzuteilen haben. Ich werde jetzt weder Namen nennen noch auf den Inhalt irgendwelcher Botschaften eingehen. Ich selbst möchte hier nur einen Gedanken platzieren, welcher den KERN all meiner obigen Ausführungen aufgreifen soll: welche Mitwirkung haben die „Galaktischen“ bei der „MENSCH-Werdung-GOTTes-im-Mensch-Ego-Gefäß“ und welche Rolle spielen sie dabei?

Ich nehme es gleich vorweg – und bitte nicht gleich zusammenbrechen: Keine! Wenn es eine „Mitwirkung“ (ungewollter Weise, darauf gehe ich gleich näher ein) gäbe, dann eher eine „negative“: in einer ablenkenden, verwässenderen und lähmenden Weise.

Wie ich darauf komme, wird sich mancher fragen. Nun, ich selbst habe eine ganze zeitlang Durchgaben der „Galaktischen“ gelesen. Es ist nicht abzustreiten, dass sie ein „wohliges“ Gefühl hinterließen und sich irgendwie durchweg stimmig anfühlten. Mit der Zeit brachten diese mir keine Befriedigung mehr, und ich fragte mich, ob dies etwas mit mir zu tun haben könnte. In der Tat, mein Mensch-Ego-Gefäß war gesättigt von dieser Art von Energien (wie auch übrigens von vielen anderen Channel-Botschaften). Faktisch gesehen wurden ohnehin keine Neuigkeiten gegeben, und den dargereichten Energien vermochte ich nichts mehr abzugewinnen. Ich erkannte, dass dies Ergebnis eines eigenen Inneren Reifungsprozesses war, durch den ich gewahr wurde, dass diese Energien mich nur klangvoll einsäuselten und in ein Wohlgefühl einwebten, statt mich zur Bewusstseins-Arbeit zu aktivieren. Statt dass das Ego in  a k t i v e r  Selbst-Öffnung durch „tuende Hingabe“ dem GANZen SELBST gegenüber Ermöglichungen für den „Einstieg“ GOTTes in seine Systeme schafft, wird es hingehalten durch regelmäßige äußere Vergabe und Einnahme von spirituellen „Wellness-Pillen“, welche das Ego „geradeso“ in der Schwebe eines irgendwie guten Gefühls belassen, um eingeschläfert genug zu sein, im Innern sich nicht selbst betrachten und „aufbereiten“ zu müssen. Es wird „gelähmt“, statt innerhalb seiner KÖRPER-Systeme aktiv „dem Herrn die Wege zu bereiten“.

Würde ich aber nicht zu weit gehen, die Galaktischen gleich ganz zu diskreditieren und der „Lüge“ zu bezichtigen? Nun, es kommt darauf an, auf was sich die „Lüge“ bezieht.

Wie es dem „Kreisen des Verstandes“ entspricht (s. o.), war ich vor ca. drei Jahren auch bereits bei dieser Erkenntnis angekommen, nur eben nicht so tief, so grundhaft und nachhaltig. So bedurfte es einer „Amnesie“, dass ich wieder erneut meine Kreise nehmen und Erfahrungen umrunden musste, bis ich mich vor kurzem wieder eines Wortspieles von Tobias – To-bi-Wah – erinnerte, als er Fragen zu den „Außerirdischen“ beantworten sollte. Seinerzeit wurde von einem amerikanischen Kanal eine Massenerscheinung außerirdischer Schiffe angekündigt – welche natürlich ausblieb und tiefe Erschütterung und Wut, Enttäuschung und Verunsicherung in der Eso-Szene auslöste. Tobias nahm dabei das Wort „Alien“ auseinander und verwies auf das „Lie“ – englisch für Lüge in seinem Stamm: A-LIE-ns.

Tobias war es, der immer wieder betonte und hervorhob, dass „WIR“ es SIND. Wir Menschen hier „unten“ – sind die „Ersten“, welche die Neue Erde mit-erschaffen. Wenn jemand behauptet, dass die „Aliens“ direkten und unmittelbaren Anteil an der Erschaffung der Neuen Erde hätten, begeht eine „Lüge“.

Die „Lüge“ bezieht sich also nicht auf die Existenz unserer Raumgeschwister oder auf den Wahrheitsgehalt ihrer Botschaften – sondern auf die  I n t e r p r e t a t i o n  ihrer Existenz und ihrer Botschaften, die ihnen von den  M e n s c h e n  gegeben wird: dass unsere Raumgeschwister „weiter“ seien als wir und „deshalb“ uns aus unserem „Jammertal“ herausholen könnten.

Diese Meinung kursiert besonders bei jenen, welche sich selbst als „Sternensaat“ bezeichnen und diesbezüglich Naherwartungen von Landungen und dergleichen haben – und kaum erwarten können, dann hier „schnell weg“ zu sein … Was ich auf die „Ego-Verleugner“ bezog, gilt auch für sie: Wer „aufsteigen“ möchte, kommt um eine intensive Ego-Bewusstseinsarbeit nicht herum. Statt euphorisierte Botschaften weiterzugeben und tönend zu Weltfriedens-Meditationen aufzurufen (ein vollständig geklärtes Bewusstsein mit vollkommen erlöstem Ego in einer SELBST-LIEBEs-BEZIEHUNG zu GOTT-im-Mensch in der SELBST-Berührtheit vermag Wellen der HEILung auszusenden durch seine bloße Präsenz, als tausend Meditationsteilnehmer mit einem nur teilweise erlösten Ego imstande sind), sollten sie sich mit den Wirkungsmechanismen ihres noch unerlösten Egos beschäftigen, dann würden einige von ihnen erkennen, dass sie zwar „Sternensaaten“ sind – was sie mit stolzer Brust als „Zeichen“ und „Prädikat“ vor sich hertragen – ,aber noch ziemlich „junge Samen“, welche erst seit kurzem in den Inkarnationskreislauf eingestiegen sind und als „Junge Seelen“, wenn sie sich nicht ausreichend reflektieren, deshalb zur Naivität und Arroganz und einem umtriebigen Aktionismus neigen – mit ausgesprochenem Scheuklappenmodus inklusive eines Absolutheitsanspruchs.

„Sternensaaten“ sind wir alle! Die „alten Sternensaaten“ brauchen aus diesem Grunde nicht von den „jungen Sternensaaten“, welche zur „energetischen Unterstützung“ gekommen sind, belehrt zu werden. Sie haben auf dieselbe Weise ihr Ego zu klären, um aufsteigen zu können (und da wird sie auch kein Raumschiff abholen), wie jene, die ihnen vorausgegangen sind. Gerade sie – was Ego-Klärung und –auflösung betrifft – bedürften der „Mentorenschaft“ der älteren Sternensaaten, welche sie so gern zu bevormunden versuchen, ohne sich dessen gewahr zu sein. Nun, hier stehen noch einige Lektionen für die Betreffenden bereit.

Dass wir auch die „Älteren Sternensaaten“ sind, ist für mich das Stichwort, zu begründen, weshalb Unsere Raumgeschwister evolutiv eben nicht „weiter“ sind als wir. Es ist gerade umgekehrt.

„Wir“ sind weiter. Das ist auch der Grund, weshalb sie millionenfach im Orbit der Erde stehen und das Menschentum und seine Entwicklung so staunend und fasziniert beobachten. Ja, in der Tat, sie haben den besseren Überblick, im wörtlichen wie übertragenen Sinne. Sie verfügen über Fähigkeiten, die wir mit und nach Unserer Ankunft hier auf der Erde im Mensch-Ego-Gefäß verlernt haben: den Zugriff auf das quantenphysikalische Feld: multidimensionales Reisen, Lesen der Akasha-Chronik, Einschätzen von energetischen Qualitäten der jeweiligen Zeitlinien der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft usw… Sind sie deshalb in der Evolution „weiter“ als wir? Ich denke, nein.

Das hat etwas mit dem „Experiment Erde“ zu tun – als „Objekt“ des eigentlichen SCHÖPFUNGs-ZIELs GOTTes.

Es gab viele Sternenvölker, welche bereits „aufgestiegen“ sind. Doch stand das große Versuchsfeld – das des Aufstieges aus einer Ebene größter Dichte, Abgetrenntheit und Dunkelheit noch aus: Gaia und die Menschheit. Es verhieß großen Gewinn – bei einem nicht absehbar großen Risiko des Steckenbleibens. Und viele bereits „Aufgestiegene“ anderer Sternenvölker erklärten sich bereit, ja dürsteten danach, auf Gaia MENSCH zu werden, um Teil dieses großartigen Experiments zu sein. Als Preis winkte die Teilhabe und das Selbst-Sein der SCHÖPFUNGs-VOLLENDUNG: GOTT-in-der-FORM.

Ursprünglich waren wir als „Erste-Sternensaaten-auf-Erden“ also menschliche „Aspekte“ Unseres aufgestiegenen Sternen-Selbst. Nach der Durchfahrung der Abtrennung und Dunkelheit mit unserem „Gefährten“ des Mensch-Ego-KÖRPER-Gefährts haben wir eine Innerlichkeit, Weisheit und Reife erlangt, welche in Uns RAUM schafft für die INTEGRATION GOTTes in einer Weise, wie sie seit Anbeginn der Schöpfung niemals zuvor möglich war. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, sind deshalb nicht mehr „Wir“ ein Aspekt unseres Sternen-Selbst aus der „Vergangheit“, sondern unser „Sternen-Selbst“ ist ein Aspekt von uns aus der Vergangenheit! Unser „Sternen-Selbst-aus-der-Vergangenheit“ ist im JETZT unserer Gegenwart in der Umlaufbahn der Erde und beobachtet neugierig, was aus seinem Eigenen Aspekt „in der Zukunft“ geworden ist.

Als der Aspekt unserer Sternen-Ahnen, der wir einst einmal waren, sind wir GANZ geworden, „ganzer“als vor Beginn unseres Eintreffens hier auf Erden. Unser galaktischer „Aspekt-aus-der-Vergangenheit“ muss deshalb, um ebenso „ganz“ zu werden, sich auf der inzwischen erschaffenen Neuen Erde inkarnieren. DAS ist die Bedeutung der Ego-Erlösung-und-ERFÜLLUNG mit dem GEIST GOTTes.

Natürlich hat auch die Energie unserer „himmlischen Ahnen“ in gewisser Weise ein „Inneres Verstandeskind“, das darauf brennt, mehr zu erfahren, und vor allem: zu helfen! Es möchte irgendwie mit dabei sein und sich einbringen können. Tatsächlich geschieht von dieser Seite aus der Erde viel Hilfe. Doch in einem können sie uns wirklich nicht helfen: in unserem Prozess des persönlichen Aufstiegs. Jede Form der Hilfe muss dann als hinderlich angesehen werden, weil sie ablenkend auf das Mensch-Ego wirkt. Und eigentlich ist es ja auch das, was sie selbst mit ihren Botschaften durchgeben.

Doch vielleicht wird hierhin von ihnen in ihrem guten Willen einfach nicht erkannt, dass es ein Zuviel geworden ist, das die Menschen dazu verführt, sich ausschließlich mit den „Beruhigungs- und Wohlfühlpillen“ einer neuen Durchgabe energetisch zu versorgen und dabei träge zu werden. „Weniger“ ist in den meisten Fällen eben ein „Mehr“. Vielleicht haben die Kanäle mit ihrem eigenen noch womöglich unerlösten Ego und ihrem Unvermögen, loszulassen, ebenso einen Anteil daran, dass aus „Mitgefühl“ seitens der Galaktischen immer wieder erneut Botschaften „nachgeschoben werden“, ohne wirklich „neu“ zu sein, als nur eine energetische Wellness-Massage.

Sie kennen eben nicht die Wirkungsweise des Ego unter den Bedingungen der Dichte. Sie wollen mit ihrer Energiereichung Hilfe geben, doch erkennen sie nicht, dass damit auch die Gefahr besteht der Einduselung und Betäubung des Egos. Eine gewisse Unerfahrenheit und Naivität – ohne das ihnen zum Vorwurf machen zu wollen – wird hier sicherlich bestehen. Deshalb ist es genau das – das Überleben, Erleben, Behaupten und Arrangieren des Egos in der Dichte, was sie beim Erdenmenschen zu studieren suchen, um daraus zu lernen. Denn wenn sie dereinst selbst einmal GOTT in dieser Intensität in ihr Körpersystem integrieren wollen, kommen sie nicht umhin, inkarniert auf der Neuen Erde – quasi wenn „die Luft rein“ ist – den dann immer noch nötigen Weg der Ego-Erlösung zu gehen- nur unter viel einfacheren Bedingungen als „zu unserer Zeit“.

Als ein vertiefendes Anschauungbeispiel fällt mir das jesuanische Gleichnis vom Verlorenen Sohn ein. Wir sind der „Verlorene Sohn“, der auszog „das Fürchten zu lernen“. Das haben wir in der Tat, und darum ging es auch. Doch wir blieben nicht darin stecken, sondern sind bis hierhin gekommen. Welch Gnade. GNADE, gegenüber der wir uns aus der Tiefe größter Dunkelheit und Verlorenheit geöffnet haben, um „empfangen“ zu können. Wir kehren von den Schlachtfeldern der Widernisse, Wirrnisse und Irrungen zurück nach Hause. Wir haben dereinst unser „Erbteil“ auszahlen lassen (Mensch-Ego-Gefäß mit dem GoeTTlichen Implement des SCHÖPFUNGs-ZIEL-Moduls). Wir „verprassten“ es – wir „missbrauchten“ unser Ego und unser KÖRPER-System, die Mitmenschen und Gaia. Doch nun – nackend, bloß und einsam – begeben wir uns in das HEIM des Vater-/Mutter-SCHÖPFER-GOTTes zurück, in der Bereitschaft, ein Knecht unter den anderen zu sein. Doch wir „gehen“ nicht „auf“ im Belegstamm des Vater-Hofes, sondern uns wird eigens ein Fest bereitet und der vorderste Platz an der Tafel gegeben. Unsere galaktischen Ahnen „aus unserer Vergangenheit“ treffen wir auch dort. Sie würden alles für uns tun. Das Bett ist frisch bezogen und die Tisch gedeckt. Und sie sind wissbegierig zu hören, wie es uns ergangen ist, und wie wir es geschafft haben, dort „draußen“ zu überleben, zurecht zu kommen und dennoch nicht endgültig verloren worden zu sein. Und eines Tages werden auch sie sich auf den Weg nach „da draußen“ begeben, in eine Welt, welche WIR ihnen bereitet haben …

Auch wenn sie denn dann dereinst hier auf Erden „landen“ werden – sobald das menschliche Kollektiv sein Ego erlöst hat – und uns in vielen Dingen hilfreich zur Seite stehen werden … Für sie persönlich wird ihre „Vollendung“ erst in einer Erdengeburt gegeben sein …

Deshalb geben WIR  i h n e n ,  unseren Galaktischen Ahnen  U n s e r  Mitgefühl und unsere Liebe, statt zu glauben, als „Opfer“ und „Geringwertiger“ auf ihre Liebe und ihr Mitgefühl angewiesen zu sein! Wir sind evolutiv weiter – und das heißt auch die Übernahme von Verantwortung!

Schluss und Ausblick

Ich versuchte herauszustellen, dass das Ego – das Innere Verstandeskind – GOeTTlichen Ursprungs ist und absoluter Be-JA-ung und Wertschätzung bedarf – als Voraussetzung für dessen Hineinnahme in ein SELBST-LIEBES-Verhältnis von GOTT zu GOTT-im-MENSCH. Hier wird Mensch nicht mehr vom Ego gedacht, sondern GANZes SELBST denkt Mensch!

Das Mensch-Ego ist der  S c h l ü s s e l  für den „Aufstieg“ des Menschen. Doch es ist weniger ein „Aufstieg“ als ein vollständiger „Einstieg“ GOTTes in das Mensch-Ego-KÖRPER-Gefäß – das ZIEL der VOLLENDUNG der SCHÖPFUNG GOTTes.

Diese „Vollendung“ bedeutet nicht Abgeschlossenheit, sondern Beginn eines wilden, freien und dynamischen unendlichen Abenteuers auf der sich ausdehnenden multidimensionalen Spirale evolutiven SELBST-BerührtSEINs GOTTes: EWIGes WERDEN!

Eines Tages wird man auf der Neuen Erde zurückblicken und bemerken, dass die Phase der Channelings und des Esoterik-Marktes nur eine kurze Episode blieben, doch in der Zeitenwende wesentlich zur Klärungsarbeit des Bewusstseins beitrugen, gerade weil hier auch viel „Ver-klärung“ betrieben wurde.

„GOTT-MENSCH-in-der-Eindrücklichkeit-der-Ego-Gefäß-Durchfahrnis“ wird dankbare und wertschätzende SCHAU halten über die Erfahrungen von Milliarden von menschlichen Seelen über Abermilliarden von Augenblicken im Verlauf eines langen Zeitalters der Abgetrenntheit. Die alten Mythen und Legenden, Sagen und Märchen, die alten Lieder und Dichtungen, Musik und die gestaltenden Künste werden vor diesem Hintergrund eine neue Würdigung erhalten („Hansis Eisenbahn“ in neuem Glanz auf dem Gabentisch des Gewahrseins).

Die Völker der Erde werden sich ihrer kulturellen Einzigartigkeit bewusst sein und einander gegenseitig ehren – im Wissen, dass sie alle einen unverzichtbaren Schliff eines wundervollen Diamanten darstellen: Die Erden-MENSCHheit, in die hinein GOTT sich gebar.

So SEI es!

http://www.youtube.com/watch?v=NMG0A8k8y4c

Der in Vibration der SELBST-Berührung GOTTes SEIende Christian alias Hirtenjunge, der Sachsenchris