Außerhalb des Aquariums II

am 18.12.2013 auf The Information Space
geschrieben von Steven Black:

aquarAußerhalb des eigenen Aquariums, von einigen seiner Glaubenssätze befreit zu sein, bedeutet nur den Anfang, nicht das Ende einer Entwicklung. Bald darauf stellt man nämlich fest, daß man sich einem weiteren, nur etwas größerem Aquarium befindet.

Viele Menschen die sich spirituellen Themen widmen, Prozesse zur Klärung von ihrer emotionalen, mentalen und auch körperlichen Limitierungen angehen, wundern sich oft, wieso zum Teufel, die Zusammenstöße mit dem Leben und Dingen, die uns Unrund machen,  scheinbar niemals zu enden scheinen.  Man wünscht sich oftmals eine Art von “Immunisierung”, um für immer frei von dem Schmerz zu sein, welcher durch diverse Beobachtungen, Interaktionen mit dem Leben und anderen Menschen ausgelöst werden kann.

Die Vielfalt der Menschen, ihre persönliche Ausrichtung, wie sie auf ihre Umgebung reagieren, Missverständnisse und Unbewusstheit, die Kaskaden von Schmerz, der in ihnen lebt, generieren natürlich eine Vielfalt von Problemen und Chaos. Wer will DAS denn wirklich sehen?

Man muss da gar keine Multidimensionalen Zusammenhänge, keine “Verschwörungstheorien” von “allmächtigen Hintergrundmächten”, oder sonstige Konzepte bemühen. Viele Probleme liegen direkt vor der eigenen Haustür, sie gucken uns aus dem Spiegel entgegen, du, ich – und etwa 7 oder 8 Milliarden andere Menschen sind damit verbunden.

Wir maulen über die global agierenden Konzerne, welche zu Dumpinglöhnen Armut verbreiten, aber WIR KAUFEN deren Scheixx. Ob nun Kleidung, Nahrungsmittel, Elektronik – whatever, für qualitativ bessere Produkte reicht nämlich bei den meisten das Geld nicht. Keine Sorge, ich selbst bin da auch nicht viel besser – dies soll auch keine Verurteilung sein, sondern vielmehr zum nachdenken anregen.

Oft grade spirituell orientierte Leute, haben massive Widerstände gegen Geld an sich und Konflikte mit der Materie im besonderen. Weil man sich in ein Gefängnis mit Glaubensmustern sperrte, oder fremdbestimmt sperren ließ, erzeugen solche inneren Widerstände klarerweise auch einen Widerstand beim persönlichen Geldfluss. Was im Umkehrschluss bedeutet, nicht das Geld an sich ist das Problem, sondern die innerlich verankerte Haltung und der Umgang damit.

Man echauffiert sich über die Verschmutzung der Umwelt, der Übersäuerung der Gewässer, Ölkonzerne und diverse andere Konzerne, die ihren Giftmüll in die Meere leiten – aber mit uns selbst hat das natürlich wenig zu tun. Aux Contraire, es hat – und wie es das tut. Tonnen von Waschpulver, Geschirrspülmitteln, Putz – und Desinfektionsmittel, usw. – welche von den “bösen Konzernen” produziert – aber von UNS gekauft werden, gehen tagtäglich über all die Haushalte weltweit, direkt wieder in den Wasserkreislauf, nachdem sie die chemischen Klärwerke durchlaufen haben. Auch der Einsatz von Mikroorganismen wird nicht alles von Phosphaten, Tensiden, etc. reinigen ..

Ich weiß, DAS verursacht Magenschmerzen. Und was jetzt? Sollen wir einfach nicht mehr waschen? Das wäre des guten wohl etwas zuviel, aber man könnte sich etwa Waschnüsse, oder anderweitige Alternativen zulegen. Geheimgesellschaften, globale Konzerne und Massenkontrollmechanismen sind IRRELEVANT, wenn wir deren Bockmist nicht inhalieren, ihre Produkte nicht kaufen und deren diverse Agenden ins Leere laufen lassen würden.

Man kann heute sogar durch eine Wasserprüfung der Flüsse, den durchschnittlichen Konsum in der Bevölkerung, von Kokain, Heroin, etc. berechnen. Und es gibt noch unzählige unschöne Dinge mehr, die mit uns selbst und direkt mit unserem Bewusstsein zu tun haben, weil wir Teil dieser Realität sind.

Ich habe Menschen erlebt, die sehr Umweltbewusst sind, aber achtlos an einer gestürzten Frau vorrübergingen, die nicht mehr aufstehen konnte. “Kümmert sich eh der nächste drum” – SUPER, und wenn alle so denken würden? Und ich erinnere mich an Zeiten, wo ich mich selber spirituell wähnte, aber wo ich über Obdachlose schimpfte.

“Um Himmels Willen, wie kann ein spiritueller Mensch denn sowas machen?”
Weil es keine spirituellen Menschen per se gibt, nur spirituelle Selbste, was eine Teilpersönlichkeit von Menschen ist – man kann’s aber auch ein Energiemuster(like Hal & Sidra Stone) nennen. Je komplexer und vielfältiger ein Mensch ist, desto mehr Selbste/Energiemuster besitzt er. Daher ist die Frage, wer ist grade anwesend von uns? Dasjenige Selbst, was kocht, wäscht, putzt, oder andere, eher unangenehme, aber zweifellos notwenige Aufgaben erledigt, dürfte selten unser spirituelles Selbst sein – außer natürlich, man hat es auf diese Bereiche hin erweitert. ^^

Aber meistens ist das halt nicht so, die verschiedenen Selbste hüpfen hervor, wenn sie stimuliert sind etwas zu tun, wenn sie von uns gebraucht werden. Unser ICH ist eine komplexe Ansammlung verschiedener Charaktere, Inhalte und Denkweisen, wir reagieren nicht zu jedem Thema gleich und wir können manchmal auch richtig einfältig sein – weil manche Selbste kaum entwickelt sind. Diese Selbste bilden sich – unter anderem natürlich, wenn wir uns eine gewisse Zeit lang mit etwas beschäftigen. Beispielsweise, wir lernen ein Musikinstrument – es kommt auf die Ausdauer an, auf die Hingabe und die LIEBE, die wir damit verbinden, wie gerne wir es tun, welchen Grad der Entwicklung ein solches Selbst erwirbt. Dann wird dies unser “musikalisches Selbst” ..

Einige Leute erleben viel, sie haben dann viele Selbste, weil diverse unterschiedliche Erfahrungen gemacht wurden. Manche hingegen sind recht einfach gestrickt und haben weniger Selbste.

Manche Selbste haben wir bereits mitgebracht, einige über viele Leben lang, sie enthalten dann unsere besonders ausgeprägten Talente, weil wir sie uns erarbeitet haben. Das Konzept von Zeitgleichheit aka es gibt keine Zeit, behauptet ja, daß wir alle Leben gleichzeitig leben. Was zwar eine schräge Theorie ist, die aber auch nicht dümmer klingt wie vieles andere.

Nun haben wir vielleicht viele Selbste, mit denen wir etwas begonnen haben, aber bald darauf Schiffbruch erlitten. Vielleicht wurden wir gedemütigt, in unserer Würde verletzt, oder wir schämten uns, hatten eventuell starke Angst erlebt. Üblicherweise wird dies dann so gehandhabt, daß wir so schnell wie möglich diese Erfahrung vergessen wollen, wir sperren sie weg, verdrängen sie ins Unterbewusstsein und versuchen uns einzureden, nichts davon wäre passiert. Ruck zuck, bastelt sich das “strategisch operierende, mentale Selbst” entweder ein weiteres Selbst, oder besinnt sich auf ein früheres Selbst, womit es von diesem Bezugspunkt an weitermachen kann. Ein neu entworfenes Selbst wird aber vielleicht aggressiver, härter sein,  es wird misstrauischer seine Umgebung scannen – und, und, und so weiter.

Mit der Verdrängung unangenehmer Erfahrungen, verdrängen wir aber auch das damit betroffene und verbundene Selbst. Indem die Erfahrung “vergessen” wird, verdrängt ins Unbewusste und mitsamt aller Gedächtnisinhalte von Schmerz, kann mit diesem Selbst nicht weitergemacht werden.  Bei einigen Menschen führt dies zum Abbruch eines Studiums, Jobwechsel, Beziehungsende, etc. – man gab auf.

Um ein anderes Beispiel für ein verdrängtes Selbst anzuführen:

Die Gefühlsinhalte enes verdrängten Selbstanteils haben meist immer mit Nicht Anerkennung und Bestrafung zu tun. Manchmal reicht dazu eine hochgezogene Augenbraue eines strengen Elternteils, gesagte Worte, wie etwa ”Kind, so spricht man nicht in der Gegenwart Erwachsener”, oder ein Anschiss des Chefs, vor den Augen anderer. Man wird als Nicht akzeptabel erlebt, als falsch, oder unfähig, und vieles andere mehr. Niemand will sich dumm fühlen, oder schämen, also verdrängt man es und relativiert nach Kräften die Situation vor sich selbst – und damit relativiert man auch einen Teil von sich Selbst.

Aber damit versagt man diesem Selbstanteil weitere Entwicklung, wenn Gefühle verdrängt werden, kann man nicht daraus lernen und weiterwachsen. Die Kontinuität des Selbst geht verloren ..

Die menschliche Erfahrung, die wir alle durchmachen, beinhaltet ein wahres Meer, einen Ozean an Energiemustern von Selbsten, wo jedes ganz spezifische Talente und Fähigkeiten hat, um auf das Leben zu reagieren. Jedesmal wenn wir ein Selbst verdrängen, werden wir ärmer an Energie, Fähigkeiten, an Tatkraft, an emotionalen Ausdrücken, Leichtigkeit und Flexibilität. Verdrängte Selbste sind immer mit Gefühlen verbunden, die wir nicht fühlen wollen.

Aber diese Selbste verschwinden halt nicht einfach, und wenn man noch so sehr meditiert – sie treiben dann im Unterbewusstsein (was einen Ort/Inhalt definiert, worüber wir kein Bewusstsein haben) ihr Unwesen. Man kann sie aber auch gebundene, festgehaltene Energien nennen. Wer Menschen beobachtet, die mit Vorliebe gerne andere Leute kritisieren, wird entdecken, daß sie meist über sich selbst zu Gericht sitzen. Wer über “Nachbar sowieso”, oder Obdachlose herzieht, hat an ihnen ein Muster entdeckt, daß ihm selbst bestens bekannt ist, er aber verdrängte.

All diese aufgeführten Beispiele sagen uns, warum es so eine Mega Action sein kann Klärungsarbeit zu betreiben. Wer diese Arbeiten früh beginnt kann sich glücklich schätzen, aber viele beginnen damit erst in ihren 40 ern, und damit hätten wir vieles an negativ erlebten Erfahrungen. Freiheit davon wird Stückchenweise erarbeitet, es dauert und kann kein “Ad hoc” Ereignis sein, wie viele es sich mit Quantenheilung, etc; etc; etc; versprechen. Aber wer sich dadurch Immunität vor künftigen Interaktionen, oder Zusammenstößen verspricht, wird eher enttäuscht werden. Das Leben ist ja nichts statisches, man kann es nicht konservieren, auch wenn wir’s gerne möchten.

Hat man einen Durchbruch erlebt, wartet das nächste Aquarium bereits, und dann das nächste, usw. Das Zurückholen unserer verletzten Selbste, ihre Integration ins Bewusstsein, beziehungsweise ihre Emotionen und Inhalte, bringt die EINHEIT mit UNS SELBST voran. Es wird immer wieder zu irgendwelchen Herausforderungen kommen, aber je mehr wir mit uns selbst in Harmonie sind, desto weniger sind wir anfällig für Verletzungen. Der Weg der Transformation ist die Einheit mit sich Selbst zu erlangen, die Rückholung und Annahme aller Wesensanteile. Es ist verwirklichbar .. aber natürlich eine Frage von Ausdauer und Kompromisslosigkeit.

Spiritualität kann zur Flucht aus der persönlichen Wirklichkeit benützt werden, aber ebenso kann sie uns eine Art Refugium, einen Erholungsort anbieten. Von dort aus können wir einen besseren Überblick bekommen, aber der Grat zwischen Erholung und Flucht ist schmal. Man kann dazu verführt werden auf “Wolke 7” sitzenzubleiben und alles andere einfach zu ignorieren. Aber mit Spiritualität, oder Bewusstseinsentwicklung, hat das dann nur mehr wenig zu tun.

Nüchtern betrachtet ist Bewusstseinsentwicklung ein hartes Stück Arbeit. Und zwar für JEDEN Menschen, innerhalb seines ganz persönlichen Aquariums. Spirituell zu sein ist kein wirkliches Kriterium dafür, erleichtert allerdings das Verständnis um die Zusammenhänge ungemein.

Wir alle wünschen uns eine andere Welt, eine mit mehr Miteinander, mehr Leichtigkeit und Freude, aber noch immer sitzen viele nur auf ihren hohen Zäunen und beobachten, sie glauben, sie bräuchten nichts dafür tun, die kosmischen Energien würden das schon erledigen .. Das ist dann wirklich das Äquivalent von einer Illusion .. ja, schön wärs, aber DAS sind nur unterstützende Potentiale, auf die wir reagieren sollen. Sie erleichtern und ermöglichen schnelleres Vorwärtskommen, aber nichts erledigt sich von alleine. Wir kriegen vielleicht den “Brennstoff” geliefert, aber fahren müssen wir schon selber.

Keine kosmische Energie wird das Desaster in Fukushima beseitigen, aber selbst diese (möglicherweise durch den Mossad ausgelöste) Katastrophe kann einem “höheren Zweck” dienen, als katalytische Erfahrung globalen Ausmaßes. Offensichtlich brauchen einige Menschen diese Erfahrung dringend, um endlich zu realisieren, mit was für Selbstzerstörerischen Energien sie herumspielen.  Letztlich wird dadurch ein gewaltiges Umdenken beginnen, daß aber durchaus noch eine Generation andauern kann. Für das Ausmaß an dieser freigesetzten Radioaktivität wird auch die Erdenmutter einige Zeit brauchen, um sie zu assimilieren und zu transmutieren. Womöglich Jahrzehnte ..

Da ich jedoch keine neuen Ängste züchten möchte, wir haben schon genug davon, möchte ich jedem der sich deswegen Sorgen macht “Schindeles Mineralien” empfehlen. “Schindeles Mineralien“ sind rechtsdrehend (positiv magnetisiert) und haben eine retrograde Eigenschaft. Dadurch helfen sie, die linksdrehende (negativ magnetisierte) Energie von künstlich erzeugten radioaktiven Stoffen zu neutralisieren. Damit sind diese Mineralien in der Lage, in das Atomkristallgitter der relativ kleinsten und höchst schwingenden Partikel einzugreifen und dieses zu verändern. Dadurch helfen sie mit, die Schwingung (Strahlung) zu brechen. Die Universität Wien, sowie auch das sowjetische Institut für Atomphysik in der Ukraine, konnten bestätigen, dass Schindeles Mineralien gegen Radioaktivität wirken. Dies bewog die Russen nach Tschernobyl dazu, einen LKW zu schicken und zwei Tonnen Gesteinsmehl abzunehmen. Ich selbst verwende es seit Jahren täglich ..

Wieauchimmer, die größte Stärke und Schutz finden wir nur in der Einheit mit unseren Selbsten, wenn wir ein kohärentes (lat. cohaerere = „zusammenhängen“) Bewusstsein dafür erlangen. Es ermöglicht adäquate Reaktionen, angemessenes Verhalten und inneren Frieden, der nach außen getragen wird. Je mehr Menschen diese Straße entlanggehen, desto eher wird sich das außen verbessern.

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© Steven Black

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