Mutter entschied sich für medizinisches Marihuana, statt Chemo für die Krebsbehandlung ihres 3-jährigen Sohnes.

am 01.10.2013 auf huffingtonpost.com
Übersetzung: Arcadian

medmarihVor über einem Jahr wurde dem 3-jährige Landon Riddle Leukämie (Blutkrebs) diagnostiziert. Unter ärztlicher Aufsicht  fing seine Mutter, Sierra Riddle, eine Behandlung mit Bestrahlung und Chemotherapie an.

Während sie immer noch in Utah (US-Bundesstaat) lebten, fing ihr kleiner Sohn an, durch die Chemotherapie ernsthaft krank zu werden. Landon litt an Nervenschäden in seinen Beinen. Übelkeit, die mehrmals täglich zum Erbrechen führte, intensiver Schmerz und einmal sogar 25 Tage ohne etwas zu essen, alles als Folge der Behandlung (laut CNN)

„Rund um die Uhr war er für gewöhnlich unter dem Einfluss von flüssigem Morphium, Ativan, Promethexan“ sagte Sierra CNN im Juli. „Und es schien nicht einmal wirklich zu helfen.“

Da sie nichts „zu verlieren hatten“  prüfte sie die Behandlung mit medizinischem Marihuana. Sie zog mit ihrer Familie nach Colorado Springs (Bundesstaat Colorado) um die dort vorhandene Gesetzeslage für Marihuana zu nutzen.  Dort begann sie Landon flüssige Formen von Cannabiodiol oder CBD und Tetrahydrocannabinol, auch bekannt als THC zu verabreichen.

„Innerhalb von 4 Wochen konnten wir eine Verbesserung sehen,“ sagte Sierra einem Fernsehsender.

Anwender von medizinischem Marihuana sagen, dass THC, der psychoaktive Inhaltsstoff, der in Verbindung steht mit dem „High“-Sein,  auch ein effektiver Schmerzkiller sein kann und Übelkeit verhindern kann.

Und Nachforschungen von Wissenschaftlern des Kalifornischen Pazifik Medizinzentrums in San Francisco vermuten, das CBD, die ungiftige, nicht-psychoaktive Komponente, die in der Cannabispflanze zu finden ist, die Metastasenbildung  wirklich in vielen aggressiven Krebsarten stoppen kann.

Sierra tauschte die Chemotherapie gegen die Cannabistherapie ein und konnte sehen, wie ihr Sohn wieder seine alte Kraft erlangte und sein Krebs zurückwich.  Ihre Entscheidung medizinisches Marihuana für die Behandlung ihres Sohnes zu benutzen ließ einige in der traditionellen Medizingemeinschaft aufhorchen. Das ging so weit, dass ein Doktor den Vorfall in Colorado wegen Ablehnung einer Chemotherapie an das Gesundheitsministerium meldete.

„Sie zwangen mich nicht nur dazu etwas gegen meinen Willen als Mutter zu tun, sie zwangen mich auch dazu mein Kind krank zu machen,“ sagte Riddle zu einer Fernsehstation (CBS4).

Kinderkrebs bleibt der häufigste Grund beim Tod bei Kindern unter den Krankheiten in den USA, meldet das Kinderkrankenhaus Colorado. In einer Erklärung gegenüber einem Fernsehsender, äußerte das Krankenhaus, dass 25 % von Krebs bei Kindern akute lymphoblastische Leukämie sei.  Die Überlebensrate für diese Patienten liege bei über 90 % in ihrer Kinderabteilung der Onkologie und werde durch 2-3 Jahre Chemotherapie erreicht.

Riddle sagt, dass, vollkommen egal, was die Leute über ihre Entscheidung denken mögen, die schlichte und einfache Wahrheit ist, dass Marihuana ihrem Sohn geholfen hat.

„Sofort nach Beginn der Behandlung mit dem Öl, erreichten die Blutwerte (Blutplättchen) einen Wert einer regulären gesunden Person und die Ärzte verstehen nicht warum.“ Sagte Riddle CNN.

So ungewöhnlich es erscheinen mag, die Familie Riddle ist nicht alleine in der Wahl von medizinischem Marhuana als Behandlung für Kinder von ernsten Erkrankungen. 2012 wurde die damals 7-jährige Mykayla Comstock aus Oregon (Bundesstaat) ebenfalls mit lymphoblastischer Leukämie diagnostiziert.  Sie machte Schlagzeilen durch den Gebrauch von medizinischem Marihuana um die Nebeneffekte ihrer Chemotherapie zu bekämpfen.

Die Familie der 6 Jahre alten Charlotte Figi war das Thema einer CNN-Dokumentation früher in diesem Jahr. Es ging um die Anwendung von medizinischem Marihuana zur Hemmung ihrer epileptischen Anfälle in einer sehr seltenen Art der Epilepsie.

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Ein Gedanke zu “Mutter entschied sich für medizinisches Marihuana, statt Chemo für die Krebsbehandlung ihres 3-jährigen Sohnes.

  1. Wer heilt , hat recht. so einfach ist das.
    Eigentlich hat kein Mensch der das Recht, anderen was zu verbieten, was eine Krankeheit nachweislich heilt.
    Aber jeder hat auch das Recht, etwas abzulehnen, was ebenfalls nachweislich noch mehr schädigt, als es nützt.. Der Staat kann sich nicht als Vormund für den einzelnen Menschen aufspielen.
    Jeder Mensch hat das Recht,, das NATURRECHT…für sich selbst zu entscheiden, auch bei Krankheiten und deren Behandlung.

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