OTHANICA – Atlantis der Pyrenäen

am 04.01.2014 auf The Information Space
von Thomas Ritter

Rennes le Château liegt rund 40 km südlich von Carcassonne auf einem Höhenzug inmitten der hügeligen Landschaft des Rhazès. Nur etwa 30 Einwohner zählt der Ort heute noch. Dennoch tummeln sich dort eine Menge Fremde, viel, viel mehr, als der Ort Einwohner hat. Es ist seine Geschichte, die Rennes le Château diese seltsame Anziehungskraft verleiht. Vor mehr als 100 Jahren geschahen in dem weltvergessenen Dorf merkwürdige Dinge. Um 1900 kam der Landpfarrer Berenger Sauniere auf mysteriöse Weise zu unerhörtem Reichtum. Er baute das Landhaus Villa Bethania, dazu einen nach Maria Magdalena benannten Turm im neogotischen Stil für seine Bibliothek, ließ die Pfarrkirche des Ortes auf eigene Kosten rekonstruieren, wurde Großgrundbesitzer und empfing in seiner Pfarrei so bedeutende Gäste wie die Opernsängerin Emma Calvè oder den Cousin des österreichischen Kaisers – Johann Salvator von Habsburg. Im Jahr 1917 starb der Pfarrer unter mysteriösen Umständen und nahm sein Geheimnis mit ins Grab. Woher hatte Sauniere seinen plötzlichen Reichtum? War er Alchemist und stand mit dem Teufel im Bunde – wie es einige aus dem Dorf noch heute glauben?

Warum bezahlte ihm dann der Vatikan wahrhaft fürstliche Summen? Welchen Schatz hatte Sauniere entdeckt – etwa das Vermächtnis des Templerordens oder gar etwas, das nicht von dieser Welt stammte?

Salzgewinnung

Über das Geheimnis des Pfarrers von Rennes le Château sind inzwischen zahllose Publikationen verfasst worden.Neben der eigentlichen Schatzgräbergeschichte um den exzentrischen Priester Berenger Sauniere existieren jedoch noch andere Phänomene, die nicht minder bemerkenswert sind als der Reichtum des Pfarrers von Rennes le Château. So finden sich immer wieder Hinweise auf das Quellgebiet des Flüsschens Sals, das etwa 8 km Luftlinie von Rennes le Château entfernt liegt. Von seinem Ursprung Fontaine du Salèe nimmt der kleine Fluss seinen Lauf durch die Ortschaft Sougraigne, vereinigt sich am Fuß des legendenumwobenen Berges Sebairou mit dem Fluss Blanque, fließt weiter durch die Ortschaft Rennes-les-Bains zwischen Pech Cardou und Mont Blanchefort, um dann in der Kleinstadt Couiza in den Fluss Aude zu münden. Um den Ort, an dem die Quelle der Sals entspringt, ranken sich zahlreiche düstere Sagen und Legenden.

Die Einheimischen betrachten bis heute diesen Platz als verhext und meiden ihn nach Möglichkeit. Bei der Quelle selbst handelt es sich um eine stark salzhaltige Sole, deren Wasser ungenießbar ist, wenn es auch einen angenehmeren Geschmack als Meerwasser hat. In unmittelbarer Nähe der Quelle befinden sich mittelalterliche Ruinen, die in den Landkarten der Region als „Ancient Corps du Garde“ bezeichnet werden. Dies bedeutet übersetzt das „Alte Gardekorps“ oder die „Alte Leibwache“. Möglicherweise handelt es sich um einen militärischen Stützpunkt, der die im Mittelalter wirtschaftlich bedeutende Salzquelle, eine angeschlossene Saline und den nach Bugarach führenden Weg über den Pas de Kapelan schützen sollte.

Einige hundert Meter von den Ruinen des Corps du Garde entfernt steht das sanierungsbedürftige Gebäude eines ehemaligen Klosters, das heute als Wohnhaus dient. Zwischen der Fontaine du Salèe und den beiden Bauwerken verteilen sich einige wahrscheinlich künstlich aufgeschüttete Hügel. Hierbei könnte es sich um Kurgane, also um Grabhügel handeln, die bislang jedoch noch nicht geöffnet worden sind. Als Erbauer der Nekropole kommen die keltischen Ureinwohner dieser Region in Betracht, während das Ancient Corps du Garde im Mittelalter wahrscheinlich von den Templern errichtet wurde, die in jener Gegend unter anderem das Privileg der Salzgewinnung besaßen.

Auch das Quellgebiet der Sals gehört zu jenen Orten des Rhazès, an denen gehäuft UFO-Sichtungen auftraten. Vor allem in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden mehrfach unbekannte Flugobjekte über den Bergen nahe der Quelle des Flusses gesichtet. Von allen Zeugen der damaligen Ereignisse werden diese übereinstimmend als „Verladearbeiten“ bezeichnet. Die UFOs sollen demzufolge längere Zeit über bestimmten Orten verharrt haben, während sich zwischen den

SICHTUNGEN

Objekten und dem Erdboden farbige Lichtstrahlen manifestierten. Am Nachmittag des 23. November 1986 dann gelangen den Bewohnern der Domain de la Sals einige spektakuläre Fotoaufnahmen der unbekannten Flugobjekte. Obwohl an diesem Tag ein sehr starker Wind aus Richtung Ost wehte, verhielten die Flugmaschinen längere Zeit vollkommen regungslos über dem Areal der Salsquelle. Eines der gesichteten Ufos schien sich für einige Zeit zu teilen oder zu verdoppeln, um dann wieder zu einem einzigen Objekt zu verschmelzen. Ebenso übergangslos, wie sie erschienen waren, verschwanden die Fluggeräte wieder.

Die Sichtungsdauer betrug nach Zeugenaussagen nahezu 90 Minuten. Auch im Innern des Gebäudes an der Salsquelle manifestieren sich von Zeit zu Zeit merkwürdige Leuchterscheinungen. Die Bewohner der Domaine nennen eines der Zimmer „Chambre Blanche“ – den „Weißen Raum“, da dort des Öfteren eine strahlend helle Lichtsäule mitten im Raum erscheint. Ein anderes Zimmer trägt die Bezeichnung „Chambre rouge“, da dort in unregelmäßigen Abständen scheibenförmige Flugkörper aus rubinrotem Licht zu sehen sind. Von den Bewohnern werden sie scherzhaft als „flying Camemberts“ bezeichnet.

Wir verdanken die Berichte über diese Phänomene einer ebenso interessanten wie charismatischen Persönlichkeit – Jean de Rignies (1919–2001), dem Wiederentdecker der Salsquelle. Er war der Großneffe des französischen spirituellen Meisters Dr. Gerard Encausse, genannt Papus. Anders als sein Großonkel, zu dessen Freundeskreis der letzte russische Zar ebenso wie der spirituelle Heiler Philipp de Lyon gehörten, schlug Jean de Rignies eine technische Lauf bahn ein. Nach seinem Schulabschluss ließ er sich zum Piloten ausbilden. Im 2. Weltkrieg diente er auf Seiten der Alliierten als Nachtjäger.

Nach dem Ende des Krieges reichte Jean de Rignies seinen Abschied ein, und ging nach Italien, um sich am Konservatorium von Mario del Monaco zum Opernsänger ausbilden zu lassen. Trotz eines verlockenden Angebotes aus Frankreich entschied sich Jean de Rignies schließlich gegen eine Karriere auf den Brettern, die die Welt bedeuten, und arbeitete als Straßenbauingenieur für die französische Regierung, unter anderem in Kanada und Marokko.

GEHEIMNISSE

Ende der sechziger Jahre siedelte er nach Rennes les Bains über, um sich vor Ort intensiv mit dem Geheimnis von Rennes le Château zu beschäftigen. Dabei will Jean de Rignies in einer Art von visionärem Traum einen Auftrag von Maitre Philipp de Lyon empfangen haben, der ihm befahl, im Rhazès einen Ort zu suchen, an dem sich eine Salzwasserquelle, ein altes Kloster und eine militärische Befestigung befinden. Dort würde er auf die Überreste einer Siedlung stoßen, welche durch Überlebende des untergegangenen Atlantis 13.500 Jahre vor Christus errichtet wurde. Diese Anlage, zu der auch ein unterirdischer Tempel gehört, bezeichnete Jean de Rignies als Othanica. An der Fontaine du Salèe wurde er offenbar fündig.

Jean de Rignies widmete den Rest seines Lebens der Erforschung dieses geheimnisvollen Platzes. Seine Angehörigen folgten ihm an die Sals und richteten die Klosterruine als Wohnhaus ein. Wen die esoterischen Gründe für Jean de Rignies „Mission“ nicht überzeugen können, dem mag ein anderes Szenario eher plausibel erscheinen. Aus der Zeit seines Militärdienstes verfügte Jean über sehr gute Beziehungen ins Verteidigungsministerium, möglicherweise sogar bis hin zu Präsident Charles De Gaulle persönlich. Nur so ist erklärlich, dass ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums von Jean de Rignies damit beauftragt werden konnte, alles Material zusammen zu tragen, welches Informationen zur Domaine de la Sals enthielt.

Jean wollte sich damit vor allem Klarheit über die Eigentumsverhältnisse verschaffen. In Anbetracht der eben nicht geringen Fleißarbeit, welche in diesem Dossier steckt, dürfte es sich um mehr als eine bloße Gefälligkeit gehandelt haben. Der Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums musste mit dem Projekt Sals vertraut und auch daran besonders interessiert sein. Möglicherweise begann Jean de Rignies also gar nicht auf eigene Faust in der Gegend um Rennes le Château nach Othanica zu suchen. So manches spricht dafür, dass hinter ihm eine Gruppe stand, für die er vor Ort recherchierte, und mit der er mehr oder weniger eng zusammenarbeitete. Zumindest einige französische Ministerpräsidenten interessierten sich nachweislich stark für Rennes le Château.

Von Francois Mitterand sind mehrere Besuche verbürgt, und von Charles De Gaulle wird gesagt, dass er, wie der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer auch, ein passionierter Freizeithistoriker und Schatzsucher war, um den sich ein privater Zirkel Interessierter bildete. In Anbetracht der vorliegenden Fakten ist es ist naheliegend, dass Jean de Rignies für solche Auftraggeber arbeitete.Die Identität seines mysteriösen Verbindungsmannes im Verteidigungsministerium war lange Zeit unbekannt. Erst dem französischen Autor Michel Vallet, der unter dem Pseudonym Pierre Jarnac publiziert, gelang es im Jahr 2010, diesen Mann als André-Jean Varache zu identifizieren.

Jean de Rignies

Mit Varache verbindet sich ein düsteres Kapitel der Suche nach Othanica – der Tod von Jean de Rignies Sohn Philippe. Im Sommer des Jahres 1977 tauchte André-Jean Varache an der Sals auf, offenbar, um Jean de Rignies das Dossier über die Domain de la Sals persönlich zu übergeben. Doch Jean war abwesend. Daher kümmerte sich Jeans Sohn Philippe um den Besucher. Philippe wird als Naturbursche geschildert, der sich fast immer bei seiner Ziegenherde aufhielt, mit der er durch das Salstal und die Berge in der näheren Umgebung zog. Der junge Mann kannte das gesamte Gebiet dort in- und auswendig. Mit seinem Vater unternahm er oft und gerne Exkursionen. Über Jeans Forschungen wusste Philippe am besten Bescheid und galt als sein engster Vertrauter. Varache gewann das Vertrauen Philippe de Rignies.

Er interessierte sich für einen ganz bestimmten Platz in der Umgebung der Salsquelle, auf den er bei seiner Recherche gestoßen war. Es handelte sich dabei um eine unterirdische Anlage, von der er ziemlich genaue Vorstellungen hatte. Philippe konnte ihm vor Ort weiterhelfen. An dem besagten Wochenende unternahmen Philippe und Varache eine gemeinsame Exkursion, von der sie sichtlich angeschlagen zurückkehrten. Die heute 84-jährige Zeitzeugin Renée Vanooteghem ist sich sicher, dass den beiden im Verlauf des Ausfluges etwas Fürchterliches zugestoßen sein musste. Als Jean de Rignies später nach Hause kam, hatte Varache die Domaine de la Sals bereits verlassen. Jean war außer sich, als er von dem Vorfall erfuhr.

Gemeinsam mit seinem Sohn suchte er die Stelle, an der Philippe und Varache zuvor gewesen waren, noch einmal auf. Von diesem Unternehmen sei Jean de Rignies mit schlohweißen Haaren zurückgekehrt, weiß Renée zu berichten. Nicht lange nach diesem Vorfall begann Philippe unter einer rätselhaften Krankheit zu leiden, welche schließlich zu seinem Tod im Jahr 1979 führte. Die eigentliche Krankheitsursache konnte bis zum Schluss nicht festgestellt werden. 

Es war, als sauge eine unheimliche, unbekannte Kraft langsam aber sicher Philippe sämtliche Lebenskraft aus. Varache erkrankte bald nach der Exkursion an Krebs und starb 1982, im Alter von nur 35 Jahren. Kein Zeuge der damaligen Ereignisse kann Auskunft darüber geben, wo sich der Ort befindet, welchen die beiden Männer 1977 aufsuchten, worum es sich bei dem Platz handelte oder was sie dort erlebten. Jean hat bis zu seinem Tod im Jahr 2001 nicht einmal mit der Frau, welche die letzten 15 Jahre seines Lebens mit ihm teilte, Renée Vanooteghem, über den Vorfall gesprochen. Offenbar wollte er Menschen, die ihm nahe standen, vor Gefahren behüten. Nicht erst ein Aufenthalt in der geheimnisvollen Anlage ist offenbar hochgradig riskant, sondern bereits das Wissen um bestimmte Dinge, die damit verbunden sind, können für den Betreffenden verhängnisvoll sein.

Jean de Rignies setzte trotz der tragischen Ereignisse seine Arbeit unermüdlich bis zu seinem Tod im Jahr 2001 fort. Er hinterließ ein Archiv mit den Aufzeichnungen seiner dreißigjährigen Forschungsarbeit, aus dem unter anderem hervorgeht, dass Jean die unterirdische Tempelanlage Othanicas gefunden und mehrfach begangen hat. Er berichtet in diesem Zusammenhang von metallenen Kisten voller uralter Dokumente und einer radioaktiv strahlenden Statue aus Bernstein. In einer handschriftlichen Skizze des Tempels markierte er einen Bereich als „Todeszone“. Möglicherweise war dies die Grenze, welche Philippe und Varache überschritten.

Mysteriöses Glas

Aus den von Jean de Rignies hinterlassenen Dokumenten ist ebenfalls ersichtlich, dass sich im Erdreich in der Nähe der alten Saline ein großes metallisches Objekt im Boden befindet. Jean stieß auf diese Anomalie, als er Mitte der 80-iger Jahre die sogenannten „Glasgrotten“ im Salstal untersuchte. Er nannte sie „fours de verrieres“. Jean entdeckte die zerfallenen und verschütteten Anlagen in den Jahren 1985/1986. Er räumte zunächst den Schutt aus dem am besten erhaltenen Objekt heraus. Dies ist der „Glasofen“, welcher seitdem zugänglich ist. Während der Beräumungsarbeiten wurde Jean auf Geräusche aufmerksam, die aus dem Untergrund unter der Anlage zu dringen schienen. Es war ein gleichmäßiges Maschinengeräusch, vergleichbar mit dem einer Rotationsdruckmaschine. Dabei schien es sich um die gleichen Geräusche zu handeln, die er zuvor schon im Salon seines Hauses vernommen hatte.

Auch dort waren sie scheinbar aus dem Untergrund zu hören. Unter den Fundamenten der Domain de la Sals führen tatsächlich mehrere Gänge weit hinein in eine geheimnisvolle Unterwelt. Von seinem Freund Henri Buthion, dem damaligen Besitzer des Anwesens von Berenger Sauniere in Rennes le Château, lieh sich Jean ein Aufnahmegerät. Damit entstanden Tonbandaufnahmen sowohl in dem „Glasofen“, als auch im Salon des Gebäudes und später an der Salsquelle. Diese Tonbänder existieren noch.

Im begehbaren Teil der Anlage wurde damals auch eine C14-Analyse durchgeführt, die ein Alter des „Ganggrabes“ von rund 8.000 Jahren auswies. In den Jahren 2008–2010 erneut vorgenommene Datierungen bestätigten dieses Ergebnis, lieferten aber weitere verblüffende Details. Die chemische Analyse einer vor Ort genommenen Glasprobe ergab, dass es sich bei diesem Glas nicht um konventionelles Glas handelt. Beweis dafür ist das völlige Fehlen der Elemente Calcium und Natrium. Beide Elemente sind Hauptbestandteile des sogenannten „Fensterglases“. Damit kommt ein neuzeitlicher Ursprung dieser Glasprobe nicht in Frage. Das Glas wurde bei einer Temperatur von 2.000 bis 2.500 Grad Celsius geschmolzen.

Abgesehen von dem Umstand, dass die Kunst der Glasherstellung in vorgeschichtlicher Zeit nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen wohl noch nicht bekannt war, ist die Temperatur der Schmelze doppelt so hoch gewesen als bei der heutigen Glasherstellung üblich. Wer benötigte vor 8.000 Jahren solches Glas? Dazu kommt noch der Umstand, dass die Schmelze damals mit einer Temperatur von rund 100 Grad Celsius pro Sekunde abgekühlt werden musste, um jene Struktur zu erzielen, in der sie sich bis heute präsentiert. Wozu auch immer die „Glasgrotten“ an der Sals dienten, ihre Erbauer vermochten nicht nur hohe Temperaturen zu überzeugen, sondern beherrschten offenbar auch bereits die Kältetechnik.

Die sogenannten „Glasöfen“ sollen Jean de Rignies zufolge ebenfalls Bauwerke sein, welche ursprünglich im Zusammenhang mit der Tempelanlage von Othanica eine bestimmte Funktion hatten. Worin diese Funktion bestanden haben mag, kann lediglich vermutet werden. Es scheint eine technische Einrichtung, vielleicht eine Energiequelle gewesen zu sein.

Untersuchungen

Im Rahmen der Untersuchungen wurde Jean auf ein merkwürdiges Objekt im Untergrund aufmerksam. Er hatte einen Rutengänger zugezogen, der das metallische Objekt ungefähr 50 m vom „Ganggrab“ entfernt ortete. Weil Jean von den Fähigkeiten des Mannes überzeugt war, nahm er dessen Angaben ernst genug, um teures Gerät einzusetzen. Jean de Rignies wandte sich an einen Freund, einen Amerikaner, der früher für die NASA gearbeitet hatte und beim CNRS in Toulouse angestellt war. Er kannte sich hinreichend aus mit solchen Untersuchungen und verfügte offenbar auch über geeignete Verbindungen. Es gelang ihm das Kunststück, sich für die Untergrunduntersuchungen ein Protonen-Magnetometer zu besorgen, ein hochkompliziertes, exorbitant teures und nicht eben einfach verfügbares Gerät, von dem es damals weltweit lediglich 7 Exemplare gab.

Dieses Gerät lieferte den Männern die Bestätigung für die Ortung des Rutengängers und überdies noch ziemlich exakte Daten. Die Vermessung ergab das folgende Resultat:

Das Objekt liegt in einer Tiefe von 25m. Länge: 30 m, Breite: 15 m, Höhe: 3 m (an der höchsten Stelle des gewölbten Gebildes)Nach einer Seite hin läuft das Gebilde 8 m lang pfeilförmig aus.Alle an den Untersuchungen Beteiligten waren sich aufgrund der vorliegenden Daten darin einig, dass es sich auf gar keinen Fall um ein natürliches Objekt handeln könne, sondern um eine Konstruktion. („Ca ne peut absolument pas étre naturel, nous a-t’on dit, c’est une construction.“)

Vor einigen Jahren gelang es, den Leiter des Geophysikalischen Instituts der Universität Göttingen für eine Forschungsarbeit vor Ort zu gewinnen. In den Jahren 2008 und 2009 fanden daraufhin mehrere Vermessungen an verschiedenen Stellen im Salstal, aber auch an anderen Orten statt. Daran waren Gruppen von bis zu 20 Studenten der Universität Göttingen beteiligt, die umfangreiches geophysikalisches Messgerät bereitstellten. Im Bereich der „Glasgrotten“ sind insgesamt dreimal Messreihen vorgenommen worden, welche zwar unterschiedliche Resultate erbrachten, aber im wesentlichen die Ergebnisse der Untersuchungen Jean de Rignies bestätigten. Es befindet sich tatsächlich eine geheimnisvolle metallische Masse dort im Untergrund.

Jean, der alles andere als leichtfertig war, ging bis zu seinem Lebensende davon aus, dass es sich bei diesem Objekt um ein extraterrestrisches Raumschiff handelt, welches in einem „Hangar“ abgestellt worden ist. Dort könnte es bei einem der Erdbeben, die im Rhazes sporadisch auftreten, verschüttet worden sein. Diese Überlegung ergab sich aus der Theorie über eine in dieser Region existente UFO-Basis. Für Jean selbst ist das allerdings keine Theorie gewesen, sondern absolute Gewissheit, Realität. Nach den Aussagen seiner Freunde und Zeitzeugen, die mit ihm auf der Domaine de la Sals leben, hatte Jean de Rignies Kontakt mit einer Wesenheit namens „Lilor“, dem „Kommandanten“ dieser Basis.

Von ihm erhielt Jean einige Auskünfte über die UFO-Basis. Sie soll ein recht großes Gelände umfassen, mit 7 km Breite und 15 km Länge. Ein Ende der unterirdischen Basis erstreckt sich demnach bis in das Salstal, das andere Ende liegt am Pech de Bugarach. Jean de Rignies sprach sehr selten und allenfalls im engsten Familien- oder Freundeskreis über diese Kontakte.

Der Weg nach Othanica

Er legte ebenfalls keinerlei Wert darauf, seine daraus gewonnenen Erkenntnisse zu veröffentlichen.Geht man davon aus, dass Jeans Angaben grundsätzlich zutreffend sind, dann bedeutet dies, dass die Basis zumindest bis Ende der 90-iger Jahre besetzt und in irgendeiner Art und Weise aktiv gewesen ist. Jean beschrieb Lilor, den Kommandanten, als menschenähnlich. Er unterschied sich äußerlich überhaupt nicht von einem Menschen.

Die Kommunikation zwischen den beiden erfolgte nach Jeans Aussagen auf telepathische Weise. So erhielt Jean de Rignies auch visuelle Botschaften, welche er in Bilder und geheimnisvolle Schriftzeichen fasste. Möglicherweise konnte er nicht alles lesen oder verstehen, was er sah. Passagen aber, die zu dem Zeitpunkt für ihn bestimmt gewesen sind, hat er verstehen können. Jean de Rignies zeichnete einfach alles auf, was er kurz zuvor gesehen hatte. So entstanden insgesamt dreizehn beschriftete A4-Bögen – dreizehn Botschaften – die Othanica-Papiere. Sie sollen ein Wegweiser zu der unterirdischen Anlage aus atlantischer Zeit sein, und berichten möglicherweise vom Schicksal und den Fähigkeiten ihrer Erbauer.

Am ehesten erinnern die Othanica-Papiere an das geheimnisvolle Voynich-Manuskript oder den weniger bekannten Rohonczi-Codex, dessen eigentümliches, offenbar von rechts nach links geschriebenes Schriftbild ebenfalls große Rätsel aufgibt, und noch nicht einmal Mutmaßungen darüber zulässt, in welcher Sprache das Buch verfasst ist. Ebenso verhält es sich mit den Othanica-Papieren. Die sonderbaren Illustrationen sind keine große Hilfe. Ihr Themenkreis wirkt ähnlich „außerirdisch“ wie die gleich einem Puzzle zusammengesetzten Pflanzen und kosmologischen Entwürfe des Voynich-Manuskriptes. Die Probleme beim Entziffern solcher Texte sind wohl am ehesten mit den Verständigungsschwierigkeiten im Bereich der Alchemie und der Unverständlichkeit alchemistischer Manuskripte vergleichbar.

Die Alchemisten verschlüsselten nicht etwa ihre Bücher, damit ein Geheimnis gewahrt bleiben sollte, und auch nicht, um der Inquisition zu entgehen, wie üblicherweise angenommen wird. Wenn sie dies beabsichtigt hätten, dann wäre es viel einfacher und sicherer gewesen, überhaupt keine Bücher zu schreiben. Nein, sie wollten etwas mitteilen. Sie wollten von Dingen berichten, die nur auf eine solche Weise in Worte zu fassen sind, wie sie es versuchten. Aber es ist nicht zu beschreiben, oder besser – es ist für Uneingeweihte nicht zu verstehen. Einer rationalen Deutung verschließen sich die Othanica-Papiere, doch dürften sie einer eher intuitiven Schau durchaus zugänglich sein. Wer sie auf diese Weise entschlüsselt, dem steht der Weg nach Othanica und seinen Geheimnissen offen, so wie einst Jean de Rignies.

Quelle und Infos zum Author: http://www.mystikum.at/downloads_ausgaben/Mystikum_Jaenner_2014.pdfj

Das gratis Internetmagazin mystikum.at


3 Gedanken zu “OTHANICA – Atlantis der Pyrenäen

  1. Hat dies auf Vagabundenblog rebloggt und kommentierte:
    Ich kenne die Region persönlich, weiß, dass dort von UFO-Sichtungen berichtet wird und daß sich viele mysteriöse um die ganze Gegend ranken. Von daher scheint mir wahrscheinlich, daß das hier Beschriebene wahr ist… Und da ich oft von der Gegend geschrieben habe – ohne ihren Namen zu nennen – , möchte ich es meinen Lesern weiterreichen.

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