Rekalibrierung …

am 128.01.2014 auf The Information Space
geschrieben von Steven Black

imageEs ist schon schwierig genug, für sich selbst eine funktionierende Wahrheit zu finden, die sich nicht gleich bei jeder sich bietenden Gelegenheit in Luft auflöst, respektive, einem im Gesicht explodiert, wie es ständig bei

diesen oberflächlichen Wahrheiten geschieht, welche die Mainstream Medien für uns produzieren.

In diesen turbulenten Zeiten sind wir dazu angetrieben und verpflichtet worden, so viel wie möglich an Informationen zu sammeln und sie durch vertieftes nachdenken einzuordnen. Eine Sichtweise für uns herauszubilden, die analog unserem Niveau an Ethik entspricht und natürlich aber auch, die praktischen Konsequenzen einer Situation bedenkt.

Es war das “Internet”, was dieses beschleunigte Kommunikation – und Austausch Fieber entfachte. Mittlerweile ist die Informationsflut, die auf uns alle einstürzt wie ein Wildbach, einfach nur unglaublich.

Ich kann mich noch an gemächliche Tage erinnern, wo ich von Buchhandlung zu Leihbüchereien zog, oder in der Uni Bücherei nach Schätzen wühlte. Lang, lang isses her.

Inzwischen dürften viele von uns gelernt haben, daß es für jede Idee und Theorie – mindestens, eine Gegensätzliche Sichtweise gibt. Das bezieht nicht nur die Mainstream Medien, sondern auch sämtliche Bücherveröffentlichungen, sogenannte Alternative Sichtweisen und nahezu alles mit ein, was so geschrieben und fabriziert wird.

Diese Beschleunigung hat sich so sehr intensiviert, daß sie ein wahres Meer an verwirrten Menschen produzierte, die einfach nicht mehr wissen, was sie jetzt Glauben sollen.

Natürlich, es gibt auch bewusste Desinformationen, aber eigentlich wären die gar nicht nötig gewesen, um dieses Chaos anzurichten. Es herrscht kein Mangel an Leuten, die wirklich Glauben das richtige zu sagen, wie auch immer diese Richtigkeit in ihr Leben kam. Es ist ein Zeichen des verstärkten Energieeinflusses, daß nicht nur das “richtige, sondern vor allem auch das “falsche” so richtig stimuliert wird. Polarity Rocks ..

Es gibt so viele Absichten und verschiedene Interessen, daß das wirklich wichtige für sich herauszudestillieren schon etwas Arbeit ist.

Wir haben gelernt, daß es die wiederholt aufgenommenen Wahrnehmungs – und Sinneseindrücke sind, die uns zu Glaubensmustern verführen – und zwar ungeachtet dessen, ob die dann wahr oder erlogen sind. Und was wir zu Glauben annehmen, wird für uns wahr ..

Es macht also einen Unterschied aus, was ich lese und was ich mir ansehe. Mit welchen Leuten ich spreche und wessen Ansicht ich inhaliere. Wer sich beispielsweise, täglich nur seine favorisierte Tageszeitung einverleibt, seinem TV Gerät und allgemein nur öffentlichen Verlautbarungen traut, sollte sich nicht wundern, wenn sein Weltbild in allzu engen Grenzen verbleibt.

Aber diesen Punkt kann man getrost erweitern, wer sich NUR mit Verschwörungen, Yogaliteratur, nur mit Lichtkörper – und Aufstiegsbüchern, nur mit indischer Philosophie, nur mit Quantenheilung, etc, etc, etc. – beschäftigt, wird irgendwann entdecken, daß er/sie/es sich mit Ansichten von Menschen beschäftigt, die sich gegenseitig bestätigen.

Kritische oder sich widersprechende Sichtweisen, gar Neubewertungen, sind in der “thematischen Einheit” eine große Ausnahme. Und die verschwinden auch rasch wieder in der Versenkung, weil diejenigen “Community Gemeinden”, welche sich davon angegriffen fühlen, vereint darauf einschlagen. Das sorgt dann dafür, daß alle wieder “glücklich” sind und vereint, in ihrem gezimmerten Weltbild.

Für mich persönlich, möchte ich sagen, daß es sich als wertvoll herausgestellt hat, grundsätzlich sehr viele Ansichten, zu denselben Themen zu überprüfen. Das brachte mich in einen laufenden Prozess, wo ich langsam aber stetig begann, selber darüber nachzudenken und eigene Schlüsse daraus zu ziehen. Was sicher nicht bedeutet, daß ich mich nicht auch mal verrannte und Begeisterung manchmal meine Kritikfähigkeit übertölpelte.

Das könnte immer wieder der Fall sein. Aber dadurch lerne ich, Trial and Error ist ein lebenslanger Prozess. Daher will ich gerne behaupten, daß es sehr Gesund ist, sich mit möglichst unterschiedliche Theorien und Gedanken auseinanderzusetzen.

Das es so viele, einander oft widersprechende Ansichten gibt, mag von vielen als negativ betrachtet werden. Aber DAS ist es NICHT! Es spiegelt uns einfach die unglaubliche und schöpferische Vielfalt, die es zu entdecken gilt.

Wie ich immer wieder gerne sage, Bücher und Ansichten anderer können hilfreich sein, aber wenn sie nicht zu eigenen Gedanken dazu anregen, wir keine bilden, wenn wir das gesagte einfach inhalieren und Glauben, bugsiert es uns in eine Stagnation von angelesenem Wissen, aber keiner Erfahrung dazu.

Und wenn ich Auseinandersetzung sage, meine ich nicht nur geistig, sondern auch emotional, hineinfühlend – mit ALLEN zur Verfügung stehenden Sinnen. Auf diese Weise findet man für sich selbst heraus, welche Wahrheiten stimmig für einen, welche abzulehnen und in die Tonne zu werfen sind. Was dich fördert, oder was halt nicht – was inspiriert dich?

Auf dieser Erde gibt es nur wenige, wirkliche Wahrheiten, welche zumindest allgemein gültiger Natur wären. Was tatsächlich zählt ist die ganz persönliche Wahrheit, und die wird sich meist von anderen sehr unterscheiden, weil wir nicht alle dieselbe Entwicklung haben und nicht am selben geistigen Ort sind. That’s okay, stellt euch mal vor, es gäbe nur eine einzige anerkannte Sichtweise. Wie absolut Trostlos und auch langweilig wäre denn das?

Es ist natürlich anstrengend und auch oft Zeitaufwendig, die Dinge auseinanderzuklauben und zu sortieren. Von Heute auf Morgen läuft es zumeist nicht ..   man kommt immer wieder in Wiederholungsschleifen, das nervt klarerweise auch. Der Faulpelz in uns, der möchte es auf dem Silbertablett serviert kriegen, daß trifft auf mich mindestens ebenso gut zu, wie auf alle anderen. Daher braucht es schon eine gute Portion Neugier und eine Forschernatur, um es trotzdem zu machen.

In diesen Tagen beschäftige ich mich sehr mit dem Thema der Polarität und ihrem “negativen Pol”.

Schwupps, schon sind wir wieder beim Thema Entwicklung. Grade Negativität wird abgelehnt und als “schwarzes Tuch” betrachtet. Aber DAS ist sie nicht – zumindest wenn ein einigermaßen ausgewogener, positiver Pol existiert, was derzeit noch nicht wirklich so ist. Doch Evolution und persönliches Wachstum, so meine persönlich erfahrene Erkenntnis, geschieht nicht durch alleinige Positivität, oder ohne Wahlmöglichkeiten. Es ist eine große Herausforderung Negatives zu integrieren, keine Frage ..

Aber sich manchmal den “Kopf anzuschlagen”, bringt das alte Laufrad des Denkens und Nachspürens wieder in Gang. Dann kommen wir gezwungenermaßen, meist halt etwas unsanft, wieder aus den Luftblasen diverser Illusionen heraus. So lernen wir, was nicht und was schon funktioniert. Natürlich möchten wir das nicht auf solche Weise erfahren, wer will das schon? Aber so läuft das hier halt ..

Die geistigen und spirituellen Welten bergen dieselben Gefahren, sich in Scheinwelten zu flüchten, wie fast alle Angebote, die es (vermutlich nicht nur) auf der Erde gibt.

Die Sucher nach “der Leere” und dem “Nirwana”, entfernen sich meist vom eigenen Körper und der Erdenmutter. Was Beziehungslosigkeit generiert, ein Jahrtausendealter und auch jetzt grade sehr florierender Hype ..

Dabei sollten wir uns wieder in unsere Körper verankern, die Materie willkommen heißen und “ehren”. Aber ich wäre der letzte, der behaupten würde, daß die spirituellen und geistigen Welten idiotisch wären, aber es geht, wie immer, um Balance, um Ausgewogenheit. Eine geerdetere Spiritualität wäre gefragt, irgendwo “oben rumzuschweben” bringt keinen weiter.

Wir alle sind Reisende mit Gepäck, manche mit schweren, einige mit leichteren, andere mit noch schwereren Rucksäcken. Da ist die Verführung natürlich groß, sich nur mehr mit “schönen flauschigen Dingen” zuzudröhnen.

Aber ich weiß auch, das jedem das Gewicht zugeteilt wurde, dessen er fähig ist auch zu tragen. NIEMAND aber ist ohne Ballast, das sollte uns die Dinge leichter machen .. und uns Verständnis entwickeln lassen, für andere Menschen.

Veränderung wird allgemein, meist als etwas unangenehmes empfunden. Aber es sind diese Gepäckstücke, mit eher noch unangenehmeren Inhalten, die uns als “Gedächtnisstütze” dienen, die uns laufend dazu stimulieren wollen, jetzt doch endlich eine Veränderung in Gang zu bringen.

Die Sortierung und Aufarbeitung dieser Inhalte, ist eben nicht nur mit spiritueller Auseinandersetzung getan. Selber hab ich auf die harte Tour gelernt, daß es ebenfalls körperlicher, emotionaler und psychologischer Aufarbeitung bedarf. Alle Werkzeuge, die sich dabei als hilfreich erweisen, sollten angewendet werden.

Da der menschliche Trott Veränderungen nicht grade mag, könnten wir dieses Gebiet auch auf das ökologische Umweltdesaster, Fukushima, der laufende Wahnsinn in der Tierhaltung, Saatgut –und Pflanzenmissbrauch, und eigentlich überhaupt auf alle Ungleichgewichte erweitern. Ich meine, vielleicht mussten wir das erleben, um es als Menschheit und persönlich selbst zu erfahren, daß DAS einfach nicht geht!

Es wird uns als Gesellschaft zwingen, diesbezügliche Schritte zu unternehmen, um dies wandeln zu können. Ansonsten werden wir als Spezies nicht wirklich Überlebensfähig bleiben. Da ist jeder auch ganz persönlich gefordert, sein Konsumverhalten zu ändern, denn was nicht gekauft wird, wird nicht länger hergestellt werden – so einfach sich das anhören mag, aber so läuft das. Bewusstsein ist keine Einbahnstraße, und daß ist ein Schlüssel für Veränderung. Aber es muss getan, nicht nur gerne gewollt werden.

Nein, das Erdenleben ist nichts für Feiglinge.

Es ist eine ständige Herausforderung, sich mit so vielen unterschiedlichen Dingen zu beschäftigen, neu zu bewerten, umzudenken und immer wieder, sich selbst zu kalibrieren.

Trotz alledem kann das Erdenleben eine einfache und auch angenehme Gesichte sein. Okay, sicher nicht in allen Punkten, aber es ist das Finden der eigenen Mitte, die es dennoch ermöglicht.

That’s my Point of View. Subject to Change without Notice ..

schönes Wochenende,

© Steven Black

Alle Artikel auf Stevens Black´s Website dürfen bei Nennung des Autors und Linksetzung der Website, gerne und jederzeit kopiert und weiter verteilt werden. Ausgenommen davon sind gewerbliche Interessen, wer einen seiner Artikel in diversen Medienpublikationen veröffentlichen will, bedarf der Genehmigung des Autors. Kontakt bitte via E-Mail.


Ein Gedanke zu “Rekalibrierung …

  1. Klasse – Gute Abhandlung
    In Einklang mit mir – Offen für Neues – Zuordnen soweit irgendwie möglich
    – nicht “ Davonschweben “ sondern erst mal annehmen und dann integrieren und in andere folgende Weiterentwicklungen einfliessen lassen .
    Und am besten dieses in sich annehmendem Austausch – jawohl eine ständige Herausforderung – jedoch in Positivität annehmen und versuchen dieses im Sinne der Quelle – Liebe Harmonie und Wärme mit anderen zu Leben – auch im Net .
    Negative Disharmonie gibts “ Draussen schon genug – wer sich in Richtung Quelle weiterentwickelt hat – wird diese Negativfrequenzen auch vermeiden möchten wo immer es geht – denn dieses bringt die eigene Frequenzschwingung mit der Quelle ansonsten nach unten – und wird somit wie eine FrequenzStörung empfunden .
    So ähnlich wie ein Geschmack vor dem man sich Ekelt – anders kann ichs derzeit leider nicht beschreiben , dieses Gefühl – oder ein Geruch welcher einem wirklich unangenehm ist .
    Also was macht man – man isst dieses nunmal nicht mehr welches diesen Geschmack hat und man entfernt sich von der Stelle welche diesen Unangenehmen Geruch hervorbringt .
    Sananda nannte dieses die Dimensionstrennungen – das dieses sich intensivierte war mir klar – nicht umsonst schrieb ich im letzten Herbst schon – TRENNUNG .
    Dieses wird auch “ Draussen “ noch zunehmen – den Neutrinos und Frequenzen sei dank – und dieses in Vereinigung mit den Gefühlen ( Supramannigfaltig ) der Quelle ( welche auch in uns ist ) .
    Liebesfrequenz – seid Anbeginn .

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.