An die Männer der Welt, ein Appell

am 09.04.2014 von Uta Samiri Reichenberger

www.panswunderland.de

Aus aktuellem Anlass poste ich hier einen Aufruf in etwas abgeänderter Form, den ich im September 2001 nach dem Anschlag auf das World Trade Center in New York geschrieben habe. Er ist aktueller denn je und ich bitte um weitere Verbreitung. (Arcadian: was hiermit getan wird 🙂 )

Die Politiker erklären den Krieg und Ihr müsst ihn führen, Euch schickt man an die Front, Euer Blut wird vergossen, nicht das der Politiker, die lassen sich bewachen, sie müssen ja weiter alle Zügel in der Hand behalten und Euch sagen, wo und gegen wen ihr kämpfen sollt.
Wenn es einen Gott gibt, glaubt Ihr, dass er mit Wohlgefallen auf Euch herabblickt, wenn Ihr Leben – in wessen Namen auch immer – zerstört? Wann werdet Ihr endlich anfangen, für den Frieden zu kämpfen indem Ihr Euch verweigert? Indem Ihr anfangt, selbst auf die Suche zu gehen, nach Eurer innersten Gerechtigkeit und die nach außen hin auch verteidigt?
Kein einziger Mensch, der durch Waffengewalt sein Leben verloren hat, kann von irgendeinem Menschen auf dieser Erde wieder lebendig gemacht werden. Wie können sich dann so viele Menschen, ermächtigt fühlen, Soldaten an irgendeine „Front“ zu schicken? Es werden wieder Tausende sterben, die wieder kein Mensch zurückholen kann.

Egal, wo die Zerstörung von Menschenleben und die Verwüstung der Natur stattfindet, es ist ganz bestimmt nicht im Sinne einer höheren spirituellen Macht und mit der wird jeder konfrontiert, wenn er diese Erde verlässt.
Die Politiker in ihrer Verblendung spielen Gott: Sie statten junge unschuldige Männer mit Waffen aus und rufen zu Kämpfen auf, die eine von ihnen gewollte Ordnung (wieder)herstellen sollen.
Es wird höchste Zeit, dass sich möglichst viele Soldaten darüber Gedanken machen, ob ihr persönlicher Gott die Eigenschaften hat, die von den Politikern ausgelebt werden und wem sie wirklich dienen wollen.

Gott ist die allumfassende und ewige Macht. Gott ist aber auch die Liebe, die bedingungslos Freund und Feind gleichermaßen akzeptiert und niemals richtet oder zerstört. Und dann ist Gott noch das Bewusstsein, mit Hilfe dessen er bzw. wir erkennen, was abgeht.
Liebe Männer in Uniformen, bitte geht in Euer Bewusstsein und schaut Euch an, was wirklich wichtig ist in Eurem Leben und wofür es sich zu kämpfen lohnt! Was haben so viele Menschen im WTC am 11. September im Angesicht des Todes zu ihren Angehörigen gesagt?
„Ich liebe dich!“ und dann sind sie gestorben. Die Liebe ist das, was am Ende das Wichtigste ist, sie hilft uns zu verstehen und friedlich weiterzuleben trotz unserem Schmerz, unserer Angst und unserer Wut.
Samiri Uta Reichenberger, am 13. September 2001


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