Das Mahnwachen-Syndrom hat mich voll erwischt!

Hallo liebe Leser,

ja, es hat mich erwischt, das Mahnwachen-Syndrom, aber nur das für Mahnwachen für den Frieden 🙂 Es ist so wichtig und wertvoll zu einer Mahnwache für Frieden zu gehen und sich zu zeigen. Es ist auch, zumindest für mich, so schön zu sehen, wie Menschen an einem Punkt zusammenkommen um zu erleben, zu leben, wie es ist, wenn man in Vielfalt friedlich für eine Sache demonstriert. Es ist so wundervoll zu sehen, wie sich fremde Menschen in die Arme schließen, wie sie sich anlächeln, sich miteinander unterhalten und gemeinsam denen zuhören, die was zu sagen haben.

Ich möchte in diesen Beitrag einerseits ein wenig auf die Inhalte der letzten Mahnwache eingehen und auf der anderen Seite auch meine Weltsicht transportieren.

Die Berliner Mahnwache für den Frieden von Montag, 05. Mai 2014 fand dieses Mal am Brandenburger Tor statt, an einer historischen Kulisse, eingerahmt von viel politischer Macht, denn die Botschaft der USA und der Deutsche Reichstag mit dem Parlament befinden sich in direkter Nähe zum Brandenburger Tor. Die NSA konnte somit direkt ohne großen technischen Aufwand mithören 😀

Für alle, die sich fragen was das alles soll: Ganz einfach, Wir sind auf der Straße um zu zeigen dass wir für Frieden und Freiheit sind, und damit auch für Liebe und Gerechtigkeit.  Es kann der erste Schritt zu einer echten freiheitlichen und friedlichen Welt sein. Momentan leben wir nicht in so einer Welt, zumindest die Meisten werden diese Gesellschaft nicht als freiheitlich und friedlich bezeichnen können. Denn es ist zu viel Aggression, Wut und Konfliktbereitschaft unter vielen, vielen Menschen zu finden. Und wenn man als Mensch auf eine Mahnwache oder Demo für Frieden geht, dann zeigt man zumindest, dass man den Frieden möchte.  Doch das ist nur ein erster Schritt, den wirklich fast jeder tun kann.

Ich habe am Montag reife, ältere Menschen gesehen, ich habe Kinder und Jugendliche gesehen, schick angezogene Menschen, Männer in Schlips und Anzug genauso wie „Hippie-Styles“ und anderer alternative Klamottenträger. Freilich sind das nur Äußerlichkeiten. Es war alles dabei, wirklich alles und ich bin ja nicht mal groß rumgelaufen, habe meinen Standort praktisch nicht verändert.

20140505_181727Auch wenn ich Lars Mährholz nicht persönlich kenne, so möchte ich hier ihm und seinem Team an freiwilligen Helfern meine Hochachtung und meinen Dank aussprechen für die Arbeit, die er hier reinsteckt und ich bin stolz darauf zumindest Teil dieser Friedenbewegung sein zu dürfen. Und jeder einzelne, egal ob stiller Zuschauer oder Sprecher sollte und darf ebenfalls stolz darauf sein, den Mut zu haben, sich zu zeigen und r bin ich sehr dankbar dafür. Es zeigt doch schon mal, dass wir Menschen noch nicht vollkommen eingelullt sind von dem was uns umgibt und gerne mal als die Gesellschaft oder das System bezeichnet wird. Ich möchte auch den zwei lieben Menschen danken, mit denen ich am Montag vor Ort war, wir stützen uns automatisch gegenseitig und wir haben uns alle vorgenommen, beim nächsten Mal noch mindestens einen weiteren lieben Menschen zur Mahnwache mitzubringen.

Die Stimmung war wunderschön, friedlich, liebevoll und es schwang ein Gefühl der Einheit auf dem Platz mit,  ich spürte das Einheitsfeld, was uns als Mensch mit allem verbindet. Solche Momente sind sehr wertvoll und finden bei mir einen festen Platz in meinem Herzen.

Die Botschaft wurde schon oft verkündet, doch es kann nicht oft genug gesagt werden. Auf den Mahnwachen kommen Menschen zusammen, weil sie Frieden wollen, richtigen Frieden, ein faires Miteinander und dabei ist es so egal wer man ist oder war, solange man friedlich ist und in Frieden zusammen kommt. Ich war jetzt zweimal auf der Montagsmahnwache in Berlin und beides Mal war es wundervoll und ich weiß, ich werde in Zukunft jeden Montag hingehen, an dem ich in Berlin weile.  Und ich möchte euch ermuntern, zeigt euch dort bzw. auf den Mahnwachen überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz.  Es soll nie wieder Krieg von Europa ausgehen, weder aktiv noch durch Entsenden von Militär in anderer Regionen unserer wunderbaren Erde. Die Zeit drängt, der Konflikt in der Ukraine scheint von diversen Kräften weiter forciert zu werden.

20140505_183430_Richtone(HDR)Der Platz am Brandenburger Tor war gut gefüllt, als Lars die Veranstaltung quasi eröffnete. Das Wetter war kühl aber trocken und ich war sehr gespannt, was so alles geschehen würde und ich sollte nicht enttäuscht werden.

„Die Medien sind nur die lokale Ausgabe der Nato-Pressestelle“  Dieses Zitat konnte man von Lars hören, freilich ist es nicht von ihn, doch er hat es vorgetragen und nu ja, ich finde das trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf, denn egal wo wir hinhören, wenn wir  den Radio, TV oder Zeitungsmedien konsumieren, überall, okay, fast überall wird ins gleiche  Horn geblasen.  Natürlich sollte man nicht den Fehler machen, alle Journalisten, alles Magazine, Zeitungen und sonstige Medien über einen Kamm zu scheren. Es gibt sicher viele Journalisten, die sehr gerne ihrer wirklichen Aufgabe nachkommen wollen würden, doch auch ein Journalist ist nur ein Mensch, unter Umständen manipuliert, unwissend der Dinge, die hinter den Infos stehen, die er bekommt und zu einem Artikel verarbeiten soll oder einen TV-Bericht daraus machen soll. Und wenn er informiert ist, dann auszubrechen, ist keine leichte Sache, also sollten wir Nachsicht üben und Toleranz, aber eben nicht akzeptieren, dass von den Mainstreammedien überwiegend die Propaganda ausgestrahlt wird, die die Mächtigen dieser Welt sehen wollen. Auch hier gilt es friedlich in der Wahl des Widerstands zu sein, z. B. in dem man diese Medien nicht mehr konsumiert und wenn dann sehr gut ausgewählt. Denn es finden sich doch immer wieder menschliche Beiträge, auch zu dem Konflikt in der Ukraine, wenn sie freilich auch schwer zu finden sind.  Man kann natürlich auch fleißig schreiben, in den Kommentarbereichen, per Mail an die Redakteure, aber bitte immer in friedlichem Ton, denn Text kann auch Gewalt beinhalten.

Auf Links und Rechts und Politik im Allgemeinen möchte ich nicht eingehen, dazu wurde genug gesagt. Nur meine persönliche Einstellung und Meinung hierzu: Ich mag keine politischen Richtungen, ich  gehöre keiner an und unterstütze auch keine Parteien, nicht mal welche, die vielleicht Inhalte haben, die mich ansprechen könnten.  Ich bin Mensch und mag in keiner Schublade stecken.

Politik, so wie wir sie heute erleben führt, wenn man in ihr tätig ist, immer zu Lobbyismus und in Abhängigkeit und man wird sozusagen zum Abziehbild dessen, was man als politisch engagierter Mensch vielleicht ursprünglich erreichen wollte (z.B. als Abgeordneter). Und ist man erst mal in dieser Position ist es wohl schwer daraus was zu machen…. also macht Politik in dieser Form doch gar keinen Sinn, weder für den Politiker, noch für die Menschen…. es ist das System, dieser anonyme Moloch, der von ganz weit oben gesteuert wird und sich so eingebrannt hat in die Gehirne der Menschen, dass sie das bis zu einem gewissen Grad als Gottgegeben oder natürlich annehmen, weil sie oder soll ich sagen, weil wir nichts anderes kennen, denn so richtig raus ist kaum einer.20140505_183447_Richtone(HDR)

Also, nachdem Lars zum Anfang gesprochen hat,  hat er einen Rapper/Musiker angekündigt und  ging dabei nochmals auf das Thema FED ein.  Ich sprach eben vom System, vom politischen System und den darin „gefangen“ Politikern, die das ausführende Organ jener sind, die die Macht haben. Und jene, die die wirkliche Macht haben, sind auch jene, die über die Banken bestimmen oder aber es sind die Banken und ihre Bosse selbst.  Das mag jeder sehen wie er will. Ich denke die echten Entscheidungsträger sitzen nicht in den Banken, sie sind in der Hierarchie weiter oben angesiedelt. Also, um es kurz zu machen, unser System, unserer globale Gesellschaft wird vom Geld und der Macht dahinter gesteuert und ich nenne das einfach Kapitalismus.

erdehatkapitalismusUnsere Erde leidet an Kapitalismus, und alle und alles was darauf ist, leidet mit und das ist das Hauptproblem, ohne Kapitalismus gibt es auch kein Drang zum unnatürlichen Wachstum, zum unnatürlichen Konkurrenzkampf, ohne Kapitalismus wäre, Vernunft, Liebe, Frieden viel leichter umzusetzen und ohne Gier, wenn also jeder alles hat, was er braucht und es keinen Druck mehr gibt, mehr haben zu wollen, dann könnte sich eine harmonische Gesellschaft bilden und die Erde wäre geheilt oder würde heilen.

Über den Kapitalismus haben die da oben die Macht und uns im Griff, zumindest zu großen Teilen.  Und ihr Griff droht ihnen wohl zu entgleisen, darum benötigen sie Konflikte und Kriege und ein Krieg in Europa, der macht viel kaputt und sie profitieren auf allen Seilten, wenn sie den Krieg finanzieren (auf beiden Seiten) und danach den Wiederaufbau und gleichzeitig festigen jene ihre Position dort, wo der Krieg herrschte…. Doch wie global würde diese Auseinandersetzung dieses Mal sein?

Aber zurück zur Mahnwache. Es geht um Frieden und dem gemeinsamen Ziel,  allen überall ein gutes, friedliches freies und würdevolles Leben zu ermöglichen, für jeden, ohne Ausnahme.  Darum gibt es uns in diesen Mahnwachen und darum gehen viele Menschen hin, Verstandesmenschen wie auch Herzensmenschen können hier nur profitieren. Den im Herzen wissen wir alle, herz-hirndas Frieden notwendig ist und der Verstand liefert die notwendigen logischen Details und Vorzüge dazu. So gehen Herz und Verstand Hand in Hand auf die Straße für Frieden in der Welt und für ein friedliches Miteinander aller unterschiedlichen Menschen und Menschengruppen, vor allem und gerade auch in den Konfliktregionen wie die Ukraine, aber auch Libyen, Irak, Afghanistan, Syrien, Palästina und Israel aber auch USA und alle anderen Orte der Welt, an denen es Konflikte gibt.

Der nächste Auftritt auf der Montagsmahnwache für Frieden in Berlin war jener des Musikers Photon, den Song „Frieden in allen Nationen (Link) Ihr könnt diesen Song gratis  downloaden. Infos siehe unten. Der Text des Songs findet ihr unter der Verlinkung.

20140505_184457_Richtone(HDR)Der nächste Redner war Pedram Shahyar Die Rede war sehr eindrucksvoll, auch wenn ich seiner Rede nicht voll zustimmen kann und seiner Weltsicht (siehe seine Homepage) nicht wirklich zustimmen kann, so ist auch er für  Frieden und eine friedliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Meinungen. Er geht die Sache aus seinem Erfahrungsschatz an und scheint parktisch orientiert zu sein.  Inhaltlich stimme ich also in vielem nicht überein, aber ich toleriere und akzeptiere Menschen wie sie sind und er wirkte auf mich nicht nur intelligent und gebildet sondern auch sympathisch.

Dann trat überraschend Ken Jebsen (KenFM) also Redner auf den Plan. Ich habe immer das Gefühl, das er seine Reden nicht schreibt, sondern einfach darauf los redet, ob er dafür ein Konzept hat….?  Jedenfalls ist er immer sehr engagiert und steigert sich im Reden in die Sache rein. Seien Ausstrahlung und Wirkung auf mich ist ehr unsympathisch, inklusive seiner Stimme, doch das was er von sich gibt, dem stimme ich zum größten Teil zu. Er sagt wie es ist und es ist, selbst für jene, die nicht mit ihm übereinstimmen, sicher sichtbar das er meint was er sagt, dass er eine ehrliche Haut ist, zumindest wenn er redet. Und wir brauchen Menschen, die anderer mitreisen können, auch wenn das früher schon mal nach hinten losging. Begeisterung zu wecken ist eine Kunst und gleichzeitig sollte aber jeder, der sich begeistern lässt auch sehen, dass er seinen Verstand und sein Herz dabei nicht außen vor lässt.  Schaut euch das Video an, es ist wie alle anderen unten im Anschluss an diesen Artikel zu finden. Auch wenn er selbst kaum zu sehen ist, denn er sagt immer, der Inhalt ist wichtig, nicht jener Mensch, der ihn verkündet.

Ken spricht von Infos von einem Mann, der früher in einer Gruppe tätig war, die in Kriegesgebieten gekämpft hat und dieser sagt, das innerhalb der nächsten 2-3 Wochen die Sache so richtig losgehen soll. Wenn er recht hat, dann ist es 5 nach 12 und wir müssen alle, wirklich alle für Frieden auf die Straße gehen. Und den Kriegstreibern, zu denen leider wohl auch unserer Bundesregierung gehört, sagen, was wir davon halten, aber bitte friedlich.20140505_181059[1]

Als nächstes sprach eine ehemalige Mitarbeiterin des britischen Geheimdienstes MI5.Sie sprach Englisch und wurde gedolmetscht. Hier möchte ich ein Lob aussprechen für die Frau, die diese Übersetzungen vornahm. Sie tat es laut eigener Aussage zum ersten mal und das merkte man ganz klar, sie war nicht nur nervös, sie ließ auch vieles weg und dichtete vieles Hinzu, allerdings soll das nicht als Kritik gelten, wenn ich mir nur vorstelle, ich hätte das tun sollen. Obwohl ich wie die Dolmetscherin jedes Wort in Englisch verstand, also eine Übersetzung für mich  gar nicht benötigte, so hätte ich das sicher nicht so gut hinbekommen, wie jene Frau. Meine Hochachtung und meinen Dank.

20140505_200101_Richtone(HDR)Zum Inhalt ist nicht viel zu sagen, sie erzählte von ihrer Arbeit, blieb dabei aber sehr allgemein und unverbindlich, bestätigte aber vieles (indirekt) von dem als „Verschwörungstheorie“ kursierendem Wissen. Das Video dazu findet ihr ebenfalls weiter unten.

Was danach kam, entsprach nicht mehr meinem Geschmack, es traf ein Rapper auf, der auf mich sehr aggressiv wirkte, dessen Sprache ebenfalls aggressiv war und dessen Musik (ich nenne sie mal so) mich ebenfalls nicht ansprach. Inhaltlich hat er schon einige Dinge angerissen, denen ich voll und ganz zustimmen kann, aber halt bei weitem nicht komplett. Ich hatte das Gefühl, das dieser junge Mann voller Wut und Frust ist und seine Musik dazu nutzt um diese Emotionen in die Welt zu bringen und seine Aggressivität abzubauen. Das ist allemal besser, als jemanden zu Schlagen oder sonstige Gewalt anzuwenden. Auch das ist ein Weg, wenn auch nicht meiner J

Am Schluss kam noch eine junge Frau aus Moldau auf die Bühne, die kurz ihre Geschichte erzählte und auch von ihrem Projekt. Darin geht es darum, das sie mit ihrem Kameramann zusammen in die Ukraine fährt um von dort aus zu berichten.  Die Seite findet man auf facebook https://www.facebook.com/facesofukraine?fref=nf und hier: http://www.startnext.de/faces-of-ukraine und hier: http://facesofukraine.blogspot.de/  Interessant ist, das dieses Projekt von den zwei mutigen Menschen bei facebook nur ca. 50 „Likes“ bei facebook hatte, als ich mein „Gefällt mir“  noch vor Ort auf der Mahnwache online abgab.  Einige Minuten später, als die Frau die Bühne verließ waren es schon über 900 „Likes“ und jetzt sind es gerade 1689 „Gefällt Mir“-Angaben (Likes) Ihr seht, im Netz verbreiten sich Dinge sehr, sehr schnell. Lasst uns dieses tolle Medium nutzen, noch viel mehr Menschen für Frieden zu erreichen. Wie ich im letzten Artikel schon schrieb, es gibt wohl kaum einen Menschen, der keinen Frieden möchte, der nicht glücklich und friedlich in Freude und Liebe leben möchte.  Doch der Wunsch allein reicht nicht, es bedarf auch etwas zu unternehmen, und wenn es als erster Schritt nur der Besuch einer Mahnwache für den Frieden ist.

In diesem Sinne, macht was draus

Arcadian

 

 Quellen und Infos zu Mahnwachen.

Karte der Mahnwachen https://mapsengine.google.com/map/edit?mid=zbz2zPgJO2Qk.kDqD1uhtEiaI

Sprecher auf der Mahnwachen Berlin mit Videos:

Eröffnungsrede Lars Mährholz

Musiker Photon:

Kostenloser Dowload: Frieden in allen Nationen

Anhören:

Photon – Wir sind das Volk

Homepage: http://www.photon-music.de/

Pedram Shahyar

Ken Jebsen

ehemalige Geheimdienstmitarbeiterin MI5 Großbritanien

Kompletter Stream/Mitschnitt der Mahnwache in Berlin vom 05.05.2014

 

 

 


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