Mein Kommentar zur Mahnwache heute in Berlin, 11. August 2014

Liebe Leute, ich gebe hier mal ein paar Eindrücke des heutigen Tages auf der Mahnwache für Frieden in Berlin am Brandenburger Tor zwischen 18 und 21 h wieder.

Erst mal ein großes herzliches Danke an alle Menschen, die mithelfen, die Mahnwache(n) auf die Füße zu stellen Es ist nach wie vor nicht selbstverständlich, mit so viel Aufwand für Frieden im Einsatz zu sein. Und auch ein herzlichen Danke an jene, die kommen um den Mahnwachen beizuwohnen.

Heute wie auch beim letzen Mal fand ich die Idee, aus dem Internet Nachrichten „vorzutragen“ nicht besonders sinnvoll. Nicht nur, weil wahrscheinlich viele diese Nachrichten schon kennen, sondern weil es meiner persönlichen Meinung nach zu viel des Guten war, da war die Erleichterung bei mir schon vorhanden, als der zweite Teil aus Zeitgründen sehr kurz ausfiel.

Dies heißt nun nicht, dass es ganz sinnlos wäre, aber man könnte es erheblich kürzen, in dem man sich wirklich auf die Schlagzeile und die Quelle beschränkt bzw. zumindest den 15-Minuten-Rahmen einhält, der einst gesteckt wurde für Auftritte bzw. Vorträge.

Noch eine Anmerkung, die ebenfalls persönlich ist. Die Frau aus Innsbruck hat es heute angesprochen, sofern sie auf der Bühne zur Sprache kam. Es geht bei uns allen aus meiner Sicht zu aller erst um den inneren Frieden, diesen zu finden ist die wichtigste und zugleich auch schwierigste Aufgabe, den an uns selbst zu arbeiten, bedeutet nach innen zu schauen und das ist ungewohnt. Da ist es viel leichter, auf anderer zu schauen und auch ständig zu sagen oder zu schreiben, wie schlecht doch alles ist, wie die Mächtigen einen Krieg anzetteln wollen usw.  Natürlich muss man wissen was in der Welt vor sich geht, natürlich muss man sagen können was einem stört, man muss es aber nicht ständig wiederholen und nicht zu einem großen Teil während der Mahnwachen wieder und wieder durchgehen.

Es ist so schwer, dem zu widerstehen und Wiederholungen helfen natürlich etwas zu verinnerlichen, doch was wird da verinnerlicht? Sicher nicht nur Frieden, wer ständig davon redet, wie negativ und furchtbar die Welt ist, der hält sie auch für furchbar und negativ, zumindest unterbewusst und kommt nicht in den inneren Frieden, sondern neigt dazu, seinen Frust, seinen Ärger, seine Wut hinaus zuschreien. Doch ist es wirklich dienlich, für den Frieden in uns und in der Welt mit lauten Worten und immer wieder das gleiche negative zu wiederholen?   Die Mahnwache für Frieden hat aus meiner Sicht in Berlin zur Zeit sehr viel Negativität in sich, das war schon mal weniger. Klar kann ich es verstehen, aus meiner Sicht ist hier aber zu viel des „Negativen“ vorhanden und schlechte Musikbeiträge sind natürlich nicht hilfreich, das wieder aufzufangen, wobei ich ausdrücklich dennoch sage, jeder muss die Chance haben, etwas sagen oder vortragen zu können, doch sollte jeder auch mit Bedacht und Vernunft vortragen und sich vielleicht auch selbst überlegen, „Kann ich das vor mir selbst verantworten, was ich dem Publikum nun bieten möchte?“

Bisher ging ich immer sehr gerne zur Mahnwache, es ist ein fester Teil meines Lebens und ich arbeite an meinem Inneren Frieden, denn nur im Innern kann ich Frieden erlangen und nur bei mir selbst, und das kann ich zum Beispiel zeigen in dem ich zur Mahnwache gehe und dort Frieden ausstrahle und Frieden bin, doch wenn ich auf der Mahnwache mit (unbewussten) negativen Schwingungen belagert werde, ist dies nicht dienlich……

Letztendlich war es eine Erfahrung für mich und ich nehme das Beste daraus mit und freue mich auf nächstes Mal…..

 


3 Gedanken zu “Mein Kommentar zur Mahnwache heute in Berlin, 11. August 2014

  1. Was soll man groß sagen? Toller Artikel, der es mir angetan hat. Wir sind gerade zu Besuch in Berlin und haben uns ein paar Mahnmale angeschaut, die man gesehen haben muss. Traurig, wie manche sich an diesen Orten verhalten.

    Nun geht es weiter nach Polen, wo wir nicht nur den Polenmarkt in Slubice anschauen möchten, sondern Auschwitz besuchen möchten.

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  2. Lieber Arcadian,
    auch ich war wieder dabei und auch einige Freunde aus Magdeburg. Treffender, als deinen Kommentar dazu hätte ich es nicht ausdrücken können. Der Frieden beginnt in uns, meine Freunde sahen leicht geklatscht aus. Sie wußte nicht mal was Fraking ist. Meine Schwester ebensfalls. Ihr habe ich viel gesagt, was auf der Welt passiert. Scheinbat hat sie mir nicht zugehört, denn gestern auf der Mahnwache war sie sehr bedrückt. Ich selbst bin immer hin und her gerissen zwischen den Informationen und auch darüber, dass ich in dem Moment wenn ich mich dort rein begebe mit Wut, Machtlosigkeit und Trauer – dass ich das nähre. Und das ist genau das was diese handvoll Menschen wollen. Menschen die Traurig sind, hilflos, sich machtlos fühlen kann man gut lenken und manipulieren. Bekommen wir Frieden, wenn wir den Mist immer wieder durchkauen? Nein und das ist meine Meinung. Das ist das, was ich im Herzen fühle. Der Frieden beginnt in uns. Ich glaube, dass ich das bei der nächsten Mahnwache gerne mitteilen würde.
    Und wie bei Dir. Ich schaue, was ich selber reflektiere und schaue es mir genau an. Denn das außen spiegelt uns.
    Das war im übrigen das was ich im Kommentar von mir ausdrücken wollte. Habe mich wohl ein wenig ungeschickt ausgedrückt
    dir eine schöne woche Brigitta

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