Liebe frei von Mitgefühl

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Der nächste Schritt ist die Liebe frei von Mitgefühl, sagt die Therapeutin Christl Lieben. Eine Liebe, die keine Abhängigkeit erzeugt und den anderen ganz und gar freigibt.

Liebe, frei von Mitgefühl

In ihrem neuen Buch „Die Liebe kommt aus dem Nichts“ beschreibt die österreichische Therapeutin Christl Lieben ihre Erfahrungen mit einer Liebe, die sie beschreibt als die „Liebe frei von Mitgefühl“. Was ist darunter zu verstehen? Ist es nur eine spirituelle Ausrede für Herzlosigkeit oder tatsächlich eine Liebe, die auf einer anderen, seelischen Ebene zuhause ist? Wir haben uns mit ihr unterhalten.

Liebe und Mitgefühl

Liebe und Mitgefühl, das scheint für viele Menschen untrennbar. Sowohl der christliche als auch der buddhistische Glaube sehen das Mitgefühl als zentralen Ausdruck der Liebe. Wieso plädierst du für eine Liebe jenseits des Mitgefühls? Wie war deine Geschichte, die dich zu dieser Liebe geführt hat? Du arbeitest ja als Therapeutin – da ist Mitgefühl doch oftmals die zentrale Motivation?

Das kam zu mir aus einer Notsituation heraus. Ich war Herzkrank geworden und durch nachforschen habe ich festgestellt, dass viele meiner Kollegen genau die gleiche Symptome haben, oder auch andere Organschäden bekommen. Mir wurde klar: Wenn man sich über Jahre immer wieder einer bestimmten Schwingungssituation stellt, dann wird der Körper irgendwann ‚grantig‘. Und dann kam dieser Traum, den ich in meinem Buch näher beschreibe. In diesem Traum wurde mir gesagt, dass es um neue Heilweisen geht, um einen neuen Zugang zur Heilung oder zur Begleitung. Und dass diese Heilung über eine Kraft geschieht, die kein Mitgefühl kennt. Und das hat mich sehr verwirrt. Ich konnte das nicht verstehen: kein Mitgefühl?

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3 Gedanken zu “Liebe frei von Mitgefühl

  1. Auf jeden Fall ist dies ein Artikel, der zur Reflektion eines abgedroschenen und vlt. oft mißverstandenem Wortes wie Mitgefühl anregt.
    Erst spürte ich Widerstand, dann dachte ich: lies weiter, vielleicht klärt sich das auf. Denn wo ich Widerstand spür, ist nach meiner Erfahrung
    manchmal einfach ein altes Denken bei mir, was sich nicht bequemen will, sich zu erneuern.
    Ich las weiter und fand einen Schatz. Ihre Worte, insbesondere über die Buddanatur in uns, sind weise und im letzten Satz löste sich auch noch mein Denken, daß sie nur ein neues Konzept bietet, aber doch ein Konzept. Jedoch so ist es nicht. Sie geht durchaus auf die Menschen individuell ein, sie holt jeden da ab, wo er/sie steht.
    Ein sehr schönes Interview, was mich inspiriert.
    Mitgefühl, was ist das eigentlich. Jeder sieht es vlt. anders, bei mir fühlt es sich eher neutral an, ohne E-Motion.
    Das erst Gesetz der Quantenphysik besagt: Der Beobachter läßt das Beobachtete nicht unbeeinflußt.
    Das zeigt auch Hoo`poono.
    Für mich ist Mitgefühl: Ich finde den Anteil des anderen in mir und schaue es in Dankbarkeit und Verständnis an. Bei einem gewalttätigen Mann wie im Beispiel ganz unten nicht ganz angenehm…jedoch ging ich mit mir selbst auch oft gewalttätig um, schon die Durchhalteparolen mit denen ich mich oft durch Arbeitspensums geschleust hatte, waren es.
    Was nehme ich aus diesem Interview mit:
    z.B. ob ich den „anderen“ als Opfer ansehe oder auf seine Buddanatur schaue und sie durch allen Schmerz hindurch leuchten sehe und darauf vertraue, daß diese ihn heilt, das ist de facto ein riesengroßer Unterschied.
    Ich finde es alles stimmig und die Liebe darin ist sehr fühlbar.
    Bis jetzt hatte ich auch oft das Wort Mitgefühl verwendet, nun laß ich das mal sich neu justieren in mir und durch mich.
    Vielleicht ist dies auch wieder mal ein Beispiel, wie schnell wir über Worte aufgehört hatten zu reflektieren und sie mechanisch benutzt hatten. Auf jeden Fall eine Achtsamkeitsübung, Worte immer wieder neu und frisch anzuwenden.
    Danke Frau Lieben

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  2. Lieber Arcadian,
    hierzu möchte ich nichts weiter sagen, außer:
    wenn du tief hinein fühlst, dann weißt du, dass
    und vor allem w i e das abwegig das ist.

    Lieben Gruß von mir.
    Viola

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