Spirituelles Ghetto?

Spirituelle Menschen scheinen oft so verbohrt zu sein, dass sie nicht wahrnehmen, wie sie auf ihr Umfeld wirken. Ich kann dabei auch nicht ausschließen, dass ich so auf andere wirke.  Das beabsichtige ich nicht, genauso wenig, wie es andere wohl beabsichtigen. Dennoch scheint es aus meiner Sicht allzu oft vorzukommen.

Hier auf meinem Blog schreibe ich, wie es mir gefällt, denn jeder hat hier ja die Wahl zu lesen oder nicht zu lesen. Wer gelesen hat, und sich vom meinem Blog abwendet, der soll das bitte tun. Denn ich möchte keinem etwas aufzwingen. Ich bringe hier, zumindest wenn ich selbst was schreibe, meine Ansichten ins Web, mein Weltbild, meine Vorstellungen, dies ist ein persönlicher Blog, in dem ich entscheide, was gedruckt wird.

Das klingt nach Ego, und das ist es auch, es ist mein Ego, mit voller Absicht Denn ich kann es nie allen Recht machen, ich möchte immer nur zum Nachdenken anstoßen, wer sich anstoßen lässt, super, wer nicht, auch super 🙂

Spirituelle Menschen sind kein Deut anders, als jene, die es nicht sind, wir haben alle unserer hellen und dunklen Seiten, wir haben alle gute und nicht so gute Momente.

Was mein Ego speziell stört, ist, ganz einfach, dass ich immer wieder höre, wie ich es denn zu machen und zu sehen habe, in Kommentaren und Mails.  Was soll der Quatsch? Natürlich darfst du schreiben, wie du es siehst, wie du fühlst, wie du es gerne hättest, aber oft wird halt so formuliert, dass der andere, in dem Fall ich, doch wissen soll, wie es wirklich zu laufen hat. Das kommt bei mir nicht an. Nicht das ich nicht die löbliche Absicht sehe, doch ist es für mich (und aus meiner Sicht auch für andere) schwerer, wenn man vorgeschrieben bekommt, was man zu denken hat, daraus etwas für sich zu gewinnen.

Denn Bewusstsein ist so ne Sache, Wahrnehmung auch, jeder hat hier seinen ganz persönlichen Erfahrungsschatz, sein Weltbild, seine Erlebnisse. Über die soll und darf er berichten, er kann aber nicht andere dazu zwingen, dies auch so zu sehen wie er oder eine Diskussion zu beginnen, in dem immer wieder darauf hingewiesen wird, wie man die Welt zu sehen hat.

Wir sind über das Immaterielle, über die Frequenzen, Schwingungen alle miteinander verbunden, sozusagen eins, dennoch sind wir individuell und jeder ist anders, scheint abgetrennt von allem und keiner sollte dem anderern etwas aufdrängen. So funktioniert das nämlich nicht, kapiert das endlich, so kommt ihr nie bei anderen an, kommt nie in eure wahre Mitte. Und ja, das ist nur meine Ansicht.

Mein persönlicher Eindruck ist, dass von ganz vielen gut gemeinte Besserwisserei betrieben wird. Das führt nicht zum Wandel, das führt zu mehr Trennung.

Ich sehe die Frequenzen steigen, die Harmonie immer mehr aber extrem langsam einkehren, ich sehe die Welt, wie sie sehr, sehr langsam hinüber gleitet. Doch wie ich schon schrieb, das kann noch hunderte von Jahren dauern, wenn es von uns als Menschen oder von äußeren Ereignissen nicht beschleunigt wird.

Ich bekomme so viele Infos, über das was kommen soll (sind aus meiner Sicht nur Potentiale), ich bin hellfühlig, empathisch und nehme Veränderungen sehr deutlich wahr, kann so tief in Gefühle eintauchen, auch in jene, die aus der Ferne kommen. Ich fühle Hoffnungen, Widerstände gegen das was gerade so abläuft, ich fühle eine Starre in den Menschen, so viele Ängste, die da umher schwirren, die verdrängt werden, die ignoriert werden, in meinem persönlichen Umfeld, in den flüchtigen Begegnungen mit anderern Menschen, die ständig und überall stattfinden.

Auf der Gefühlsebene ist sehr viel im Gange, im außen geht alles seinen gewohnten unbewussten Gang, die Geschäfte laufen, die Menschen sind auf der Straße, beschäftigt, mit für wichtig empfundene Nichtigkeiten, Rennen sich die Füße in den Innenstädten und Shoppingcenter platt. Der Konsum läuft, die Manipulation, das unten Halten funktioniert (noch). Es brodelt unter der Oberfläche, doch keiner will den ersten Schritt tun, nichts kommt so wirklich hoch, noch hat das Alte die Oberhand und eine bestimmte Menge Spirituelle glauben, mit Missionieren und Labern in den eigenen Reihen, was bewegen zu können…. Schön untereinander bleiben, im spirituellen Ghetto, wo man sich gegenseitig kritisieren oder/und liebhaben kann, wo man im eigenen Saft schmoren kann, wo man es sich bequem gemacht hat und böse wird, wenn da einer stört oder laut denkt.

Seit 2011 bin ich nun in der sogenannten spirituellen Szene unterwegs und da hat sich reichlich wenig geändert. Die spirituellen Themen, werden wiederholt durchs Internet gejagt, dort ne UFO-Enthüllung, die keine ist. Das ein Channeling, was keines ist. Hier eine Theorie, die nichts als mehr Illusion erzeugt. Dort ein gut Meinender der glaubt die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Und so weiter und so fort.

Was soll das alles? Das ist nur Entertainment mit wenig echten Mehrwert, mit Zwängen, unterdrückten Ängsten und überhaupt nicht spirituell. Aber das ist nur meine Ansicht und ich habe oft das Gefühl, dass Menschen, die es ähnlich sehen wie ich sehr dünn gesät sind.

Aber zum Kuckuck noch mal, wann raffen wir es endlich, wann gehen wir den nächsten Schritt nach vorne, ohne gleich den Rückschritt vorzubereiten.

Ich habe von mir auch mehr erwartet als ich bisher leisten konnten, vielleicht liegt es auch nur daran? Oder doch nicht? Wenigsten meine ich, nicht zu missionieren.

Wann hört ihr also auf, aufeinander einzumissionieren, gegenseitig auf euren Meinungen rum zu hacken, und anstatt dessen mal was anderes, kreatives, dienliches zu machen? Mal das vor leben, was ihr von anderen sehen wollt. Mal liebevoll auch die Menschen mit einbeziehen, in Gedanken, die ihr so absolut nicht leiden mögt. Warum mal nicht die Dunklen ins Herz schließen und ihnen Danken, dass sie da sind. Sie erfüllen schließlich ihren Zweck.

Jene, die eine Plattform im Internet betreiben, den Menschen Gelegenheit bieten, sich zu äußern, wie z.B. Nebadonia, wird deren Leistung wirklich wert geschätzt?  Ich schreibe da auch ab und an einen Kommentar, bemühe mich dabei, niemanden sein Weltbild zu nehmen, nicht zu missionieren, sondern meine Meinung zu schreiben bzw. was ich empfinde…. Könnte das nicht jeder tun, um jenen, die Rat suchen, die Entscheidung leichter zu machen….

Ich weiß nicht, ich weiß nicht, so richtig hoffnungsvoll bin ich nicht, wenn ich mir das so ansehe. Da sehe ich bei jenen viel mehr Potential, die noch über so viele Dinge nie nachgedacht haben. Sie fühlen, das etwas nicht stimmt, sie trauen sich aber nicht, darüber zu sprechen oder zu schreiben. Meine Hoffnungen liegen im Hier und Jetzt also in den „Unerwachten“ anstatt in den tief schlafenden Spirituellen. Spiritualität in der Form ist für mich eine Einbahnstraße.

So, jetzt höre ich mal auf …. wird ja sonst unerträglich (falls einer bis hierher gelesen hat 🙂 )