Aminosweet … ein neuer Name am Süßstoffhimmel … und weitere Infos

von Arcadian auf arcadiansblog.net

Alter Wein in neuen Schläuchen“ ist ein schöner Spruch, ich weiß nicht woher er stammt, aber er passt ganz sicher zu diesem Thema, den der alte Name Aspartam (Wikipedia) wurde von der Herstellerfirma Ajinomoto in Amionsweet umbenannt.

Der Hersteller Ajinomoto, ein japanischer Konzern, stellt auch noch andere „liebreizende“ Dinge wie Glutamate her. Zum Thema Glutamate gibt es hier im Blog auch einen Beitrag.

Chemische Formel von Aspartam. Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aspartame_structure.png
Chemische Formel von Aspartam. Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aspartame_structure.png

Der Name Animosweet ist eigentlich schon treffend, denn Aspartam ist unter anderem eine Verbindung von zwei Amionsäuren, die, die Süße sozusagen erzeugen.  Das möchte ich nicht als Fortschritt werten, da der Hersteller sich dazu entschlossen hat, das Ganze umzubenennen, da Aspartam so langsam unbeliebt wird.

Aspartam (Zentrum der Gesundheit) ist ein künstlicher, chemisch hergestellter Süßstoff, wie viele andere auch und er ist sehr weit verbreitet, hat aus meiner subjektiven Sicht zum Teil auch anderer Süßstoffe verdrängt. Ob die nun besser waren, mag ich bezweifeln.

Das grundsätzliche Problem ist vielfältig. Einerseits gaukeln die Zuckerersatzstoffe (egal ob künstlich oder natürlich) dem Körper vor, dass er Kalorien bekommt, zum anderern gelten die Süßstoffe vielerorts als gesundheitsgefährdend. Aspartam wirft man sogar vor, es sei Krebserregend. Wikipedia schreibt:

Aspartam wurde 1965 durch Zufall von James M. Schlatter, einem Chemiker des pharmazeutischen Unternehmens G.D. Searle & Company entdeckt,[1] als er an der Synthese des PeptidhormonsGastrin arbeitete.[9]

Erste Verträglichkeitsuntersuchungen führten zu mehrdeutigen Ergebnissen und mündeten in eine Debatte über eine mögliche Kanzerogenität bei Ratten. Die für die Zulassung von Lebensmittelzusatzstoffen verantwortliche US-amerikanische Behörde Food and Drug Administration (FDA) lehnte deshalb eine Zulassung von Aspartam mehrere Jahre lang ab. 1980 befasste sich ein FDA-Untersuchungsausschuss aus unabhängigen Beratern mit der Frage, ob Aspartam Gehirntumore auslösen könne. Der Ausschuss verneinte dies, lehnte jedoch eine Zulassung aufgrund der offenen Frage der Kanzerogenität bei Ratten weiterhin ab.[10]

1981 erhielt die G.D. Searle & Company von der FDA eine Zulassung für Aspartam (NutraSweet).[1] Der FDA-Vorsitzende Arthur Hull Hayes, der sich auf eine japanische Studie berief, die dem Untersuchungsausschuss noch nicht zur Verfügung gestanden hatte, sowie auf Aussagen einer Expertengruppe, erteilte die Zulassung zunächst für Trockenprodukte.[11][10] 1983 wurde Aspartam auch für kohlensäurehaltige Getränke, 1993 als Zusatzstoff bei sonstigen Getränken, Back- und Süßwaren zugelassen. Seit 1996 unterliegt es in den Vereinigten Staaten keinerlei Verwendungsbeschränkung mehr.

Searle hielt ein Patent auf Aspartam und vermarktete es unter dem Handelsnamen NutraSweet. 1985 wurde Searle von dem Unternehmen Monsanto übernommen, das die Süßstoffproduktion unter dem Namen NutraSweet Company als eigenständigen Unternehmensteil fortführte und im Jahr 2000 wieder abstieß. Die NutraSweet Company gehört heute dem privaten Investmentfonds J.W. Childs Equity Partners II L.P. Das Patent ist bereits 1992 abgelaufen, heute wird der weltweite Aspartam-Markt von verschiedenen Wettbewerbern versorgt.

In Deutschland wurde Aspartam gemäß der Zusatzstoffzulassungsverordnung am 13. Juni 1990 freigegeben.[1]

Es ist also allgemein bekannt, dass es große Bedenken gab, das Zeugs auf den Markt zu bringen. Nichtsdestotrotz kam es auf den Markt und hat an Bedeutung gewonnen und wie man dem Text entnehmen kann, gibt es neben Aspartam und Aminosweet noch weitere „hübsche“ Namen für diesen Süßstoff.

Aspartam, wie alle Süßstoffe, wird dazu verwendet, Zucker zu ersetzen. Dies vor allem, um den Menschen Kalorien zu ersparen. Und eben hier ist die Gefahr, wie oben schon erwähnt, recht groß, dem Körper doch noch mehr Kalorien zuzuführen, als es nötig wäre.  Ein Süßstoff gaukelt dem Körper vor, Kalorien aufzunehmen und da der Körper nicht blöd ist und merkt, dass da nichts ankommt, bekommt der Mensch dann schnell wieder Appetit.  Und ja, er ist den Süßstoff ja nicht pur, wäre ja auch doof 🙂 . Ne, der Süßstoff ist ja in „Nahrung“ drin, meist in hoch verarbeiteter Nahrung und in Getränken (Cola light und so weiter). Diese Nahrung besteht ja nicht alleine aus Süßstoff sondern z.B. auch aus Fett und Eiweiß. Beides enthält ebenfalls Kalorien, man kann sich also mit Kalorien dick essen, obwohl man Süßstoff zu sich nimmt. Und die Menge an süßen Getränken, in denen NULL Kalorien enthalten sind, die unterstützen diesen Vorgang dann auch noch, das sie weiter den Hunger/Appetit anregen. Ein unschöner Kreislauf, der für die Fettleibigkeit von Menschen verantwortlich sein kann.

Es gibt weitere unangenehme Nebenwirkungen, wie z.B. Zentrum der Gesundheit schreibt:

Im menschlichen Körper zerfällt Aspartam wieder in seine drei Ausgangsstoffe Phenylalanin, Asparaginsäure und Methanol. Produkte, die Aspartam enthalten, müssen mit einem Warnhinweis versehen sein: „Enthält Phenylalanin“. Diese Aminosäure kann für solche Menschen lebensgefährlich sein, die unter der angeborenen Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie (PKU) leiden. Sie können Phenylalanin nicht abbauen und so reichert es sich in deren Gehirn an. Die Folgen sind „Schwachsinn“ und verkümmertes Körperwachstum.

PKU ist jedoch eine äusserst seltene Krankheit: Lediglich eines von 20.000 Neugeborenen wird mit diesem Gendefekt geboren. Nun hat sich aber gezeigt, dass auch Menschen, die definitiv nicht von PKU gezeichnet sind, sondern einfach nur gerne mit Süßstoff gesüßte Limonaden genießen, große Mengen Phenylalanin im Gehirn anreichern können. Als Symptome treten daraufhin Kopfschmerzenund Gedächtnisverlust auf, aber auch emotionale Krankheiten wie heftige Stimmungsschwankungen, Depressionen bis hin zu Schizophrenie und einer Empfänglichkeit für Anfälle können zum Vorschein kommen – je nach Veranlagung und körperlicher Konstitution.

 

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Also: Süßstoffe sind süß, haben aber keine oder kaum Kalorien, zumindest bei Aspartam ist es aufgrund der Süßkraft weitestgehend so.  Süßstoffe ersetzen Zucker, der ja angeblich schädlich ist. In der Tat ist er in der heutigen Form nicht wirklich gesund und in zu hoher Dosis sowieso nicht, egal ob er nun weiß ist oder roh und braun. Süßstoffe eigenen sich nach Meinung vieler vor allem für jene Menschen, die ein Leiden, eine Krankheit haben, bei dem der Arzt oder sonst wer annimmt, Zucker mit Süßstoff zu ersetzen, könnte helfen. Das ist sicher in manchen Fällen so, aber bestimmt nicht immer. Dann gibt es noch jene, die nicht dick werden wollen oder die wieder schlank werden wollen. Für jene ist dieses Zeugs aus meiner Sicht aber erst recht nichts. Den wie oben geschrieben, kann hier ein unangenehmer Kreislauf entstehen, der einem dicker machen kann.

Vom raffinierten weißen Zucker bis zum Rohrohrzucker (Link: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sucre_blanc_cassonade_complet_rapadura.jpg)
Vom raffinierten weißen Zucker bis zum Rohrohrzucker (Link: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sucre_blanc_cassonade_complet_rapadura.jpg)

Dann doch lieber in Maßen Zucker, oder andere (natürliche) Süßungsmittel nutzen. Aber auch hier maßhalten. Den Kalorien sind nun mal Kalorien.  Neben Fett, Zucker, Süßstoffen sind weitere künstliche Stoffe in dem industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln drin, so dass man hier kaum ne Kontrolle hat.

Ja was den nun, dann kann man ja fast gar nichts mehr essen?! Genau, richtig, zumindest sollte man weitestgehend auf Fertigprodukte verzichten, und da ist es dann wieder egal, ob Süßstoff oder Zucker drin ist. Oft ist sogar beides gleichzeitig drin. Lieber so viel wie möglich selbst herstellen, auch wenn es schwer fällt.

Doch, hey, jetzt nicht heulen, nicht auf alles verzichten… aber halt auch nicht alles in sich hineinstopfen, was der (Super)Markt so hergibt 🙂 So viel wie möglich natürliche Lebensmittel nutzen, essen oder selbst kochen. Das kann ein enormer Genuss sein und man ist Stolz wie Bolle, wenn man etwas tolles und gesundes gekocht hat und es allen schmeckt.

Noch ein Hinweis, der vielleicht nicht allen bekannt ist: Werbung und Verpackungen zeigen, wie fettarm viele Produkte doch sind, ist ja gut für die Figur. Denkste? Zum Beispiel:  Joghurt, der gerne mal mit 0,1 % Fett angepriesen wird. Dort wird das Fett als Geschmacksträger durch mehr Zucker ersetzt. Vergleich mal die entsprechenden Joghurts, nicht schön das! Also, wenn Joghurt, dann selbst machen … z.B. Naturjoghurt kaufen und selber mischen.

Wie das Beispiel Joghurt zeigt, geht es auch genau andersrum. Die Krönung wäre dann bestimmt Joghurt ohne Fett, dafür mit viel, viel Süßstoff. Ob es das gibt….?

Neben dem künstlichen Süßstoffen gibt es auch noch die natürlichen. Hier ist vor allem Birkenzucker/Holzzucker (Xylit Wikipedia, Zentrum der Gesundheit) und Stevia (Wikipedia) zu erwähnen.

Gerade Stevia (Zentrum der Gesundheit) wird immer beliebter und man findet immer mehr Stevia-Produkte, teilweise mit sehr unterschiedlichen Preisen. Hier ist Vorsicht geboten, denn man fragt sich, wie viel Stevia ist den wirklich drin? Oft weniger als man denkt. Und was ist der Rest, der da so drin ist? Je billiger der Süßstoff ist, auf dem Stevia steht, um so weniger Stevia wird drin sein.

Die Steviapflanze (Link: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stevia_rebaudiana_foliage.jpg)
Die Steviapflanze (Link: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stevia_rebaudiana_foliage.jpg)

Auch Cola wird inzwischen mit Stevia angeboten, aber Vorsicht, ich würde nichts davon trinken, denn der Stoff der in dem braunen Softgetränk enthalten ist, ist nicht das natürliche Steviosid, das aus der Stevia-Pflanze gewonnen wird, sondern Rebiana …

Während jedoch der in Japan seit Jahrzehnten eingesetzte Stevia-Süßstoff Steviosid die erwähnten gesundheitlichen Vorteile bietet, fehlen für Rebiana einerseits aussagefähige Studien, während andererseits die wenigen vorhandenen Studien zeigen, dass Rebiana offenbar keinen positiven Einfluss auf den Blutdruck hat.

 

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Also, grundsätzlich bin ich mir nicht sicher, ob Steve, selbst in seiner besten Form, als Zuckerersatz genutzt werden sollte. Hier irrt meiner Meinung nach „Zentrum der Gesundheit“, weil die theoretische Wirkung, die  auf „Zentrum der Gesund“ darüber zu lesen ist, stimmen kann, aber nur wenn Stevia natürlich gewonnen wird und ob das geht….?  Hier ein Artikel aus der Zeit dazu mit folgendem Ausschnitt:

Die seit Ende 2011 zugelassene und als natürlich beworbene Süße aus Stevia rebaudiana ist deshalb nicht, was sich die Indigenen seit einigen Hundert Jahren in ihren Matetee bröseln. Genauso wenig ist Stevia-Süßstoff ein Pulver, das allein durch sanftes Aufbrühen der Blättchen in Wasser und Trocknung eines solchen Tees gewonnen wird. Viel mehr handelt es sich um ein mit zahlreichen Lösungsmitteln und industrieller Labortechnik erarbeitetes Isolat jener chemischen Substanzen aus der Pflanze, die den süßen Geschmack vermitteln.

Genaugenommen sind das Glykoside, Verbindungen aus Zuckermolekülen und Alkoholen, die in Pflanzen generell sehr verbreitet sind, zum Beispiel als Toxine zur Abwehr von Fressfeinden. Hohe Dosierungen zeitigen in Menschen häufig pharmakologische Effekte. Am bekanntesten dürfte das Digoxin des Fingerhuts sein, das für die Behandlung akuten Herzversagens hilfreich ist, aber auch rasch überdosiert und ausgesprochen giftig werden kann.

Zu den Glykosiden aus Stevia – den Steviol-Glykosiden – gehören neun bis zwölf Verbindungen, hauptsächlich sind darunter Steviosid und Rebaudiosid A. Besonders Letzteres hat die Begehrlichkeiten der Lebensmittelindustrie geweckt: Rebaudiosid A kommt unserer Idee von „süß“ von allen Stevia-Inhaltsstoffen am nächsten, weil es nicht bitter nach schmeckt. Ziel ist deshalb, einen möglichst hohen Gehalt davon in den Extrakten zu erreichen. Gleichzeitig zählt für solche Ersatzstoffe die Anwendbarkeit, etwa beim heimischen Kuchenbacken. Damit Stevia-Süßstoffe den Zucker – zum Beispiel in Schokolade – ersetzen können, muss ihr Volumen korrigiert werden. In der Praxis geschieht das mit künstlichen, weniger süßen Füllstoffe, etwa Maltodextrin oder Erythrol,

Erythrol ist auch ein Zuckersatzstoff und ich bin mir über dessen Wirkung nicht im Klaren.

In dem Text der Zeit heißt es weiter, das selbst Fruchtzucker, wenn er chemisch gelöst genutzt wird, gefährlich ist. Bei Stevia und Erythrol kann ich das auch nicht ausschließen.

Mein Fazit. Zucker ja, aber selten und am besten der gute natürlich braune (oft ist er gefärbt)rohe Rohrzucker oder Xylit und Stevia, aber ebenfalls in Maßen.  Natürliche Süße durch Obst kann auch sehr lecker sein. Wenn ich mir einen Shake oder ein Dessert mache, dann süße ich meist mit Banane.

Zucker hält bei mir viele Jahre und wird kaum angefasst. Süßstoffe nutze ich selten, Xylit habe ich im Haus, hauptsächlich für die Zahnpflege aber ansonsten komme ich fast ohne Zucker/Süßstoffe aus und nutze gesunde Fette.

Ach ja, wer wirklich abnehmen will, der muss nicht nur die Ernährung vernünftig gestalten, sondern auch Sport machen bzw. sich viel bewegen.

Abends auf Kohlenhydrate verzichten (Kein Brot, kein Reis, keine Nudeln) oder zumindest reduzieren ist ein guter Anfang. Fett/Eiweiß und Kohlenhydrate wen möglich nicht zusammen essen hilft ebenfalls zu gesunden und abzunehmen.

Und wenn ihr gesund seid, dann lasst bloß die Finger von Aspart… ähm Aminosweet und Co.