Wo ist der Beweis?

Hierbei geht es um Beweise für einen wirklichen Heilerfolg von medizinischer Behandlung.

Es gibt ja verschiedene Bereiche der Medizin. Ich will mal die Chirurgie als Beispiel nennen, da ich hier persönliche Erfahrungen habe.  Nun, Chirurgie ist hilfreich, wenn es darum geht, Knochen und sonstige körperliche Verletzungen wieder zu „flicken“, und oft ist es wirklich nur ein Flicken, nicht immer weil es nicht anders geht, oft auch weil die Ärzte nicht wirklich genügend Kenntnisse haben. Chirurgie ist auch dann im Einsatz, wenn es darum geht, etwas aus dem Körper zu entfernen, sei es wegen Krebs oder angeblich unheilbare entzündete Bereiche. Wie dem auch sei, die Chirurgie ist noch ein Bereich, den ich als notwendig bezeichnen würde.

Bei all den anderern Bereichen kenne ich mich nicht gut genug aus um mir eine endgültige Meinung zu bilden. Nahezu endgültig ist aber diese Teilmeinung meinerseits:

Die heutige (Schul-)Medizin heilt nicht wirklich, sondern bekämpft die Symptome und das oft mit Mitteln, die teilweise sehr fragwürdig sind. Und wenn ein Heilerfolg eintritt, dann ist er meist, so meine Überzeugung, auf die Selbstheilungskräfte und den Glauben daran zurückzuführen, trotz der Medikamente und Behandlungen. Aber, nicht immer ist Schulmedizin schlecht, darum lehne ich es ab, grundsätzlich von falscher Behandlung zu reden, obwohl die doch scheinbar öfter vorkommt, jedenfalls öfter als es gut ist.

Dazu gab es im Oktober 2013 doch tatsächlich einen Artikel in einer Mainstream-Zeitung, der Süddeutschen, der SZ.

Hier ein Auszug:

Kinder haben ein untrügliches Gespür für die richtigen Fragen. „Woher weißt du das?“, bohren sie nach, wenn ihnen etwas seltsam vorkommt und sie partout nicht glauben wollen, was ihnen gerade erzählt wird. Das stimmt doch gar nicht, sagen sie dann, um zu unterstreichen, dass sie sehr wohl merken, wenn sie für dumm verkauft werden sollen.

Auf ähnlich unverblümte Weise stellen vier angesehene Autoren die Medizin auf den Prüfstand: „Wo ist der Beweis?“, fragen sie in ihrem gleichnamigen Buch und legen ein „Plädoyer für eine evidenzbasierte Medizin“ vor (Hans Huber Verlag, Bern 2013, 24,95 Euro). Die Beispiele, die sie anführen, sind dazu geeignet, das Vertrauen in die Heilkunde zu erschüttern. Das stimmt doch gar nicht, möchte man ständig ausrufen, wenn eine vermeintlich bewährte und sichere Therapie nach der anderen als unnütz oder gar schädlich entlarvt wird. Wer das Buch gelesen hat, ist endgültig von dem Glauben geheilt, dass Ärzte ihren Patienten nur Therapien und Untersuchungen angedeihen lassen, die hilfreich und sinnvoll sind und deren Nutzen die Nachteile überwiegt. (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/evidenzbasierte-medizin-wo-ist-der-beweis-1.1785151)

 

Ich empfehle jedem, den dieses Thema interessiert, den Artikel komplett zu lesen. Bei diesem Artikel geht es im Grund um 4 Ärzte, die ein Buch über dieses Thema geschrieben haben. Toll auch, dass man dieses Buch online kostenfrei lesen kann:

http://de.testingtreatments.org/tt-main-text/

Allerdings kann im Internet immer mal was wegfallen, darum empfehle ich jedem auch, dieses Buch zu kaufen. Dies ist also eine Art Kaufempfehlung, obwohl ich es selbst noch nicht gelesen habe. Das werde ich aber nachholen.

Wer es erwerben möchte, hier das Buch (Klick aufs Cover führt zu einem Shop):