Die beste Sonnencreme ist keine Sonnencreme

Hallo liebe Leute, 

der folgende Artikel beschreibt wunderbar die Zusammenhänge zum Thema Haut und Sonne, so das es jeder versteht. 

Ich kann den Blog rawexotic.com nur empfehlen, tolle Beiträge rund um den rohköstlicher Lifestyle.  Hier jetzt der Beitrag zum Thema Sonnencremes: 

am 29.06.2015 auf rawexotic.com

In der Zeit, als ich vier heiße, sonnige Monate in Asien verbracht habe, haben mich viele von Euch gefragt, wie ich so eine schöne Bräune bekommen habe und ob und welchen Sonnenschutz ich benutze. Nun, ich muss gestehen, dass ich seit meinem Umstieg auf vegane Rohkost gar keine (konventionelle) Sonnencreme mehr benutze – also seit Anfang 2013 — und ich verzichte, so weit es geht, auf chemische Inhaltsstoffe in Lebensmitteln, Haushalt, Kleidung und natürlich bei Körperpflegeprodukten.

Ich liebe warme Länder und ich liebe die Sonne und möchte sie vollends genießen – ohne Sonnenbrand. Und das geht ganz ohne Sonnencreme. Wie ich mich auf natürliche Weise vor Sonnenbrand schütze, erfährst Du in diesem Artikel.

Was ist überhaupt Bräune?

Bevor ich über Sonnenschutz erzähle, wäre es schön zu wissen, was Bräune überhaupt ist. Es wird Dir helfen zu verstehen, warum Du Sonnenbrand bekommst und warum die chemische Sonnencreme nicht gut ist.

Die Bräunung stellt eine natürliche Schutzfunktion der Haut vor zu viel UV-Strahlung dar. Das Pigment, das für die Farbe verantwortlich ist, heißt Melanin. Seine Funktion ist es, die Haut vor schädlichen UV-Strahlen zu schützen.

Der Farbstoff Melanin wird in speziellen Hautzellen, den Melanozyten, gebildet. Wenn wir in die Sonne gehen, reagiert der Körper: Die Melanozyten produzieren dann mehr Melanin als sonst und verteilen es in die benachbarten Hautzellen. Diese mit Melanin versorgten Hautzellen wandern zur Hautoberfläche und werden dort sichtbar und Du wirst nach und nach braun. So entsteht ein leichter Sonnenschutz. Das Melanin an der Hautoberfläche absorbiert einen Teil der UV-Strahlung und verhindert so, dass sie in tiefere Hautschichten eindringt und dort Hautzellen schädigen kann.

Was ist Sonnenbrand?

Sonnenbrand ist eine normale Reaktion auf eine Überdosis UV-Strahlung. So warnt uns die Haut vor den noch schwerwiegenderen Folgen einer anhaltenden, ungeschützten Sonneneinwirkung und der Schädigung tiefer liegender Gewebe. Dennoch sollte auch ein leichter Sonnenbrand unbedingt vermieden werden.

Niemand muss jedoch auf eine gesunde Bräune verzichten. Es geht vielmehr darum, auf natürliche Weise einen Sonnenschutz, das heißt Bräunung, aufzubauen, ohne dabei zu chemischen Mittel greifen zu müssen.

Was stimmt nicht mit den herkömmlichen Sonnencremes?

Der Sonnencremewahnsinn hat sich in Deutschland fest verankert. Man benutzt Sonnencreme, ohne über ihre Wirkungsweise nachzudenken.

Im Handel erhältliche Sunblocker gehören zu den giftigsten Produkten, die die Menschen auf ihre Haut schmieren können. Sie enthalten viele gesundheitsschädliche Chemikalien, die über die Poren aufgenommen und mit dem Blutkreislauf im Organismus verteilt werden und dort unsere Entgiftungsorgane (Leber, Nieren, Darm) belasten. Bei hohen Temperaturen, an heißen Tagen und bei direkter Sonneneinstrahlung – also unter den Bedingung, für die Sonnencreme konzipiert ist – wird die chemische Mischung auf der Haut erhitzt und noch giftiger, als sie ohnehin schon ist.

Es lohnt sich also, darüber nachzudenken, welche Produkte Du auf Deine Haut tust. Es ist wichtig der Haut genau dieselbe Aufmerksamkeit zu schenken wie den anderen Organen.

Sonnencremes filtern viel von der ultravioletten Strahlung.

Dadurch wird die körpereigene Vitamin-D-Bildung gesenkt, denn durch Sonneneinstrahlung wird Vitamin D in unserer Haut gebildet. Das Wunder-Vitamin ist eigentlich ein Hormon, das in fast allen Geweben und Organen unseres Körpers wirkt. Vitamin D macht auch die Knochen hart und die Muskeln stark. Denn erst durch das Hormon kann der Körper Calcium aufnehmen und ein starkes Skelett bilden. Ausreichend Sonne stärkt das Immunsystem und macht uns widerstandsfähiger gegen Viren-Attacken, es schützt vor Grippe und Co.

Vor einiger Zeit wurde uns das Sonnenlicht als der Feind Nummer 1 verkauft. Nun wird hingegen beispielsweise vom Cancer Research UK geraten, öfter mal uneingekremt für ca. 15 Minuten täglich in die Sonne zu gehen, um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen. Dabei sollte die Sonne auf möglichst viel freie Haut treffen. Daraus wird klar, dass die Sonne ein wichtiger Lebensbaustein ist.

Sonnenlicht macht glücklich!

Ohne Sonne gäbe es kein Leben! Die Sonne stärkt das Immunsystem, aktiviert den Stoffwechsel und beugt dem verbreiteten Vitamin-D-Mangel vor, der u.a. zu Depressionen führen kann.

sonnencreme gesicht

Aber denke nicht, dass ich dazu rate, den ganzen Tag in der prallen Sonne rumzuliegen. Sonne ist wichtig, Sonnenschutz ebenso und nur mäßiger Aufenthalt in der Sonne ist gesund. Es gilt also den Mittelweg zu finden. Der beste Schutz vor Sonnenbrand ist eine gesunde Selbsteinschätzung. Horch auf die Sprache der Haut und schütze sie auf natürliche, chemiefreie Weise.

Ein paar Tipps werden Dir helfen, die Haut vor Schäden zu bewahren und dennoch Vitamin D zu bilden.

1. Öle

Naturbelassene kaltgepresste pflanzliche Öle sind natürliche Sonnenschutzmittel. Sie erreichen zwar nicht die hohen Lichtschutzfaktoren (LSF) der synthetische Kosmetikprodukte, doch sie pflegen und stärken die Haut in ihren natürlichen Funktionen. Die meisten Öle haben einen natürlichen LSF von 4.

Kokosnussöl blockiert etwa 20% der Sonnenstrahlen. Das bedeutet, dass Du 20% länger die Sonne genießen kannst, ohne verbrannt zu werden. Du wirst damit eher gebräunt und die Bräune hält auch besser. Kokosnussöl nährt und spendet Feuchtigkeit, vermindert Entzündungen und es eignet sich wunderbar sowohl für den Körper als auch für die Haare. Ich benutze immer dieses Bio-Kokosöl.

Für das Gesicht erweist sich Kokosöl oft als komedogen, das heißt es verursacht unreine Haut durch Verstopfung der Talgdrüsen. Sehr effektive Öle fürs Gesicht sind Karotten-, Jojoba-, Argan- und Sanddornöl sowie Sheabutter.

sunblocker

2. Bessere Sonnenverträglichkeit durch Rohkost

Nicht nur ich habe beobachtet, dass eine vegane, natürliche Ernährung den Körper resistenter gegenüber Sonnenbrand macht. Ich kann lange in der Sonne bleiben und werde nicht so schnell und stark verbrannt als zu den Zeiten mit nichtveganer Kochkost. Und auch wenn ich es mal aus Versehen mit der Sonne übertreibe, wird es nur etwas rot und nach einem Tag wieder besser, keine dramatischen, tagelangen Schmerzen, Blasen o.Ä.

Rohköstler haben Sonnenschutz von innen.

Du kannst auch innerlich vorbeugen und zu jeder Jahreszeit einen schönen strahlenden Teint haben, indem Du die körpereigenen Sonnenschutzmechanismen mit Hilfe carotinoid- und chlorophyllreicher Ernährung unterstützt. Das sind zum Beispiel Karotten, Wassermelonen, Mangos, Pfirsiche, Grapefruit, Papaya, Tomaten, rote Paprika, Feldsalat, Spinat und Wildkräuter.

Carotin  regt die Produktion von  Melanin an und dieser Pigmentstoff bewirkt die Bräunung der Haut.

Wassermelonen beinhalten nicht nur viele Vitamine, sondern auch einen hohen Wasseranteil, was beim Sonnenbaden sehr wichtig ist. Damit wird die Haut unter der Hitze der Sonne mit ausreichend Flüssigkeit versorgt.

3. Kleidung

Die oben beschriebenen natürlichen Maßnahmen zum Sonnenschutz helfen zwar, die Haut unempfindlicher zu machen, doch wenn Du nach dem Winter sonnenempfindlich bist und plötzlich den ganzen Tag – besonders in der Mittagssonne – den UV-Strahlen ausgesetzt bist, solltest Du Dich zusätzlich mit Kleidung vor Sonnenbrand schützen.
Ich benutze z.B. immer, wenn ich zwischen 10 und 16 Uhr ausgiebig baden gehe, ein Baseballcap und zum Spazieren einen schicken Hut mit breiten Krempen. Für die Beine trage ich einen Rock und für Schultern, Arme und Dekolleté ein luftiges Langarmhemd.

beste sonnencreme

Die Auswahl der Materialien der Kleidung spielt ebenso eine wichtige Rolle. Chemische Materialien dunsten toxische Stoffe aus vom Tag der Herstellung bis zum Tag, an dem sie entsorgt werden, und die Chemikalien werden von der Haut absorbiert. Die Kleidung, in der wir schwitzen, gibt die meisten Gifte ab. An heißen Tage ist die Giftaufnahme also besonders intensiv. Idealerweise werden ökologische Baumwolle, Leinen, Bambus und Hanfstoffe getragen.

4. Bewusst mit der Sonne umgehen.

Nach einem langen, dunklen Winter die Wärme auf der Haut zu spüren, ist ein köstliches Gefühl! Doch wie mit allen guten Dingen kommt es auch bei der Sonne auf das gesunde Maß an. Brate niemals mit blasser Haut in der Sonne, sondern gewöhne Dich Schritt für Schritt an die Sonne. Der einfachste Weg, Sonnenbrand zu vermeiden ist, ist es, den Kontakt mit der Sonne allmählich zu steigern. Für die meisten Menschen sind 15 – 30 Minuten am Anfang ausreichend. Wenn sich die Haut an die Sonne gewöhnt und die erste Farbe bekommt, kann man die Dauer langsam steigern.

Verschiedene Hauttypen haben unterschiedliche Toleranzstufen gegenüber der Bestrahlungsdauer von Sonnenlicht. Die Schutzfähigkeit hängt davon ab, wie viel und wie schnell Deine Haut das Pigment Melanin bilden kann.

Damit es gar nicht erst zu einem Sonnenbrand und dessen oft schwerwiegenden Folgen kommt, solltest Du starke Sonnenbestrahlung ganz vermeiden. Die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr ist am intensivsten. Längere Aufenthalte in der Sonne sollten zu dieser Zeit vermieden werden.

Kokosnussöl

Ich habe mich auf diese Weise ohne Sonnencreme viel weniger verbrannt als zuvor.

Ich wünsche Dir viel Spass beim Sonnen!

Victoria

P.S. Trage Dich für den monatlichen Newsletter (rawexotic) ein, um immer auf dem Laufenden zu sein und der strahlenden Gemeinschaft dazuzugehören! Verbinde Dich mit mir auch aufFacebook und Instagram – so verpasst Du keine köstlichen gesunden Rezepte und natürliche Schönheits-Tipps und siehst spannende Bilder von meinen Rohkost-Reisen, gesundem Essen und natürlich von mir!

Quellen: