Lebensferne Spiritualität versus lebensnahe Spiritualität

Dieses Thema brennt mir immer wieder auf den Lippen.  Bin gerade mal wieder auf dem Sammelblog Nebadonia gelandet. Oft bin ich da nicht (mehr), kucke ab und zu mal rein um zu sehen, ob sich auf der Ebene was tut.  Und ich kann auch jetzt sagen: NEIN. Die dort versammelte Szene, zu der ich mich auch mal zugehörig fühlte, schmorrt immer noch in ihrem eignen spirituellen Saft. Es scheint fast so, als hätte sich nichts getan, doch das stimmt nicht ganz, es gibt einige neue „Mitspieler“ und neue „Channelfantasien“ und natürlich wird auch das aktuelle Zeitgeschehen mit eingebunden, aber es wird NIE darüber gesprochen, was man denn so vor einem oder zwei Jahren verzapf hat.  Wie oft man sich in irgendwas verrannt hat. Ich erinnere mich gerne an die lustigen Fantasien zu ISON oder dem immer gleichen Gesabber von Sheldan Nidle. Ich kucke da doch lieber ab und an Shelton Cooper, das ist witziger und unterhaltsamer und hier weiß man das es nur Unterhaltung und Entertainment ist. Grundsätzlich finde ich die Sammelseite Nebadon aber gut und notwendig, wenn sich die Szene doch nur endlich mal weiterentwickeln würde.

Ja ich weiß, das ist irgendwie mein Lieblingsthema. Ich rege mich aber inzwischen nicht mehr auf, ich kann es eh nicht ändern, oder doch? Sicherlich habe ich mich aus dieser Szene heraus entwickelt und sicherlich ist es nun auch nicht dramatisch da drin zu bleiben, oder eben doch? Denn, wenn ich mein Leben damit verbringe spirituelle Texte zu schreiben, zu übersetzen und mich mit anderen auszutauschen die das auch tun, die inhaltlich aber seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten recht ähnlich sind, was bewirke ich denn dann, außer das ich mich damit wohl fühle? Bin ich glücklich das alles beim alten bleibt, dass mir nach wie vor „Dratzo“ zugerufen wird und dann wie Politiker auch, immer nur um den heißen Brei herumgeredet wird, heiße Luft (na gut lauwarme) produziert wird? Merken die Dauerläufer in dieser Szene denn nicht, das sie damit nicht weiter verändern? Das sie stehen bleiben auf ihrem Niveau, vielleicht mit der berechtigten Hoffnung, damit was Gutes zu tun,  aber mit der ebenfalls berechtigten Kritik, dass dieses gut(gemeinte9 Tun nicht wirkt?  Reicht es wirklich, das man den einen oder anderen neu erwachten begeistern kann, zumindest solange bis er merkt, dass da nichts neues mehr kommt?  Wer steckt eigetlich hinter all dem Blödsinn? Ich werde den Verdacht nicht los, das dieses Szene künstlich am leben gehalten wird, obwohl 2012 nichts passiert ist und in den letzen 5 Jahren halt auch nicht, zumindest nichts von dem, was man dort so oft erwartungsvoll gelesen hat. Ich darf feststellen, dass ich bis ca. 2013 auch voller Hoffnung war die in dieser Szene gefundenen Infos mögen sich irgendwann realisieren… doch nichts ist passiert.

Gut, einige verdienen damit Geld und produzieren Bücher, Videos und sonstige Dinge, die man kaufen kann, die dann vielleicht sogar was bewirken, solange man dran glaubt…. kann ja wirklich sein…

Kommen wir zur lebensnahen Spiritualität.

Lebensnahe Spiritualität befasst sich nicht mit Illusionen und Traumschlössern, sie bringt das was man sich wünscht, was man sich vortellt in die Realität. Freilich ist diese Realität auch nur eine  Illusion, aber eben jene in der wir materiell materialisiert sind.

Wenn, sagen wir 15.000 Menschen regelmäßig die gleichen Infos lesen und diese nach draußen tragen und damit aber keine wahrnehmbare Verbesserung auch nicht im kleinen erreicht wird, dann sollte man sich fragen, was man den wirklich besser machen kann, wie man pragmatisch die gut gemeinte neue Welt ins Leben, in die Realität holen könnte. Zugegeben, es ist verdammt schwer und ich weiß ich nicht genau wie es geht, aber ich will es und arbeite dran, versuche dabei auch neue Wege zu gehen. Vielleicht tun das viel in der Szene auch und es zeigt sich einfach nicht im Channelingmüll der so produziert wird.  Kann gut sein….

Wir leben in einem Schwingungsfeld, das mit allen anderen Schwingungsfeldern interagiert, die Frage ist halt, wer hat die Oberhand, was  setzt sich durch. Der Gedanken an Friede und Freude scheint nur in der Theorie zu greifen.  Die Außerirdischen und UFOs scheinen nicht kommen und landen zu wollen.  Die Geistwesen, Galaktischen Förderationen und sonstige weit gereisten multiuniversalen Wesen, scheinen keinen Bock zu haben, hier in unserer Schwingungssblase zu erscheinen. Wer kann es ihnen auch verübeln, die einen spielen Krieg, die anderen spielen Kapitalismus durch,  wieder andere spielen das Spiel des: „Ignorante Unterhaltung“ und einige wenige  Erwachte spielen „Heile spirituelle Welt“ und wieder einige spielen „Ich weiß was was du nicht weißt und ich bin negativ, weil es niemanden interessiert“ und sicher gibt es noch jede Menge anderer Spiele. Ich als Außerweltlicher würde hier auch nicht aufkreuzen wollen, nachdem ich mir das aus der Ferne angesehen habe. Zumindest nicht ungetarnt, den wahrscheinlich sind sie (die Außerweltlichen) längst hier.  Doch die, die hier sind, wollen die uns aufklären, helfen oder haben die andere Absichten…. ? Was sind  Außerweltliche für mich: Alle, die nicht durch Geburt hierher kamen.  Andersrum können natürlich Seelen hier sein, per Inkarnation und wissen wo sie herkommen, was sie hier tun sollen und so weiter…  Es werden aber viele hier inkarniert sein, die draußen eingefangen wurden oder freiwillig hier sind und jetzt nicht mir wissen, das dies so ist. Hilft ja auch nicht wirklich …. Ich könnte mir vorstellen, das diese Seelen gerade mit der Esoszene bei Laune gehalten werden und damit passiv bleiben…

Also,  von der Seite ist keine direkte Hilfe zu erwarten, eine indirekte vielleicht schon,  Wer weiß, aber ob das was bewirkt.  Aber brauchen wir diese Hilfe den wirklich? Ja, natürlich wäre sie bitter notwendig, doch  sie kommt nicht, egal aus welchen Gründen.  Wir können es aber auch so schaffen, wir als Menschheit sind jedoch so eingelullt, dass kaum ohne „besondere Geschehnisse“ etwas zu erwarten ist.

Lebensnahe Spiritualität kann helfen, dass wir uns in eine bessere menschlichere Welt hinein bewegen.  Da wir hier gefangen gehalten werden und wir unsere eigenen Gefängnismauern mit viel Aufwand pflegen, müssen wir, die Insassen halt lernen, dass sie sich selbst einsperren und von ganz wenigen Wächtern bewacht und in Schacht gehalten werden.  Die machen das sehr geschickt und der dumme Insasse begreift nicht, dass die Wächter nicht mal wirklich einen Riegel, geschweige den ein Schloss haben, mit dem sie die Insassen gefangen halten. Es ist nur ein mentales Schloss, ein Angstriegel und eine Ignoranzmauer ….

Doch wenn der Insasse, also der Mensch beginnt, wirklich real spirituell zu agieren, wird er bald merken, zumindest wird im erst mal bewusst, dass er im Kittchen sitzt, auch wenn er mit dem Flugzeug um die Welt reisen kann. Den das Gefängnis ist ja im Kopf, mental, geistig manifestiert.

Zugegeben, soweit kommt man schnell mal, wenn man auf etwas stößt, was man nicht akzeptieren will. Dann erwacht man zum ersten mal.  Dann kommt die spirituelle Falle, wo wohl die Mehrheit der erwachten wieder eingefangen wurde und darum bewegt sich so wenig.

Lebensnahe Spiritualität befasst sich aus meiner Sicht nicht mit den großen Dingen, sondern mit den Dingen im persönlichen Umfeld, mit dem eigenen Gefängnis im Kopf, mit den mentalen Mauern. Hier muss man ansetzen, wenn man weiter kommen will. Man muss die eigenen Mauern erkennen und einreißen. Damit reißt man auch programmierte Mauern ein, Mauern die gesellschaftlich zementiert wurden.  So wie Luther damals einfach geheiratet hat, weil er das Zölibat für  unnötig hielt, so könnten heute die Männer des Glaubens in Amt und würden einfach auch anfangen das zu ignorieren und ihre heimlichen geliebten Männer und Frauen heiraten. Wenn das die Mehrheit tun würde, dann wäre die Kirche gezwungen was zu verändern…. Dieses Beispiel soll nur zeigen, dass, wenn man sich weiter entwickelt und zwar pragmatisch im wahren Leben, sich viele anschließen könnten.  Das Beispiel hinkt, aber es ist eines.  Der Papst sagt, man solle nicht so konsumorientiert sein und nicht so kapitalistisch, wenn er nun anfangen würde seinen Konsum zu verändern, ein Zeichen setzen würde und die Ländereien verkaufen würde, keine Geldgeschäfte mehr machen würde, dann wäre das ein Zeichen, wenn er das tun würde, wäre die Kirch auch nicht mehr das was sie jetzt noch ist.  Aber vielleicht kann er nicht, weil er die Grenze in seine, Kopf noch nicht bemerkt hat, weil die Mauer, die da ist noch nicht gefühlt hat oder sie noch nicht überwinden konnte.  Nur ein Beispiel. Alle schimpfen über die Banken, keiner macht was…. Warum nicht einfach nur noch mit Bargeld bezahlen, warum sein Geld auf dem Konto lassen, warum nicht alles abheben, warum nicht die Mieter usw. bar bezahlen, haben wir nicht noch die Freiheit zu bezahlen wie wir wollen? Dann kennt man sich auch und das Verhältnis zum Vermieter wird vielleicht persönlicher und er hört auf seine Mieter als „Geldanlage“ zu sehen oder als „auszunutzendes Menschenmaterial“ …. man kann ja auch sein Gehalt in Bar abfordern…. Theoretisch müsste das gehen, ruck Zuck wäre das Geld kaum noch auf den Banken, die könnten dicht machen und was nicht bar geht, dafür kann man einige wenige Bankinstitute aufrecht erhalten …. machbar wäre das …. aber ich drifte ab, will nur aufzeigen, das wir Menschen im täglichen Leben gelebte Spiritualität anwenden können. gelebte Spiritualität ist im Grunde Menschlichkeit leben.  Menschenwürdiges Verhalten ist schwer umzusetzen, es ist aber möglich.  Es ist möglich, mit weniger Egoismus durchs leben zu laufen, nicht nur immer „ich, ich, ich“ zu denken. Doch muss man dafür erst mal bemerken das man Egoistisch ist und man rücksichtslos handelt, am Straßenverkehr teilnimmt, denkt und agiert.  Dazu muss man erst mal erkennen, erkennen, erkennen.  Gegenseitige Rücksichtnahme ist der Anfang und ich sehe das in Ansätzen. Ich selbst kriege das auch nicht immer hin, man muss das üben.  Also zum Schluss zusammengefasst, gelebte Spiritualität ist ganz einfach: Augen auf, beobachten wie man selbst so im alltäglichen Leben handelt, denkt und dann Veränderungen vornehmen, um der Allgemeinheit zu dienen, um den Kapitalismus einzudämmen um menschlicher zu leben. Wenn man das macht, wird es zur Gewohnheit, andere können es nachleben und bald  bekommt das zurück. Energetisch wie real entwickelt sich eine WIN-WIN-Situation und das ist der Beginn der großen Veränderung, die eigentlich alle wollen, die aber keiner anfangen will….

 

P.S. Der Prozess läuft meiner Ansicht schon im kleinen, lasst ihn uns größer machen…..


2 Gedanken zu “Lebensferne Spiritualität versus lebensnahe Spiritualität

  1. Mir geht es mit NEBADONIA enenso, habe mich seit Tagen auch mal durch COBRA- Artikel und die Debatte gelesen, wer er nun wirklich ist und ob er seine Identität bewußt falsch angibt… und dann mochte ich garnichts mehr lesen, irgendwie fühle ich mich verschaukelt und bin sehr skeptisch geworden, mir bringt das alles nichts und ich glaube, dass ich mich wieder zu den Sufis begebe, da fühle ich mich gut aufgehoben.
    Danke für Deine Beiträge – DIE lese ich wirklich gerne und da herrscht Konsens….

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  2. Ja ich stimme dir da voll und ganz zu, was Nebadonia betrifft, ich bin dort vor ungefähr zwei Jahren, von einem Tag zum anderen, raus geflogen, weil ich zu „per Vers“ orientiert war in meiner Logik, ab diesem Zeitpunkt müssen sich dort die Auswahlkriterien radikal geändert haben. Ich frage mich: „Wer hat diesen Blog übernommen?“

    Für alle die es „per Vers“ heißen willkommen: https://upvs.wordpress.com

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